Lang ersehnte Belantis-Fahrt konnte endlich stattfinden

Am Mittwochmorgen, dem 15. September, war es endlich wieder einmal soweit: Die Auszeichnungsfahrt für die engagiertesten Schüler des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau in Ostdeutschlands größten Freizeitpark Belantis ging in die siebente Runde.

Da es leider im letzten Jahr coronabedingt nicht möglich war, den Ausflug durchzuführen, waren die Listen der von den Klassen- und Fachlehrern vorgeschlagenen Schüler für ausgezeichnete schulische Leistungen sowie hohes soziales Engagement sehr lang. Ein ganzes Jahr lang ersehnten die Kinder und Jugendlichen des Schuljahres 2019/2020 das Event herbei. Da auch für das Schuljahr 2020/2021 viele Namensvorschläge eingereicht wurden, war guter Rat teuer. 61 Teilnehmer können aufgrund der Busgröße mitfahren. Es waren allerdings 93 Schüler der Klassen 6 bis 12, die es verdient hatten, jene Wertschätzung zu erfahren. Unsere Schulleitung und unser Förderverein ermöglichten es uns jedoch, dass alle an der Auszeichnungsfahrt teilnehmen und wir in 2 Bussen die Reise antreten konnten. Begleitet haben uns Frau Dargazanli, Frau Dr. Hönicke, Herr Sachs und Herr Dammerow.

Schon zu Beginn fühlten wir uns sehr wohl, und ein wenig Stolz erfüllte wohl jeden von uns, als unser Schulleiter Herr Nowack uns sehr für unsere Leistungen lobte, uns herzlich für unser Engagement dankte und allen einen wunderschönen erlebnisreichen Tag in Belantis wünschte.     

Im Freizeitpark angekommen, stürzten sich bereits die ersten Waghalsigen auf den Huracan, die wahrhaft durchschüttelnste Achterbahn. Diejenigen allerdings, die sich erst einmal langsam an den Adrenalinstoß gewöhnen wollten, entschieden sich für die Pyramide oder für eine andere der vielen Attraktionen.

Nach den ersten Erlebnissen, die für manche Schüler die Erkenntnis brachten, die Schiffsschaukel vielleicht doch nur einmal zu benutzen, ging es zu den unterschiedlichsten Imbissständen. Unser kostenfreies Eintrittsticket enthielt auch einen Verzehrgutschein, den wir natürlich genüsslich umsetzten. Um dem Essen in unserem Magen eine Chance zu geben, dehnten wir unsere kleine Mittagspause ein wenig aus, bevor wir dann den restlichen Park erkundeten.

Doch auch dieser wunderbare Tag musste enden: so kam es, dass man sich vor der Abfahrt noch ein letztes Mal auf den Huracan traute, bevor es mit einem zwar lauthals pochenden, aber glücklich zufriedenen Herzen zurück nach Torgau ging.

Wir möchten uns im Namen aller Schüler recht herzlich bei unserer Schulleitung, unseren Lehrern und insbesondere unserem Förderverein bedanken. Er war es wiederum, der uns diese Auszeichnungsfahrt finanzierte.

Hanna Baloun, Klasse 12: „Ausgewählt zu sein, bedeutet vor allem Anerkennung für die erbrachten Leistungen und gleichsam eine hohe Wertschätzung zu erfahren. Eine wunderschöne Würdigung der Schülerleistung und ein riesen Ansturm für viele, im nächsten Jahr dabei sein zu dürfen.“

Anne Hoffmann, Klasse 7: „Ich finde es toll, dass es an unserer Schule so etwas gibt. Danke.“

Joschka Wetzer: „Es war mein 1. Mal in Belantis und es war sehr cool.“     

Lina Jung, Klasse 12: „Alle Schüler, egal ob 6. oder 12. Klasse, verstanden sich untereinander super. Ich bin sehr glücklich, dabei gewesen zu sein.“

Abigail Leonard, Klasse 9: „Ich verbinde mit jener Auszeichnung eine hohe, bedeutsame Anerkennung und dieses erfüllt mich mit Stolz.“

Marlene Pechmann: „Mir hat es sehr gut gefallen, vor allem weil wir gesponsert eine Auszeit mit unseren Freunden genießen konnten.“

Margarine und Mücke Magda

Vor rund einer Woche fand in der Wintergrüne der alljährliche Poetry Slam statt. Dieses Jahr hatte er 5 Teilnehmer:innen, darunter 4 von unserer Schule. Im Vorfeld berichteten wir schon von dem vorbereitenden Workshop. Dessen Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Jede:r Teilnehmer:in trug 2 Texte vor und 4 Zuschauer:innen durften mithilfe von Kärtchen Punkte vergeben. Diese Punkte wurden zusammengezählt und am Ende der Preis in Form eines Blumenstraußes und eines Kinogutscheins, durch Beate Senftleben, der Initiatorin, vergeben.

Jüngste Teilnehmerin war Mathilda Pechmann. Sie beschwerte sich in ihrem ersten Vortag auf lustige Art und Weise über den Schulunterricht, wogegen sie im zweiten auf das Schreiben und die Kreativität an sich einging.

Ihre Schwester, Elisa Pechmann, ging etwas in die Tiefe mit einem nachdenklichen Gedicht und einer fiktiven Erzählung über eine schreckliche erste Fahrstunde.

Nils Haß beklagte sich über die unumgehbaren Cookiebanner auf Websiten und über das generell hohe Alter von Wählenden und Politiker:innen. Dabei bezog er seine Erfahrungen als Erstwähler und Mitgründer des Jugendforums, das schon viele Konfrontationen mit dem Stadtrat erlebt hat, mit ein.

Constantin Kämmer der nach eigener Aussage nicht freiwillig teilnahm, sondern auf Zwang von Frau Senftleben, versetzte sich in einem liedartigen Gedicht in die Mücke Magda, die zwar nicht besonders schlau ist, sich aber dafür sehr viele Gedanken über die Menschen und deren Handy macht, das ihnen scheinbar an der Hand gewachsen ist. Sein zweiter Text ging mehr in die Tiefe, darin philosophierte er über das Leben.

Den ersten Platz holte dieses Jahr Joelle Majatschek. In ihren Texten sprach sie darüber, warum man Margarine nur von oben abstreichen sollte, statt einfach reinzustechen, und was an der Biologie so spannend ist, dass sie das Fach in Zukunft studieren will.

Clara Liegau, 12. Klasse

Bücherwürmer im Sommerfeeling

10-jähriges Jubiläum feierte dieses Jahr der Lesesommer in unserer Stadtbibliothek. Auch diesen Sommer lasen ca. 40 Kinder und Jugendliche mindestens drei Bücher aus dem Arsenal der Bibliothek und konnten dadurch eine Auszeichnung verdienen. Dazu wurden 25 Gutscheine für die Schwimmhalle verlost und es gab für jede*n einen Gutschein für den Bücherwald.

Die beiden, die dieses Jahr die meisten Bücher lasen, waren Jette Hausburg mit 40 und Caspar-Ausgustin Otto mit 35 Büchern.

Bei der Feier im Hinterhof der Bibliothek war für Getränke und Pizza gesorgt. Um die Veranstaltung einzuleiten, sang das Ensemble `21 unserer Schule zwei Lieder für die Anwesenden.

Clara Liegau, 12. Klasse

Ferienexperiment

Ihr wisst noch nicht, was ihr in den Ferien tun wollt, habt Lust, Gleichaltrige kennen zu lernen, oder wollt einfach etwas unternehmen und dabei etwas dazulernen?

Unsere Schulsozialarbeiterin Frau Stehle veranstaltet verschiedene Aktivitäten an 2 Wochen in den Sommerferien: in der ersten (26.7.-30.7.) und fünften (23.8.-27.8.) Woche.

Die erste Woche, in der Schüler*innen aus unserer Schule zusammen Schüler*innen aus anderen Schulen Dinge unternehmen, wird wie folgt ablaufen:

26.7. ab 9:30 am Strandbad (Spiele: Volleyball, Slackline)

27.7. Basteln, Kunst, Steine bemalen (9:30-14:30 Uhr)

28.7. Besuch beim Imker oder Basteln im Kap

29.7. Klettern im Hochseilgarten und Kanu fahren – Kosten: 12,50€

30.7. Baden im Freibad Mehderitzsch

Treffpunkt in dieser Woche ist meist das Kap um 9:30, die Teilnahme ist kostenlos, außer anders erwähnt. Es ist nicht nötig, Essen mitzubringen, für Verpflegung wird gesorgt.

Die fünfte Woche wird zum Großteil im JWG selbst ablaufen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf schulnahen Dingen. Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus:

23.8. Experiment Foto (14-16 Uhr)

24.8. Experiment Chemie (12-14 Uhr)

25.8. Experiment Flughafen – Besuch des Flughafens in Leipzig mit Führung (9-14:30 Uhr)

26.8. Experiment Nähen (9-13 Uhr)

27.8. Experiment Backen – Wandern um den Großen Teich, dann Brot backen am Biberhof (9-13 Uhr)

Wie auch in der ersten Woche ist Verpflegung vorhanden, der Treffpunkt jeden Tag ist an der Schule. Die Ausnahmen bestehen dabei bei Mittwoch (Treffpunkt am Bahnhof) und Freitag. Es kostet nichts, außer anders erwähnt.

Wer sich für das Feriencamp interessiert, kann sich bei Frau Stehle melden, im Raum der Schulsozialarbeiterin oder unter 0152 53129543, und sich in der Teilnehmerliste eintragen. Es ist keine Anzahl an Teilnahmen verpflichtend, man kann sich für alles einschreiben, wofür man sich interessiert. Jedoch gibt es eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern, also seid schnell und tragt euch ein!

Jugendforum Torgau

Nach vielen Hindernissen und langer Bildungsphase hat sich das Jugendforum Torgau in diesem Frühling neu gegründet und seine ersten Projekte gestartet. Es umfasst bisher 8 aktive Mitglieder, darunter einige auch von unserer Schule.

Das Jugendforum wurde gegründet, um politische Arbeit von und für Jugendliche in Torgau durchzuführen. Sie wollen damit vor allem der Jugend eine Bühne geben, ihnen mehr Möglichkeiten zum Mitwirken geben und in die Politik mit einbringen. Wichtige Themen, die das umfassen, sind auch die Politverdrossenheit und die Abwanderung nach dem Abschluss der Schule in Großstädte.

In ihm selbst können sich Jugendliche im Alter von 10 bis 25 Jahren und diejenigen, die sich für Torgau interessieren, einbringen. Unterstützt werden sie unter anderem von der Leiterin des Jugendteams, Christina Gaulitz, und dem Jugendforum Nordsachsen.

Obwohl das Jugendforum getrennt von der Stadt agiert, versicherten einige Stadträt:innen, darunter unter anderem auch unser Schulleiter Herr Nowack und die Bürgermeisterin Frau Barth, den Jugendlichen Unterstützung bei ihren Projekten. Zu diesen gibt es schon einige Ideen: einen erneuten Markt der Parteien, Müllsammelaktionen, Workshops, Vorträge und Spendenaktionen.

Das bisher laufende Projekt besteht aus einer Reihe von Polit-Interviews mit Stadträten und Vertretern verschiedener Parteien in Torgau. Auf ihrem YouTube Kanal „Jugendforum Torgau“ findet man bisher das 30-minütige Interview mit einem Vertreter der Linken, Michael Bagusat-Sehrt. In Planung sind weitere mit der Bürgermeisterin Romina Barth, Herrn Nowack, der für die FDP im Stadtrat sitzt, Edwin Bendrin und Mändy Jäckel.

Diese Interviews sollen den Stadtrat näherbringen und unbekanntere Politiker:innen oder Parteien vorstellen. Sie umfassen vor allem deren politische Arbeit und ihr Privatleben, mit Fokus auf einem bestimmen Hobby oder einer besonderen Verpflichtung. So trafen die Jugendlichen sich mit Herrn Nowack auf einem Fußballplatz. Gleichzeitig finden die Gespräche an markanten Orten Torgaus statt. Bei genug Interesse ist es auch geplant, Live-Streams für Nachfragen mit den bereits interviewten Politiker:innen zu machen.

Obwohl Corona bedingt bisher keine Wahlen stattfinden konnten, suchen die Mitglieder jederzeit neue Jugendliche für ihre Reihen. Sobald es wieder möglich ist und es sich genug gefunden haben, werden die Wahlen an allen weiterführenden Schulen im Kreis Torgau durchgeführt.

Wenn Du Interesse bekommen hast, dich auch zu bewerben, schau doch auf der Instagram-Seite @jufo_torgau vorbei oder sprich den Schulsprecher Nils Haß darauf an.

Clara Liegau, 11. Klasse

Interview Sozialarbeiterin Doreen Stehle

Warum sind Sie Schulsozialarbeiterin geworden?

Bis zu welcher Klassenstufe ließ sich Schule immer noch gut als Lern- und Spielplatz vereinbaren? 3. Klasse? Jedenfalls nicht alle 12 Jahre!  Ich habe oft gedacht, dass ich es nicht schaffe und das ich nicht gut genug bin. Irgendwie hatte ich aber auch immer den Gedanken, dass es so schlecht ja gar nicht lief…..aber ich habe nie verstanden, wie jemand einen Durchschnitt von 1,1 haben konnte-> How? Aber doch wollte ich immer besser sein, als ich es war…..naja Ihr kennt das, dann ist der stressige Schulalltag da und keine Zeit um weiter zu grübeln. Später, nach dem Abitur habe ich gemerkt, dass es nicht eine `Klugheit` und einen Weg gibt, der zum Erfolg führt.

Ich habe durch ein Jahr in Israel gesehen, dass ich Gaben und Fähigkeiten habe, die sich erst richtig außerhalb des Systems Schule entwickeln konnten. Und ich habe vor allem nach der Schule gelernt:

JEDER MENSCH IST KLUG

Gelassenheit ist die Kunst, in der gegenwärtigen Situation schon den Abstand zu gewinnen, den sonst erst die Zeit schafft. Hans-Joachim Eckstein

Darum bin ich Schulsozialarbeiterin geworden. Lebensweisheit entwickelt sich erst mit und im Leben! Liegt schon im Wort! Dieses positive Bewusstsein für sich selbst will ich gern vermitteln, drauf bringen und Mut machen zum eignen Charakter, Wesen.

→ Außerdem ist mit dem Beruf Sozialarbeiter vieles möglich: ich habe als Diakonischer Begleiter in einer Gefährdetenhilfe, als Schuldnerberater, als Eingliederungshelfer, in der flexiblen Erziehungshilfe, im Jugendstrafvollzug, in der Berufsorientierung und als Tagesmutter (sowas wie eine  kleine Kindergartengruppe bei mir zu Hause betreut) gearbeitet.

Was wird Ihre Arbeit hier umfassen?

Jetzt, nach fast 3 Monaten, kann ich diese Frage schon viel besser beantworten, als am Anfang meiner Zeit am JWG. Grundsätzlich hilft ein Sozialarbeiter bei allen Sachen, die irgendwie klemmen. Zwischenmenschlich (also Stress mit Lehrern, unter Schülern, zu Hause), bei Lernproblemen (Lernräume im KaP- super Möglichkeit zurzeit), bei Fragen zum Beruf und zu Möglichkeiten nach der Schule.

Warum ist Ihr Beruf wichtig?

Weil genau die Dinge, die ich bei der Frage 2 geschrieben habe, irgendwie von alleine- quasi von selbst, nebenbei- gut bis sehr gut laufen sollen. Tun sie aber nicht. Bei den Wenigsten! Es gibt immer Ausnahmen. Ich mache Mut an den richtigen Stellen, um Hilfe zu fragen. Lösungen zu finden, Strukturen aufzubauen, Ideen zu sammeln. Selbst Hilfe zu geben, wo es geht- auch im Kleinen. Davon leben wir: von der Freundlichkeit im Alltag, die mir ein anderer zukommen lässt; das Lächeln; die Info, die mir weiterhilft; der Lehrer der sich irgendeine Mühe besonders macht, weil er MIR weiterhelfen möchte; der Mitschüler, der wahrnimmt das mir was schwer fällt oder besonders gut gelungen ist……usw…..usw.

Natürlich leben wir von den Erfolgen, der guten Note, aber eben auch wesentlich von diesem zwischenmenschlichen Positiven

Was haben Sie für Erfahrungen bisher gemacht? Fällt es Schülern leicht, sich zu öffnen?

Ich habe am JWG bisher gute Erfahrungen gemacht. Ich freue mich sehr, dass die Lernräume ins Laufen kommen und ich freue mich sehr über jeden Schüler/Lehrer/Hausmeister/Elternteil, der mitdenkt und sich irgendwie engagiert.

Und: Schüler öffnen sich, wenn sie Engagement spüren, wahres Interesse und nicht nur einen Menschen, der seinen Job abreißt…das hoffe ich, dass ich das vermittle. Mir ist sehr wichtig, dass sich jeder, mit dem ich zu tun habe, merkt, dass ich ihn ernst nehme und mich bemühe, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Wie man so sagt: Hilfe zur Selbsthilfe.

Sie hatten ja erwähnt, dass sie selbst einmal Schülerin am JWG waren. Warum sind Sie zurückgekommen?

Ehrlich gesagt war ich nach dem ABI superfroh, dass die Schule fertig ist. Nie mehr Vokabeltests, Klassenarbeiten, der Druck vor Aufgaben, die ich nicht so gut kann- und den Lehrer, mit dem ich nicht klarkam, brauchte ich auch nicht mehr sehen. Ich konnte endlich das im Leben angehen, was ich mir selbst aussuchen würde. Und genau das, was ich aufgezählt habe sind die Gründe, warum ich zurückgekommen bin- in anderer Rollenbesetzung. Das hängt eng mit der ersten Frage zusammen.

Was ist Ihr Eindruck von der Schule, den Schülern und den Lehrern? Was hat sich hier verändert, seit Sie Schülerin waren?

Es hat sich eine Menge verändert, seit ich 1994 Abi gemacht habe! Wir hatten mehr Papier :-), weniger PC und Internet (gar nicht sozusagen). Ich weiß noch, wie ich kurz bevor ich aus meinem Auslandsjahr wiederkam eine Freundin, die schon im Studium war mir sagte, dass wir ja dann per Email schreiben könnten. Das würde ganz schnell gehen und man könne gleich dem anderen antworten und habe super schnell die Antwort habe….ich wusste nicht, was eine E-Mail ist…..

Es gab nur das alte Schulgebäude. Im Mai haben wir Abi gemacht und im Juni wurde mit dem Anbau begonnen…..

Gab es damals an unserer Schule auch schon Ansprechpartner, wie Sie es jetzt sind?

Nein.

Was war ihr früherer Berufswunsch?

Ich wollte immer irgendwas mit Menschen machen. Oft habe ich nach meiner Erzieherausbildung gedacht, das ich besser ein Handwerk gelernt hätte- irgendwas mit Holz oder in die Richtung Fotographie…damit kann man im sozialen Bereich immer was anfangen.

Was war Ihr beruflicher Werdegang und an welchen Schulen waren Sie vorher?

Nach dem Abi war ich ein Jahr in Israel (Auslandsaufenthalt empfehle ich jedem!), dann habe ich Erzieherin gelernt, danach Sozialpädagogik/Sozialarbeit auf Diplom studiert und während dessen und natürlich danach im Sozialen gearbeitet. Mit Kindern im Kindergarten, mit Behinderten, mit Straffälligen und Gefangenen. Mit Menschen, die wieder in den Beruf reinfinden mussten, mit Kindern im Alter von 8-13 Jahren, mit Teenies, mit Mamies und ihren Kleinkindern. Mit Schülern in der Grundschule……..aber mit Schülern am Gymnasium, dass ist so in der Form neu für mich :-).

Wir haben auch jüngere Schüler gefragt, ob sie Fragen an Sie haben:

 Mögen Sie es, mit Kindern zu arbeiten?
Ja, sehr. Ich find‘s cool, wie lebendig, spontan, oft unbekümmert, ideenreich und klug Kinder und Jugendliche sind! Jeder ist klug – das geht im System manchmal unter. Die Welt steht offen! Viel Kraft und Erforscherdrang, Lust auf das Leben und Kreativität! Unbequeme Fragen, Handlungen hinterfragen und nicht einfach akzeptieren- glauben, Erkenntnisse sammeln, Neues entwickeln und die Älteren, die bereit dazu sind, jung halten. Kinder, die den Respekt vor Älteren nicht verloren haben und kombiniert mit neu Erlerntem in die Welt raus gehen, können viel bewirken. Das finde ich cool!

Und macht es Sie manchmal selbst emotional, über diese Probleme zu reden?
Ja, es macht mich emotional. Am liebsten würde ich dann sofort die perfekte Lösung parat haben und das alle Beteiligten miteinander klarkommen. Aber was ich gelernt habe und immer noch lerne, dass Diamanten unter hohem Druck entstehen. Wenn es (große) Probleme im Leben gibt (noch nicht einmal immer selbstverschuldet), kann ich entweder dran kaputt gehen oder gefestigter- wie eben ein Diamant- daraus hervorgehen. In unserer Familie ist auch einiges gar nicht leicht- aber es geht weiter- wie, das liegt auch an mir!

„Kommt her zu mir alle, die Ihr Euch abmüht und unter Eurer Last leidet! Ich werde Euch Ruhe geben.“  (aus der Bibel-> Matthäus 11, 28)
Das hilft mir sehr!

Was haben Sie für Hobbys?
Meinen Mann und Simson, Liora und Kirill (meine 3 Kids), Lesen, kochen, Fahrrad fahren, Gemüsegarten, Hühner, Katzen, draußen sein und mit meinen Kids arbeiten und spielen, basteln, nähen, Neues ausprobieren, interessante Menschen kennen lernen, neuere Geschichte, Politik, fremde Länder, Israel, fremde Sprachen, Missionarsgeschichten

Was ist ihr Lieblingstier?
Katze

Haben Sie Haustiere?

Ja, Meerschweinchen, Kaninchen, bald Hühner, bald 2 Kätzchen

Unser Kater ist leider vor 3 Wochen gestorben 🙁 und wir warten sehr auf die 2 neuen Kätzchen

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Spinatpizza mit Gorgonzola, Mante (russische Teigtaschen gefüllt mich Hackfleisch und Zwiebeln, mein Mann ist Russlanddeutscher und kommt ursprünglich aus Kasachstan 🙂 )

 Ihre Lieblingsfarbe?

Grün/ Türkis

Danke für das Interview. Wir freuen uns sehr auf Ihre Arbeit in der Schule und hoffen auf Erfolge. 🙂

Generation like

Wenn Schüler ihre Handys im Unterricht benutzen dürfen, ist die Begeisterung generell groß, und nun sollten sie sogar einen ganzen Unterrichtsblock damit arbeiten und über ihr Lieblingsthema reden. Grit Mannagottera – Beraterin bei der AOK – war in die Schule gekommen, um mit den Schülern der Klasse 6e über deren Nutzung ihres Smartphones, aber auch die damit verbundenen Gefahren zu reden.

Nach einem Erfahrungsaustausch über häufig genutzte Apps, die Dauer der täglichen Nutzung sowie eine Einschätzung der eigenen Suchtgefahr sprach Frau Mannagottera über die Datenschutzgrundverordnung, über Altersbeschränkungen und Tricks der Anbieter, aber auch Gefahren, die mit der Nutzung vermeintlich harmloser bzw. sicherer Anwendungen verbunden sind. Interessiert verfolgten die Schüler ihre Tipps im Umgang mit sozialen Netzwerken, sprachen dabei immer wieder über eigene Erfahrungen beim Online-Sein oder das Verschicken von Bildern und Verhaltensregeln im Klassenchat. Frau Mannagottera warnte eindringlich vor der allzu sorglosen Preisgabe persönlicher Daten, aber auch einem stundenlangen unkritischen Gebrauch der digitalen Medien.

Ausgestattet mit verschiedenen Materialien und Sicherheitshinweisen gaben die Schüler ein durchweg positives Fazit:

Finja S.:                ich fand es ganz gut, weil wir mal über das Thema Whatsapp geredet haben und jetzt auch vorsichtiger damit umgehen.

Emilia:                  Ich finde es sehr gut, dass so etwas durchgeführt wird, weil damit die Kinder auch erstmal verstehen, was sie falsch oder richtig machen und wie sie damit umgehen sollen.

Theresa:              Es hat viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt über Gefahren im Internet. Ich pass jetzt mehr auf, was ich wo schreibe.

Karl:                      Die Veranstaltung war sehr gut, weil wir über Apps geredet haben.

Emely:                  Mir hat es sehr gut gefallen, weil ich viel mehr gelernt habe und ich gar nicht wusste, dass manche Apps so gefährlich sein können. Es war auch sehr interessant zu hören, was manche so auf ihrem Handy benutzen. Es war ein toller Block.

Jody:                     Die Informationen waren mir sehr wichtig, da ich jetzt auch meinen Eltern helfen kann, sich besser zu schützen. Und ich habe mir auch schon das Buch durchgelesen, es stehen viele und gute Infos drin.

Sophie:                Es war sehr interessant, mal zu hören, wie viel Zeit wir in unserem Leben mit sozialen Netzwerken verschwenden. Allerdings werde ich nicht bestimmte Apps löschen, weil die 2020 zu unserem Leben dazugehören.

Jannis:                  Es war echt cool, weil wir jetzt auch mehr geschützt sind.

Klasse 6e

Ich schenk dir eine Geschichte

Einen ersten Höhepunkt im neuen Schuljahr, ein „Abenteuer in der Megaworld“, erlebten die Schüler der Klasse 6c im Rahmen des Deutschunterrichts. Der Weltkindertag am 20. September war der Anlass, den seit vielen Jahren von der Stiftung Lesen durchgeführten Welttag des Buches vom April nachzuholen, der wegen der Corona-Pandemie verschoben worden war. Auch stürmten die Lesehungrigen in diesem Jahr nicht den Torgauer Bücherwald, sondern führten die Aktion in ihrem Klassenzimmer durch. Die Mitarbeiterinnen der Buchhandlung hatten alles gut vorbereitet und das Material zur Verfügung gestellt, sodass alle Schüler ihren Büchergutschein einlösen und kurz darauf ihr Abenteuerbuch in den Händen halten konnten. Einige Schüler begannen sofort mit dem Lesen der spannenden Geschichte und hatten sichtlich Spaß an der gemeinsamen Lektüre auf dem Schulhof.

Kaum zu bremsen waren sie, als es darum ging, bei einem Quiz verschiedene Aufgaben zu lösen und ein Lösungswort zu ermitteln, welches natürlich einen thematischen Bezug zum Kinderbuch von Sven Gerhardt, „Abenteuer in der Megaworld“, hatte. Unter den eingereichten Teilnehmerformularen findet zeitnah eine Verlosung statt – durchgeführt durch die Buchhandlung Bücherwald.

Schüler und Lehrer bedanken sich bei allen Unterstützern dieser tollen Aktion.

Klasse 6c