Interview mit Dr. Christiane Schenderlein (CDU-Abgeordnete)

Hai Linh: Wie ist Ihre Meinung zur Verkürzung des Kohleausstiegs auf 2030?

Fr. Schenderlein: Wir haben uns auf den Kohleausstieg 2038 verständigt, darüber hatte die Kohlekommission entschieden und die haben dieses Datum festgelegt. Der gesamte Strukturwandel, den wir jetzt angefangen haben umzusetzen, ist genau auf dieses Datum fokussiert und deshalb ist es auch wichtig, dass wir daran festhalten und das ist auch unsere Meinung innerhalb der CDU. Wir brauchen Zeit, um den Strukturwandel umzusetzen, denn das sind ganz viele Projekte, die dort geplant sind, beispielsweise Straße, Verkehr, Bahnanschluss, neue Arbeitsplätze schaffen und sowas dauert natürlich seine Zeit.

Nick: Wie geht es nach 2038 weiter?

Fr. Schenderlein:  Wir schauen jetzt schon, wie wir den Energiemix zukunftsmäßig aufstellen und da spielt vor allen Dingen, aus unserer Sicht, das Vorhandensein von Strom und Energie eine wichtige Rolle. Das heißt, wir brauchen Energie, die grundlastungsfähig ist. Aktuell sind wir da noch nicht, dass wir das allein mit regenerativen Energien erzeugen können. Deshalb brauchen wir auch das Erdgas noch, damit wir keinen Ausfall des Stromes haben.

Nick: Wie stehen Sie zu dem Tempolimit? Falls es eine Koalition mit den Grünen geben sollte, was für Kompromissmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Fr. Schenderlein: Wir wollen als CDU kein Tempolimit auf der Straße. Wir haben viele Verkehrsbeschränkungen auf der Straße, aber es ist wichtig- gerade in den Abendstunden- flexibel zu sein. Ohnehin passieren die meisten Unfälle auf der Landstraße, sodass ein Tempolimit auf Autobahnen für mich nicht wirklich Sinn ergibt. Aber ob das dann im Koalitionsvertrag drin steht oder nicht, ist abhängig von den Verhandlungen.

Angelina: Mit welchen Parteien könnten Sie sich eine Koalition vorstellen bzw. welchen Parteien nicht?

Fr. Schenderlein: Wie sind uns dabei relativ einig. Wir werden keine Koalition mit der AfD und auch keine mit den Linken teilen, das steht fest. Wir werden sicherlich mit allen anderen Parteien sprechen, mit der FDP haben wir eine sehr gute Beziehung. Ich denke, als demokratische Partei muss man auch in der Lage sein, mit anderen demokratischen Parteien reden zu können und einen Kompromiss zu finden. Das ist zwar schwierig, doch das gehört zur Demokratie dazu.

Nick: Würden Sie die Große Koalition beibehalten, wenn es nötig wäre?

Fr. Schenderlein: Man muss Folgendes dazu sagen: Grundsätzlich haben wir mit der GroKo viel erreicht, doch ich würde mir wünschen, wenn auch mal ein liberaler Einfluss hinzukäme.

Hai Linh: Was halten Sie vom Wahlrecht ab 16 Jahren?

Fr. Schenderlein: Das muss man gesellschaftlich diskutieren, denn die Frage ist, ab wann ist man reif genug ist, d.h. in der Lage, politisch eine Meinung zu bilden. Das ist dasselbe, wie die Entscheidung, dass man erst mit 40 Jahren Bundespräsident werden kann. Das kann man nicht juristisch entscheiden und wir halten 18 Jahre für ein gutes Alter.

Angelina: Wie stehen Sie zur Legalisierung von Cannabis?

Fr. Schenderlein: Ich habe selber Kinder und generell Bauchschmerzen, wenn es darum geht, auch bei Alkohol oder beim Rauchen bin ich etwas strenger als andere. Cannabis ist nach wie vor eine Einstiegsdroge, deshalb habe ich da meine Bedenken. Dennoch glaube ich, dass wir bei diesem Thema noch nicht am Ende sind und man das noch länger diskutieren muss.

Nick, Angelina, Hai Linh: Vielen Dank für Ihre Zeit. Auf Wiedersehen.

Fr. Schenderlein: Tschüss.

Interview geführt von Angelina Gesch, Hai Linh Dang Thi, Nick Berndt (Klasse 10c)

Interview Sozialarbeiterin Doreen Stehle

Warum sind Sie Schulsozialarbeiterin geworden?

Bis zu welcher Klassenstufe ließ sich Schule immer noch gut als Lern- und Spielplatz vereinbaren? 3. Klasse? Jedenfalls nicht alle 12 Jahre!  Ich habe oft gedacht, dass ich es nicht schaffe und das ich nicht gut genug bin. Irgendwie hatte ich aber auch immer den Gedanken, dass es so schlecht ja gar nicht lief…..aber ich habe nie verstanden, wie jemand einen Durchschnitt von 1,1 haben konnte-> How? Aber doch wollte ich immer besser sein, als ich es war…..naja Ihr kennt das, dann ist der stressige Schulalltag da und keine Zeit um weiter zu grübeln. Später, nach dem Abitur habe ich gemerkt, dass es nicht eine `Klugheit` und einen Weg gibt, der zum Erfolg führt.

Ich habe durch ein Jahr in Israel gesehen, dass ich Gaben und Fähigkeiten habe, die sich erst richtig außerhalb des Systems Schule entwickeln konnten. Und ich habe vor allem nach der Schule gelernt:

JEDER MENSCH IST KLUG

Gelassenheit ist die Kunst, in der gegenwärtigen Situation schon den Abstand zu gewinnen, den sonst erst die Zeit schafft. Hans-Joachim Eckstein

Darum bin ich Schulsozialarbeiterin geworden. Lebensweisheit entwickelt sich erst mit und im Leben! Liegt schon im Wort! Dieses positive Bewusstsein für sich selbst will ich gern vermitteln, drauf bringen und Mut machen zum eignen Charakter, Wesen.

→ Außerdem ist mit dem Beruf Sozialarbeiter vieles möglich: ich habe als Diakonischer Begleiter in einer Gefährdetenhilfe, als Schuldnerberater, als Eingliederungshelfer, in der flexiblen Erziehungshilfe, im Jugendstrafvollzug, in der Berufsorientierung und als Tagesmutter (sowas wie eine  kleine Kindergartengruppe bei mir zu Hause betreut) gearbeitet.

Was wird Ihre Arbeit hier umfassen?

Jetzt, nach fast 3 Monaten, kann ich diese Frage schon viel besser beantworten, als am Anfang meiner Zeit am JWG. Grundsätzlich hilft ein Sozialarbeiter bei allen Sachen, die irgendwie klemmen. Zwischenmenschlich (also Stress mit Lehrern, unter Schülern, zu Hause), bei Lernproblemen (Lernräume im KaP- super Möglichkeit zurzeit), bei Fragen zum Beruf und zu Möglichkeiten nach der Schule.

Warum ist Ihr Beruf wichtig?

Weil genau die Dinge, die ich bei der Frage 2 geschrieben habe, irgendwie von alleine- quasi von selbst, nebenbei- gut bis sehr gut laufen sollen. Tun sie aber nicht. Bei den Wenigsten! Es gibt immer Ausnahmen. Ich mache Mut an den richtigen Stellen, um Hilfe zu fragen. Lösungen zu finden, Strukturen aufzubauen, Ideen zu sammeln. Selbst Hilfe zu geben, wo es geht- auch im Kleinen. Davon leben wir: von der Freundlichkeit im Alltag, die mir ein anderer zukommen lässt; das Lächeln; die Info, die mir weiterhilft; der Lehrer der sich irgendeine Mühe besonders macht, weil er MIR weiterhelfen möchte; der Mitschüler, der wahrnimmt das mir was schwer fällt oder besonders gut gelungen ist……usw…..usw.

Natürlich leben wir von den Erfolgen, der guten Note, aber eben auch wesentlich von diesem zwischenmenschlichen Positiven

Was haben Sie für Erfahrungen bisher gemacht? Fällt es Schülern leicht, sich zu öffnen?

Ich habe am JWG bisher gute Erfahrungen gemacht. Ich freue mich sehr, dass die Lernräume ins Laufen kommen und ich freue mich sehr über jeden Schüler/Lehrer/Hausmeister/Elternteil, der mitdenkt und sich irgendwie engagiert.

Und: Schüler öffnen sich, wenn sie Engagement spüren, wahres Interesse und nicht nur einen Menschen, der seinen Job abreißt…das hoffe ich, dass ich das vermittle. Mir ist sehr wichtig, dass sich jeder, mit dem ich zu tun habe, merkt, dass ich ihn ernst nehme und mich bemühe, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Wie man so sagt: Hilfe zur Selbsthilfe.

Sie hatten ja erwähnt, dass sie selbst einmal Schülerin am JWG waren. Warum sind Sie zurückgekommen?

Ehrlich gesagt war ich nach dem ABI superfroh, dass die Schule fertig ist. Nie mehr Vokabeltests, Klassenarbeiten, der Druck vor Aufgaben, die ich nicht so gut kann- und den Lehrer, mit dem ich nicht klarkam, brauchte ich auch nicht mehr sehen. Ich konnte endlich das im Leben angehen, was ich mir selbst aussuchen würde. Und genau das, was ich aufgezählt habe sind die Gründe, warum ich zurückgekommen bin- in anderer Rollenbesetzung. Das hängt eng mit der ersten Frage zusammen.

Was ist Ihr Eindruck von der Schule, den Schülern und den Lehrern? Was hat sich hier verändert, seit Sie Schülerin waren?

Es hat sich eine Menge verändert, seit ich 1994 Abi gemacht habe! Wir hatten mehr Papier :-), weniger PC und Internet (gar nicht sozusagen). Ich weiß noch, wie ich kurz bevor ich aus meinem Auslandsjahr wiederkam eine Freundin, die schon im Studium war mir sagte, dass wir ja dann per Email schreiben könnten. Das würde ganz schnell gehen und man könne gleich dem anderen antworten und habe super schnell die Antwort habe….ich wusste nicht, was eine E-Mail ist…..

Es gab nur das alte Schulgebäude. Im Mai haben wir Abi gemacht und im Juni wurde mit dem Anbau begonnen…..

Gab es damals an unserer Schule auch schon Ansprechpartner, wie Sie es jetzt sind?

Nein.

Was war ihr früherer Berufswunsch?

Ich wollte immer irgendwas mit Menschen machen. Oft habe ich nach meiner Erzieherausbildung gedacht, das ich besser ein Handwerk gelernt hätte- irgendwas mit Holz oder in die Richtung Fotographie…damit kann man im sozialen Bereich immer was anfangen.

Was war Ihr beruflicher Werdegang und an welchen Schulen waren Sie vorher?

Nach dem Abi war ich ein Jahr in Israel (Auslandsaufenthalt empfehle ich jedem!), dann habe ich Erzieherin gelernt, danach Sozialpädagogik/Sozialarbeit auf Diplom studiert und während dessen und natürlich danach im Sozialen gearbeitet. Mit Kindern im Kindergarten, mit Behinderten, mit Straffälligen und Gefangenen. Mit Menschen, die wieder in den Beruf reinfinden mussten, mit Kindern im Alter von 8-13 Jahren, mit Teenies, mit Mamies und ihren Kleinkindern. Mit Schülern in der Grundschule……..aber mit Schülern am Gymnasium, dass ist so in der Form neu für mich :-).

Wir haben auch jüngere Schüler gefragt, ob sie Fragen an Sie haben:

 Mögen Sie es, mit Kindern zu arbeiten?
Ja, sehr. Ich find‘s cool, wie lebendig, spontan, oft unbekümmert, ideenreich und klug Kinder und Jugendliche sind! Jeder ist klug – das geht im System manchmal unter. Die Welt steht offen! Viel Kraft und Erforscherdrang, Lust auf das Leben und Kreativität! Unbequeme Fragen, Handlungen hinterfragen und nicht einfach akzeptieren- glauben, Erkenntnisse sammeln, Neues entwickeln und die Älteren, die bereit dazu sind, jung halten. Kinder, die den Respekt vor Älteren nicht verloren haben und kombiniert mit neu Erlerntem in die Welt raus gehen, können viel bewirken. Das finde ich cool!

Und macht es Sie manchmal selbst emotional, über diese Probleme zu reden?
Ja, es macht mich emotional. Am liebsten würde ich dann sofort die perfekte Lösung parat haben und das alle Beteiligten miteinander klarkommen. Aber was ich gelernt habe und immer noch lerne, dass Diamanten unter hohem Druck entstehen. Wenn es (große) Probleme im Leben gibt (noch nicht einmal immer selbstverschuldet), kann ich entweder dran kaputt gehen oder gefestigter- wie eben ein Diamant- daraus hervorgehen. In unserer Familie ist auch einiges gar nicht leicht- aber es geht weiter- wie, das liegt auch an mir!

„Kommt her zu mir alle, die Ihr Euch abmüht und unter Eurer Last leidet! Ich werde Euch Ruhe geben.“  (aus der Bibel-> Matthäus 11, 28)
Das hilft mir sehr!

Was haben Sie für Hobbys?
Meinen Mann und Simson, Liora und Kirill (meine 3 Kids), Lesen, kochen, Fahrrad fahren, Gemüsegarten, Hühner, Katzen, draußen sein und mit meinen Kids arbeiten und spielen, basteln, nähen, Neues ausprobieren, interessante Menschen kennen lernen, neuere Geschichte, Politik, fremde Länder, Israel, fremde Sprachen, Missionarsgeschichten

Was ist ihr Lieblingstier?
Katze

Haben Sie Haustiere?

Ja, Meerschweinchen, Kaninchen, bald Hühner, bald 2 Kätzchen

Unser Kater ist leider vor 3 Wochen gestorben 🙁 und wir warten sehr auf die 2 neuen Kätzchen

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Spinatpizza mit Gorgonzola, Mante (russische Teigtaschen gefüllt mich Hackfleisch und Zwiebeln, mein Mann ist Russlanddeutscher und kommt ursprünglich aus Kasachstan 🙂 )

 Ihre Lieblingsfarbe?

Grün/ Türkis

Danke für das Interview. Wir freuen uns sehr auf Ihre Arbeit in der Schule und hoffen auf Erfolge. 🙂

Interview Frau Neuber

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich kann mich daran erinnern, in der Grundschule mal ein Bild von mir als Schriftstellerin gemalt zu haben – das wird der erste meiner diversen Berufswünsche gewesen sein. Aber in dieser Hinsicht habe ich mich an lokalen Lesebühnen meiner Heimatstadt erstmal genug ausgetobt.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Klar denk ich manchmal, dass ich wohl noch träumen muss … Spaß beiseite! Für mich bietet dieser Beruf genau die richtige Mitte zwischen Stetigkeit und Veränderung. Über den Zeitraum von mehreren Jahren oft mit denselben Menschen zusammenzuarbeiten, das ist heute nicht mehr typisch in der Berufswelt. Dabei gleichzeitig eure Entwicklung beobachten zu können, gibt mir die Veränderung, die ich in meinem Beruf brauche – von den unterschiedlichen Herausforderungen, die einem neben dem Unterricht begegnen, mal ganz abgesehen.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Offensichtlich interessieren mich Menschen. Wie sie von Innen funktionieren (Biologie), wie sie als Gemeinschaft funktionieren können (Ethik) – und wie sie als Persönlichkeit wachsen (Stichwort: Traumberuf Lehrer).

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

So verrückt es klingt: Vor dem Studium für eine kleine Weile etwas Anderes zu machen. Mir ist im Laufe des Studiums aufgefallen, wie viele in den ersten Semestern nach dem 1. Schulpraktikum abgebrochen haben – und einige Hochschulen haben tatsächlich schon ein fachfremdes Pflichtpraktikum vor Studienbeginn eingeführt. Dieser Beruf verdient und braucht es, dass man sich sehr sicher damit und dabei ist.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich würde mich im Französisch-Unterricht mehr darum bemühen, dass ich auch tatsächlich sprechen kann – und mich nicht immer um die Sprechübungen drücken. Außerdem hätte ich aus heutiger Sicht auch Spanisch belegt, weil ich das Land mittlerweile wirklich oft besucht hab und sehr mag.

Was war früher besser? Was schlechter?

Da noch nicht so viel Zeit zurückliegt, lassen sich da ehrlich gesagt kaum Unterschiede feststellen. Mir fällt höchstens ein, dass wahrscheinlich fast jedes Spiel auf einem Smartphone besser ist als eine Runde Snake auf Nokia-Tastenhandys.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Ich habe besonders mit meiner Theatergruppe zu viele lustige Momente verlebt um einen aussuchen, und als klassisch peinliches Erlebnis fällt mir wieder nur etwas aus meiner Grundschulzeit ein: Ich hatte meinen Badeanzug für den Schwimmunterricht vergessen. Darum musste ich einen aus der Fundkammer nutzen, der pink und mit vielen bunten Schleifen verziert war. Aber: zum Glück gab es ja, wie gesagt, noch keine Smartphones.

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Dass es für Kollegen ein Ort zum Bleiben und für Schüler*innen ein Ort zum Entfalten ist, soweit eine Schule das sein kann.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Als Anfängerin habe ich ja noch eine Menge Berufsleben vor mir. Daher wünsche ich mir, dass mit allen Herausforderungen, die mir begegnen, Lehrerin sein auch in Zukunft so viel Freude bringt wie heute.

Interview Frau Elborg

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Als Kind war ich von meiner Grundschullehrerin sehr begeistert. Ich habe ihr Briefe geschrieben und die Clowns-Puppe unserer Klasse, mit der sie uns Geschichten vorspielte, vergöttert. Deshalb wollte ich zu dieser Zeit Grundschullehrerin werden.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Lehrer ist für mich ein sehr vielseitiger und anspruchsvoller Beruf. Das menschliche Miteinander und die kreative Arbeit sowie die Freude an gemeinsamen Erfolgen und Ergebnissen begeistert mich besonders. Aber zugegeben: Ohne die Musik wäre der Beruf für mich nur halb so schön. Das gemeinsame Singen und Musizieren ist für mich unersetzlich. Daher kann ich Lehrersein und Musikersein als Traumberuf gar nicht trennen (und würde vielleicht sogar die Musik vorziehen als den Lehrer). Aber das ist ja gar nicht die Frage.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Das Besondere an meiner Fächerwahl ist, dass man an wenigen Hochschulen und Universitäten das sogenannte „Doppelfach“ in einem Fach absolvieren kann. Das heißt, man hat „nur“ ein Fach, dieses aber sehr vielseitig und umfangreich und daher eher „doppelt“ als „nur“. Ich habe das Musikstudium sehr genossen, da ich immer schon gern gesungen und musiziert habe. Mein Hobby zum Beruf zu machen war also auch dem Wunsch geschuldet, auch nach der Schulzeit so viel Musik wie möglich machen zu können.

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Probiert euch aus! Wenn ihr Freude an der Zusammenarbeit mit Menschen habt und euch für bestimmte Themengebiete interessiert, dann nutzt Gelegenheiten, in denen ihr mal „Lehrer“ spielen dürft: Situationen also, in denen ihr herausfinden könnt, ob ihr euch in der Rolle als der Erklärende und Anleitende wohlfühlt.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich war ein Schüler, der für eine Arbeit sehr gut lernen, eine sehr gute Note schreiben und dann nach einer Woche den Großteil wieder vergessen konnte. In einigen Fächern fiel mir diese Art des Lernens später auf die Füße. Ich hätte gern nachhaltiger und mit mehr Zeit gelernt.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Ein peinlicher Moment meiner Schullaufbahn? Da gab es wohl einige. In der Grundschule kann ich mich noch sehr genau an den Tag erinnern, als ich ausversehen mit Hausschuhen zur Schule kam.

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Ich fühle mich am JWG bisher sehr wohl. Die Schüler sind freundlich und offen. Seit ich an der Schule bin, hat sich auch bereits viel getan und entwickelt. Neue Lehrer bringen neue Ideen. Neue Umstände wie zum Beispiel die Pandemie verlangen kreativen Umgang mit Ressourcen und Weiterentwicklung von Lernmöglichkeiten. Mit solchen Veränderungen geht man am JWG zum Großteil sehr flexibel um und hilft sich gegenseitig. Das ist ein gutes Gefühl.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Der Wunsch, dass es im Beruf nie langweilig oder öde wird, hat sich bisher stets erfüllt. In Zeiten von Wechselunterricht etc. wünscht sich ein junger Lehrer am ein oder anderen Tag aber vielleicht doch auch einfach etwas Normalität. Das betrifft den Musikbereich im Besonderen. Dass Singen wieder selbstverständlich und ohne schlechtes Gewissen zum Schulalltag dazu gehört, hoffe ich sehr.

Weiterhin wünsche ich mir jetzt und für die Zukunft, viele musikalische Projekte – sei es im oder außerhalb des Unterrichtes – umsetzen und miterleben zu können, da solche Auftritte und Anlässe den Arbeitsalltag unglaublich bereichern und motivieren, Neues auszuprobieren.

Interview Frau Roehm

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich weiß noch, dass ich in der Grundschule mal so genervt von den Hausaufgaben war, dass ich den Wunsch geäußert habe Lehrerin zu werden, um auch Hausaufgaben aufgeben zu können.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Diese Frage wurde uns angehenden Lehrkräften zu Beginn des Studiums auch gestellt. Meine Antwort war: „Ich möchte meinem Vater zeigen, dass es auch gute Lehrkräfte gibt.“

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Mathematik ist das schönste Fach der Welt, alles baut aufeinander auf, Aufgaben lassen sich gut durch Logik lösen und in Physik wird die Mathematik praktisch angewendet. Im Laufe des Studiums habe ich gemerkt, dass mir auch Informatik sehr viel Spaß macht und habe es deshalb als drittes Fach dazugenommen.

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Zum einen: Im Lehramtsstudium sind die Fachwissenschaften nur die halbe Miete. Die zweite Säule der Ausbildung besteht in der Beschäftigung mit didaktischen und pädagogischen Fragen und Inhalten, denn in der Schule steht die Vermittlung von Wissen im Mittelpunkt.

Zum anderen: Der Arbeitstag in der Schule fängt früh an. Wer morgens nicht in Hochform ist, wird es als Lehrkraft nicht so leicht haben.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich war an einem altsprachlichen Gymnasium und würde mir deshalb genau überlegen, ob ich nochmal Latein und Alt-Griechisch lernen möchte. Der Lernaufwand für diese Fächer war sehr hoch, aber immerhin habe ich dadurch eine hohe Frustrationstoleranz aufgebaut.

Was war früher besser? Was schlechter?

Während meiner Schulzeit haben das Internet, das www und die sozialen Medien ihren Siegeszug angetreten und die Gesellschaft verändert. In meiner Schule war davon wenig zu bemerken, außer vielleicht, dass Referate zunehmend mit Hilfe von Präsentationssoftware visualisiert werden sollten. Tafelbilder oder Plakate waren irgendwann „out“.

Angestoßen durch die Corona-Pandemie findet der Unterricht mittlerweile teilweise selbst in Deutschland als Videokonferenz statt und wir verwenden Lernplattformen – das war bis vor einem Jahr undenkbar. Da hat sich in kurzer Zeit Wesentliches verändert. Ich halte diese Veränderung für notwendig und gehe davon aus, dass moderner Unterricht auch in Zukunft diese neuen Möglichkeiten nutzen wird.

Nach einem Jahr Corona, Schulschließungen und Distanzlernen lese und höre ich aber auch mit Staunen, wie sehr Eltern und SchülerInnen aller Altersstufen die Schule vermissen und sich darauf freuen, dass sie endlich wieder zur Schule gehen können. Persönliche Begegnungen sind und bleiben wesentlich, das haben die vergangenen Monate gezeigt und bestätigt. Ich freue mich darauf, alle meine Klassen hoffentlich bald auch persönlich kennenzulernen.

Was war Ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Das war der erste Schultag an der High School während meines Auslandsjahres in den USA. Damals war das ein richtiger Horrortag, aber rückblickend ist es einfach eine lustige Anekdote:

Morgens suchte ich den Unterrichtsraum für die erste Stunde. Das Schulgelände war riesig, ca. 2.500 SchülerInnen besuchten diese High School. Ich hatte zwar einen Geländeplan, fand mich aber trotzdem nicht zurecht und habe schließlich einen Lehrer nach dem Weg gefragt. Auf die letzte Minute habe ich den richtigen Raum gefunden und konnte meinen Augen kaum trauen, als ich festgestellt habe, dass ich in der letzten Stunde ausgerechnet bei dem Lehrer Physik habe, den ich nach dem Weg gefragt hatte.

Natürlich konnte er sich noch an mich erinnern und hat mich nach dem Unterricht in ein längeres Gespräch verwickelt. Das war nett gemeint, aber als ich endlich gehen konnte, war der Schulbus bereits abgefahren – ein ganz schönes Pech, weil die Schulbusse nur jeweils einmal am Tag zur Schule und wieder nach Hause fahren. Zum Glück war noch ein Bus da, der diejenigen SchülerInnen nach Hause gebracht hat, die in den übrigen Bussen keinen Platz gefunden hatten. Die Busfahrerin hat netterweise auch mich mitgenommen und während der Busfahrt konnte ich mir schonmal überlegen, wie ich meiner Gastmutter von diesem Tag erzähle…

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Das Referendariat habe ich in Borna absolviert. Meine Erfahrung war: Niemand kennt Borna. Seit ich erzähle, dass ich jetzt in Torgau arbeite, ernte ich in meinem Bekanntenkreis einen bunten Strauß an Reaktionen:

„Da gibt es doch ein Renaissance-Schloss.“

„Haben sich da am Ende des 2. Weltkriegs nicht Russen und Amerikaner getroffen?“

„Torgau ist eine Stadt der Reformation, hier waren Martin Luther und Katharina von Bora.“

„Auf dem Elberadweg kommt man auch in Torgau vorbei.“

Zu Torgau fällt fast jedem etwas ein. Allerdings stellt sich auch die Frage, wer denn eigentlich dieser Johann Walter war, nach dem die Schule benannt ist. Und ich selber habe am Tag meiner Vorstellung hier erfahren, dass der Informatikunterricht in der ehemaligen Klosterkirche stattfindet.

Alles in allem: Ich habe den Eindruck, dass ich an einem ausgesprochen interessanten Ort gelandet bin und freue mich darauf, die Schule, die Stadt und ihre Geschichte sowie die schöne Umgebung nach und nach kennenzulernen.

Welche Wüsche haben Sie, Ihren Beruf betreffen?

Mein Wunsch ist, meinen SchülerInnen zu vermitteln, dass es sich lohnt sich mit den MINT-Fächern zu beschäftigen und dass man sich gut mit ihnen anfreunden kann. Das ist nicht so schwer, wie man denkt, und macht sogar Spaß!

Interview Frau Funke

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich wollte schon immer Lehrerin werden. Einen anderen Wunsch hatte ich nie. Lediglich die Fächerkombination stand nicht seit meiner Kindheit fest.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Für mich ist der Lehrerberuf die beste Option, die ich mir vorstellen kann. Ich trainiere schon seit langem eine Sportgruppe und habe zeitig gemerkt, dass ich gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeite. Ich finde es erfüllend anderen etwas beizubringen und zu sehen, wie sie damit vorankommen.

Einen Traumberuf würde ich es noch nicht nennen, denn dafür muss ich den Beruf noch etwas länger ausüben, aber bis jetzt spricht alles dafür!

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Ich wollte gerne eine Sprache unterrichten und habe nach dem Abitur ein Auslandsjahr in Amerika absolviert und damit wollte ich dann unbedingt Englisch unterrichten! Für mein zweites Fach GRW habe ich mich entschieden, weil ich die Möglichkeit haben wollte, aktuelle Themen mit in den Unterricht einzubeziehen.

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Wenn ihr wirklich Lehrer werden wollt, dann verliert ja nicht den Mut und die Hoffnung während des langen und theoriegeladenen Studiums. Danach wird dann alles anders!

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich habe früher alles sehr ernst genommen – jede Hausaufgabe, jeder Test, jede Klassenarbeit. Das hat mir Sicherheit und Struktur gegeben, aber ich denke aus heutiger Sicht hätte ich alles etwas lockerer betrachten können und hätte trotzdem meine Ziele erreicht!

Was war früher besser? Was schlechter?

Zu meiner Schulzeit hat man zumindest in meiner Schule in keinem Raum irgendwelche Art von Technik vorgefunden. Damit blieb es dann bei Kreidetafel und Polylux, die im Unterricht zum Einsatz kamen. Ich bin froh, dass sich das mittlerweile zumindest in Teilen geändert hat.

Mir fällt tatsächlich nichts ein, was früher sehr viel besser in der Schule gewesen wäre als heute.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Wie alle eifrigen jüngeren Schülerinnen und Schüler bin ich auch mal an meinem alten Gymnasium zum Essensraum gerannt, um als eine der ersten mein Mittagessen zu erhalten. Dabei bin ich gestolpert und der Länge nach hingefallen. Verletzt hatte ich mich nicht, aber es war für alle anderen ein sehr lustiger und für mich ein sehr peinlicher Moment. Als ich am Nachmittag meinem älteren Bruder, der auch auf meine Schule ging von diesem mir peinlichen Moment erzählt habe, meinte er nur: „Schade, dass ich es nicht gesehen habe.“

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Bis jetzt habe ich einen sehr positiven Eindruck. Meine Mentoren und Kollegen sind sehr hilfsbereit und die Klassen, die ich bis jetzt unterrichtet habe, sind sehr nett. Das Einzige, was mich nach wie vor an manchen Tagen verwirrt und ich glaube nicht, dass das nach der langen Zeit zu Hause besser wird, ist die Raumverteilung. Bei einigen Raumnummern brauche ich mehrere Versuche, bis ich den richtigen gefunden habe.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Ich wünsche mir interessierte, motivierte und vor allem liebe Schülerinnen und Schüler. Mir selbst wünsche ich immer wieder neue, interessante und schnell umsetzbare Ideen und dass ich nicht irgendwann im ganzen Unterrichtsmaterial versinke.

Interview Frau Schaefer

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich wollte seit der 3. Klasse Lehrerin werden. Zwischenzeitlich wechselte der Wunsch zu Psychologin, aber der Lehrerwunsch war weiterhin da.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Ja, Lehrersein ist für mich ein Traumberuf. Fast immer, wenn ich vor der Klasse stehe und mit den Schülern interagiere, macht es mich glücklich. Ich gehe aus der Schule nach Hause und bin auch manchmal sehr erschöpft, aber ich habe fast immer ein Lächeln auf den Lippen und denke mir, dass es ein guter Tag war.

Ich arbeite sehr gern mit Menschen und vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Es freut mich, wenn ich ihnen etwas beibringen kann und anschließend sehe, wie sie sich darüber freuen, etwas verstanden oder gelernt zu haben. Außerdem begleite ich sie gern auf ihrem Weg ins Erwachsensein und freue mich ihnen bei der einen oder anderen Sache, bei der z.B. Eltern nicht der richtige Ansprechpartner sind, zu helfen.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Für mich war relativ schnell klar, dass ich Sport unterrichten möchte. Ich habe den Sportunterricht geliebt, schon immer gerne Sport gemacht und dies auch immer außerschulisch in Arbeitsgemeinschaften oder Vereinen. Außerdem ist man im Sportunterricht nicht an die typische Sitzordnung und Inhalte vermitteln gebunden. Man kann in vielen Bereichen auf die Wünsche der Schüler eingehen und so oft auch spielerisch oder im Wettkampf einen ganz anderen Kontakt zu den Schülern aufbauen als in anderen Fächern. Außerdem gehen ein Großteil der Schüler gerne in den Sportunterricht und sind somit auch motiviert daran aktiv teilzunehmen.

Ich wusste, dass ich eine Naturwissenschaft unterrichten wollte, da ich Naturwissenschaften sowohl interessant fand also auch gut darin war. Nachdem für das Biologiestudium ein sehr hoher NC notwendig war, entschied ich mich für Chemie. Im Nachhinein bin ich sehr froh, denn der Chemieunterricht ist durch die Experimente ebenfalls sehr abwechslungsreich und praxisnah aufgebaut und interessiert mich doch wesentlich mehr als biologische Themen.  

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Wählt das Lehramtsstudium wirklich nur, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr Lehrer werden wollt und nicht weil ihr ansonsten nicht wisst, was ihr nach dem Abitur machen sollt. Das Lehrerdasein kann sehr schön sein, wenn ihr in eurem Job aufgeht, aber falls nicht, werdet ihr entweder keine guten Lehrer oder ihr werdet auf Dauer nicht glücklich.

Überlegt euch ganz genau, welche Fächer ihr studieren wollt und auch versteht. Oftmals macht ihr viele Unikurse, die auch z.B. im Bachelorstudium Mathematik verpflichtend sind und somit nicht unbedingt etwas mit den Inhalten des späteren Unterrichtens zu tun haben.

Augen auf bei der Fächerwahl! Euch sollte bewusst sein, dass mit Deutsch-Englisch die Korrekturzeit wesentlich höher ist als z.B. mit Deutsch-Kunst. Entscheidet euch trotzdem für die Fächer, die ihr selbst interessant findet und für die ihr lebt!

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich würde wahrscheinlich nichts großartig anders machen. Ich hatte sehr viel Glück mit meiner Schulauswahl und auch mit meiner Klasse, sodass ich eine sehr glückliche Schulzeit hatte und immer gern in die Schule gegangen bin. Ich habe sowohl ordentlich meine Hausaufgaben erledigt und auch am Unterricht aktiv teilgenommen, als auch meine Jugend genossen und viel mit Freunden unternommen und Arbeitsgemeinschaften besucht.

Was war früher besser? Was schlechter?

Da meine eigene Schulzeit noch nicht so lange zurück liegt, denke ich nicht, dass sich wirklich viel verändert hat bzw. großartig früher besser oder früher schlechter war. Der Ausbau der Smartboards ist ein Fortschritt, der viele Vorteile mit sich bringt, die man früher noch nicht nutzen konnte. Aber am Ende kommt es immer auf das Engagement der Lehrer und der Schulleitung an, ob der Unterricht und die Schulzeit gut wird oder nicht – egal welche Voraussetzungen man hat.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Ich kann mich nicht an DEN lustigsten oder peinlichsten Moment erinnern. Es gab viele schöne Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind – meist außerschulisch –, aber besonders lustig waren sie nicht unbedingt.

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Mein Eindruck vom JWG ist sehr gut. Ich finde die Ausstattung der Unterrichtsmaterialien und der medialen Dinge sehr gut (abgesehen vom W-LAN, aber das sollte ja eigentlich schon funktionierten). Der Umgang der Lehrer untereinander und mit der Schulleitung ist größtenteils gut und die Schulleitung akzeptiert viele außerschulische Unternehmungen. Und die Schüler sind größtenteils sehr höflich, haben Respekt vor den Lehrpersonen und benehmen sich relativ gut. Insgesamt ein sehr schöner Ort, um zu unterrichten (:

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Eigentlich wünsche ich mir nur, dass es die nächsten Jahre so weitergeht und ich weiterhin so zufrieden an einer solchen Schule unterrichten kann.  

Interview Herr Bill

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Meeresbiologe und zwischenzeitlich mal Architekt.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Ich denke diese Frage am Anfang meines Lehrerdaseins zu beantworten ist sehr schwer. Ich kann mir gut vorstellen, dass er nach ein wenig Berufserfahrung ein Traumberuf werden könnte, denn dieser Job hat absolut das Potenzial dazu. Man lernt ständig neue Dinge, man lernt immer wieder neue Menschen kennen, man darf Lernende bei der Entwicklung begleiten und man hat sein ganzes Leben lang Ferien.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Ich schätze, dass meine Fächerwahl zu Beginn des Studiums, eng mit meinen persönlichen Interessen zu tun hatte. Ich lese gerne englische Bücher und verreise regelmäßig nach Großbritannien, da mich die Kultur fasziniert. Kunst als Gegenpol kennt keine festen Grenzen, das finde ich spannend. Praktisch bin ich neben meinem Lehrerdasein vor allem im Bereich Grafik, Druckgrafik und Grafikdesign unterwegs.

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Macht es. Lehrer*innen werden immer gebraucht, die Vorzüge habe ich ja schon aufgeführt. Jetzt kommt das Kleingedruckte. Die Zeit, die Lehrer*innen in der Schule verbringen ist nur ca. ein Drittel der Gesamtarbeitszeit. Vorbereitungen, Recherchen, das Erstellen von Arbeiten und Klausuren, Korrekturen, Dienstberatungen, Nachbereitungen, usw. gehören auch zu unserem Business.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Um ehrlich zu sein: nichts. Ich mochte meine Schulzeit sehr, vor allem den außerschulischen Bereich.

Was war früher besser? Was schlechter?
Wow, vielen Dank, jetzt fühle ich mich alt. Nächste Frage.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Wir haben als Zwölftklässler eine Grusel-Lesenacht für die fünften und sechsten Klassen veranstaltet und für die Stimmung künstlichen Nebel verwendet. Nun ja, aus dem Fenster strömender Nebel, flackernde Kerzen und kreischende Kinder – die Nachbarn haben sich ihren Teil gedacht und zehn Minuten später standen sieben Feuerwehrautos auf dem Schulgelände. Hach ja, die Schulzeit.

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Es ist ein wirklich schönes Gymnasium mit viel Platz, einer tollen Aula und netten Menschen. Ich finde es sehr schade, dass man aufgrund der Pandemie vom außerschulischen Bereich, also dem Frühlingsball, den Konzerten und den Theaterstücken, nichts mitbekommt. Ich habe schon viele positive Meinungen darüber gehört und wäre gern in den Genuss gekommen, dies zu erleben.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Ich hoffe dringlichst, dass sich die Bedingungen für Lernende und Lehrende an den Schulen verbessern. Die Klassen sind oft zu voll, sodass man als Lehrkraft nicht jedem/r Schüler/in in seinen/ihren Bedürfnissen gerecht werden kann. Ich wünsche mir deshalb kleinere Klassen. Dazu müssten natürlich mehr Lehrer*innen eingestellt werden.

Interview Herr Hänsch

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Soldat

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

JA!

Jeder Tag ist anders

Immer junge Menschen um mich herum

Den ganzen Tag Sportsachen tragen, ohne für einen Assi gehalten zu werden

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Sport: Es macht Spaß Sport zu treiben und Kinder und Jugendliche diesen Spaß zu vermitteln. Zumindest versuche ich das

GRW: Politik durchzieht das ganze Leben, da ist es nicht schlimm, wenn man da einen Einblick vermitteln kann

Geschichte: Es ist faszinierend, was die Menschen geschaffen und geleistet haben. Das kann man dann auch ruhig mal erklären

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Habt Spaß und vergesst nicht eure eigene Schulzeit!

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Fleißiger lernen

Was war früher besser?

Es war nicht alles so schnelllebig

Was schlechter?

Keine Handys zum Googeln und Nachrichten schreiben

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Ich beschwerte mich bei einem Mitschüler über eine Lehrerin und nach einer 5-minütigen Schimpftirade, sagte er mir, dass es seine Tante sei!

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Liebe Schüler, freundliche Kollegen, aber leider ganz weit weg von Taucha 😉

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Weiter mit Spaß bis zur Rente kommen. Aber das sind ja noch 40 Jahre! 🙂

Interview Herr Gierschick

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich hatte bis zum Studium nie eine konkrete Vorstellung, welchen Beruf ich einmal ausüben möchte. Es war eher nach und nach ein Ausschlussverfahren, was ich nicht werden möchte. 

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Absolut! Genauso wie jeder andere Beruf ein Traumberuf werden kann, wenn man diesen mit Leidenschaft und Freude ausübt. Für mich persönlich ist es ein Traumberuf, weil man jeden Tag kreativ gefordert ist.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Klassisch „gewählt“ habe ich Geschichte, Ethik und GRW. Die Themen haben mich schon immer persönlich stark interessiert.  Die Fächer vermitteln dabei Wissen und Kompetenzen, die einem helfen, den Überblick in einer komplizierten Welt zu behalten.

In die Informatik bin ich eher reingerutscht durch mein Leben vor dem JWG 😉

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Bleibt authentisch, so wie ihr seid und versucht euch nicht zu verstellen.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Was war früher besser? Was schlechter?

Ich glaube, ich hätte im Nachhinein gerne stärker am Schulleben teilgenommen. Ansonsten ist meine Schulzeit gerade einmal knapp 10 Jahre her. So viel hat sich bis zur Gegenwart nicht geändert.

Nur unsere Handys hatten damals noch Tasten und keinen Zugang zum Internet. Auch die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen SchülerInnen und LehrerInnen über Whatsapp, Lernsax und Co. gab es bei uns noch nicht.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Achte Klasse, Sportunterricht: In der ersten Hälfte der Stunde habe ich es geschafft, gleich zweimal beim Bockspringen unter dem Bock durchzurutschen. In der zweiten Hälfte habe ich in einer Übung einem Mitschüler (aus Versehen) zwei Zähne ausgetreten …

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Einen durchweggehend positiven. Die KollegInnen sind sehr nett und hilfsbereit. Und die vielen kreativen und engagierten SchülerInnen.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Das ich der Frage, ob LehrerIn ein Traumberuf ist, in 40 Jahren ebenfalls noch zustimmen werde.