Studienorientierungswoche der 11. Klassen

„Was möchtest du eigentlich nach dem Abitur machen?“ Diese Frage hat jeder Schüler der Oberstufe schon mindestens einmal gehört, doch nur die wenigsten konnten darauf bisher wirklich eine aussagekräftige Antwort geben. Damit diese nun zumindest eine Richtung kennen, in welche sie später einmal gehen, fand in der Woche vom 14. bis zum 18. März 2022 eine Studien- und Berufsorientierungswoche für alle Schüler der 11. Klasse statt.

Gestartet wurde mit studienfeldbezogenen Tests. Dafür hat sich jeder Schüler bereits im Voraus für einen Test, welchen er gern durchführen würde, entschieden. Nachfolgend wurde dieser dann kurz von Psychologen in einem privaten Gespräch ausgewertet. Nachdem manche jetzt eventuell eine Tendenz zu ihrem späteren Werdegang hatten, gab es anschließend noch Gespräche mit ehemaligen Schülern unserer Schule, die inzwischen studieren oder eine Ausbildung machen. Sie teilten ihre Erfahrungen, gaben Tipps und beantworteten jede Frage, egal ob diese konkret zum Studiengang oder allgemein zu Problemen wie Wohnungssuche und Studienfinanzierung war. Dadurch wurden die zukünftigen Abiturienten auch auf die Schattenseiten hingewiesen, die sonst meistens verschwiegen werden. 

Die nächsten beiden Tage verbrachten die Schüler in Gruppen, in denen sie sich auf ein mögliches Assessment-Center vorbereiteten. Da immer mehr Arbeitgeber ihre Bewerber eben dieses durchlaufen lassen, wurden die Elftklässler auf das vorbereitet, was sie eventuell so erwartet. Dazu zählen unter anderem eine Selbstpräsentation, eine Teambuildingaufgabe, eine Gruppendiskussion und eine Selbsteinschätzung. Obwohl es natürlich nicht möglich ist, die Situation eines richtigen Assessment-Centers mit der dann vorhandenen Nervosität nachzustellen, war es vielleicht gerade die lockere Atmosphäre unter Klassenkameraden und Freunden, die einem die Aufregung vor einer zukünftigen Personalauswahl nimmt.

Auch den darauffolgenden Tag verbrachten die Schüler in Gruppen, welche diesmal jedoch interessenabhängig gebildet wurden. Es waren insgesamt fünf verschiedene Fächer vertreten, die alle ein eigenes Programm boten. Drei dieser Gruppen fuhren deshalb nach Leipzig. Dazu zählten unter anderem die Biologie-Interessenten. Diese besuchten das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig. Sie wurden über die laufenden Forschungen und Folgen für den Menschen informiert. Danach hatten sie noch die Gelegenheit, ihre eventuell aufgekommen Fragen zu stellen. Neben den Schülern, die sich für Biologie begeistern, verschlug es auch die Chemiker nach Leipzig. Sie verbrachten ihren Tag im Schülerlabor der Fakultät für Chemie und Mineralogie. Dort wurden sie Zeugen eines „tödlichen Dinners“. Anhand von Experimenten versuchten sie Spuren zum Täter zu finden und diesen dann schlussendlich zu entlarven. Alle Schüler, die sich für Physik entschieden hatten, starteten den Tag mit einem Escape-Room zur Studienorientierung, wobei sie zum Teil auf ihnen bis dahin noch unbekannte Studiengänge trafen. Da aber auch etwas Physikalisches nicht fehlen durfte, bekamen sie daraufhin noch einen Einblick in die Fakultät Ingenieurwissenschaften. Nach einem Rundgang durch das Labor Umwelttechnik wurden ihnen die Grundzüge verschiedener physikalischer Studiengänge nähergebracht. Den Abschluss machte ein Vortrag über eine laufende Forschung zu Fahrradrahmen. Neben den Naturwissenschaften wurden auch noch Kunst und Medien angeboten. In Kunst probierten die Teilnehmer eine fotografische Technik der Langzeitbelichtung – das Light-Painting- aus. Dafür kreierten sie in abgedunkelten Räumen mithilfe von Lichtquellen eigene Kunstwerke, während ihre Mitschüler in Medien das Theaterstück „System fatal“ probten. Davor besprachen sie allerdings noch die Szenen und verteilten einige Rollen.

Da alle Schüler in den vergangenen Tagen so gut mitgearbeitet hatten, fand am Freitag ein Tutorentag als krönender Abschluss statt. An diesem hatte jeder Kurs die Möglichkeit, etwas nach seinem Belieben zu unternehmen.
– Nora Paul

 In dieser Woche standen die Schüler im Mittelpunkt und deshalb sind hier noch ein paar von ihren Meinungen aufgeführt:

„Ich fand es schade, dass es nur eine kleine Auswahl der studienorientierenden Tests gab, da die Bereiche, die mich interessiert hätten, leider nicht zur Auswahl standen. Dennoch war die Woche insgesamt eine Bereicherung. Mein persönliches Highlight war der Tutorentag, da dort die Klassengemeinschaft noch einmal gestärkt wurde.“
– Annina

„Für mich war die Woche eine willkommene Abwechslung, da wir einen guten Einblick in die Berufswelt bekommen haben. Am besten gefallen hat mir der fachspezifische Ausflug am Donnerstag.“
– Christiane

„Am hilfreichsten fand ich die Gespräche mit den ehemaligen Schülern, die nun einer Ausbildung oder einem Studium nachgehen. Es war hilfreich, deren Meinungen und Erfahrungen zu hören, da diese ehrlich und nicht geschönt waren.“
– Josephine

Experimentiertag der 8. Klassen

Am Dienstag, dem 15.März 2022, fand für die 8. Klassen ein fächerverbindender Projekttag statt, der von den Fachlehrern für Biologie begleitet wurde. In den Biologiefachräumen wurden in den ersten beiden Unterrichtsblöcken Experimente zur Fotosynthese von Pflanzen durchgeführt.

Der Tag begann für die Schüler mit einem einführenden Film, der zur korrekten Ausführung von Experimenten verhelfen sollte. Danach wurden alle in zufällige Gruppen eingeteilt, um gemeinsam Experimente zur Fotosynthese der Wasserpest auszuführen. Anschließend stellten die Gruppen ihre Ergebnisse der Klasse vor und verglichen diese miteinander, wobei man ähnliche Ergebnisse feststellen konnte. Um spielerisch das Gelernte zu festigen, wurden Aufgaben, unter anderem mit Plickers, bearbeitet, gelöst und verglichen. Am Ende notierten die Achtklässler ein Fließschema zur richtigen Ausführung beim Experimentieren und Protokollieren, was sie bis zum Abitur wissen müssen und gebrauchen werden.

Am JWG findet jährlich eine fächerverbindende Unterrichtswoche zu verschiedenen Themen statt, wobei die 8. Klassen nach Dresden gefahren wären, um naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen. Diese Fahrt konnte aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht stattfinden. Damit man die Freude am Experimentieren erweckt, wurde dieser Projekttag als Ersatz geplant und verwirklicht.

Leni, Klara, Villö, Klasse 8b

Sprachentag

Das Johann-Walter-Gymnasium führte am Montag, dem 14.3.2022, einen Sprachentag für alle Schüler der 7. Klassen durch. Organisiert wurde dieser von den Fremdsprachenlehrern des Gymnasiums.

Um 8 Uhr startete der Tag mit einem Corona-Test. Danach gingen alle Schüler in die Aula zur Eröffnung, wo anschließend ein Sprachenbingo stattfand. Dabei wurden 3 Gewinner gekürt. Gegen 8.45 Uhr gingen die eingeteilten Gruppen zu ihren jeweiligen Ateliers. Dazu gehörten zum Beispiel: „Flirten und dissen wie in der Antike“, „Spanische Musik und Tanz“, „Russische Spiele“ „Italienischer Schnupperkurs“ und „Französischer Schnupperkurs“. Im 2. Teil des letzten Ateliers bereiteten die Gruppen ländertypische Speisen für das Buffet vor.

Nach der Pause versammelten sich alle beteiligten Schüler und Lehrer in der Aula, in der später das Buffet verzehrt wurde. Die 3 Gewinner des Sprachenbingos durften dieses eröffnen.

Zum Abschluss gingen alle Schüler zurück in ihre Unterrichtsräume, wo sie ein Feedback zum gesamten Tag schrieben. Damit endete dieser aufregende Tag um 13 Uhr.

Mina und Johanna, Klasse 7c

Escaperoom

Am 17.03.22 veranstalteten die Klassenlehrer der fünften Klassen einen Escaperoom. Zusammen als Team mussten wir einige schwierige Aufgaben lösen, wie zum Beispiel Sternbilder erkennen und zählen. Danach wurden in einem Suchsel Wörter gesucht. Als dann alle Wörter gefunden waren, ging es weiter nach draußen auf den Sportplatz. In unserer Sprunggrube wartete schon die nächste Rätselaufgabe. Unsere Klassenlehrer hatten die acht Planeten unseres Sonnensystems dort versteckt. Nach anfänglicher Verwunderung kamen wir dann endlich auf die Idee, die Planeten im Sand zu suchen. Der fehlende Planet war unsere gesuchte Zahl. Also weiter!

Das nächste Rätsel war unter dem großen Baum auf dem Schulhof versteckt. Dort durften wir einmal Detektiv spielen und die passenden Fingerabdrücke finden. Das war noch ganz leicht. Jetzt wurde es schwerer. Unser nächstes Ziel waren die abgedunkelten Chemieräume. Mit Taschenlampen als Lichtquellen mussten wir als Team ein Sudoku lösen. Das war ganz schön kompliziert, aber lösbar. Zurück zum Treffpunkt.

Dort versuchten wir dann, den passenden Code in Zahlenschlösser einzugeben. Leider sind einige von uns gescheitert und blieben im Escaperoom gefangen…

Es war ein gelungener Tag.

Danke an unsere Klassenlehrer.

Clara Schröder, 5a

Englisch-Olympiade

KlassensiegerInnen

Klasse 9a:
1. Karys Klopf [78 Pkt.]
2. Hermann Gärtner [72 Pkt.]
3. Sophie Zwingmann [71 Pkt.]

Klasse 9b:
1. Paul Arndt [66 Pkt.]
2. Clemens Oschkinat [65 Pkt.]
2. Henriette Richter [ 65 Pkt.]
3. Annika Ehser [62 Pkt.]
3. Lina Conradi [62 Pkt.]

Klasse 9c:
1. Nele Mittelstädt [80 Pkt.]
2. Quynh Vu Thi [74 Pkt.]
3. Lara Weiße [70 Pkt.]

SchulsiegerInnen

Jahrgangsstufe 9:
1. Nele Mittelstädt [80 Pkt.]
2. Karys Klopf [78 Pkt.]
3. Quynh Vu Thi [74 Pkt.]

Mausefallenwettbewerb

Physik ist bei vielen Schülern nicht gerade das beliebteste Fach in der Schule. Oft wird das Fach als trocken und langweilig angesehen, und mit schweren Formeln kann nicht jeder umgehen. Dass die Naturwissenschaft allerdings auch richtig Spaß machen kann, haben die 6. Klassen unserer Schule am Dienstag, dem 8.03., bewiesen.

In einem spannenden Wettbewerb traten sie mit ihren kreativ gebauten Mausefallenautos gegeneinander an. Dabei wurden ihre Weiten von vier engagierten Physiklehrern gemessen, die die Ergebnisse schlussendlich auswerteten. Jeder Schüler hatte zwei Versuche, um das Beste aus seiner Konstruktion herauszuholen. So ist unsere Turnhalle zu einer mehrspurigen Fahrbahn geworden, auf der es geschäftig zuging.
Die Schüler wurden für ihren Aufwand und ihre Mühen mit der Note 1 im Fach belohnt – egal, wie weit das Auto gerollt ist. Da hätten wir uns doch auch glatt ans Werkeln gesetzt.
Natürlich wurden die Sieger noch einmal extra ausgezeichnet.
Wir beglückwünschen:
         Platz 1: Arne Friedrich
         Platz 2: Selina Kresse
         Platz 3: Nika-Viktoria Dademasch und Mara Lehmann

Interessant für uns war auch zu erfahren, ob die Lehrer durch ein geübtes Auge schon vor der Fahrt einschätzen können, welches Mausefallenauto das Schnellste sein wird. Diese Frage konnte uns Herr Kulas beantworten. Es gebe eine bestimmte Bauweise, die dafür prädestiniert sei, gute Weiten zu erzielen. Welches Auto von diesen gewinne, bleibe jedoch auch für ihn eine Überraschung. Im Gegensatz erkenne man allerdings auch die Autos, die es nicht so weit schaffen würden.

Für uns war es außerdem wichtig, zu erfahren, wie Schüler dieses Projekt im Nachhinein bewerten würden. Eine Teilnehmerin sagte zu uns: „Ich fand den Mausefallenwettbewerb richtig interessant, denn ich hätte nicht gedacht, dass ein Auto, das durch eine Mausefalle angetrieben wird, bis zu 26 Metern fahren kann.“

Lea Ziegenhorn 11eth 1, Elli Krieg 11che 1

Klima- und Energiepodium in Eilenburg

Interessierte Schüler:innen der 11. und 12. Klasse des JWG besuchten am 2. November letzten Jahres den Glascampus in Eilenburg, um an einem Klima- und Energiepodium teilzunehmen.

Zuerst wurden sie über generelle Aspekte des Klimawandels unterrichtet, über seine Ursachen und Auswirkungen, wie beispielsweise Tipping Points. Ein besonderer Fokus wurde bei der Veranstaltung auf die Industrie gelegt, welche große Mengen an Emissionen verursacht und so zur Erderwärmung beiträgt. Da das Podium im Glascampus selbst stattfand und somit eine besondere Verbindung zum Glaswerk Saint-Gobain in Torgau hat, waren daher Expert:innen in diesem Bereich zur Diskussion eingeladen worden: Prof. Sindy Fuhrmann (Juniorprofessur für Energie- und Rohstoffeffiziente Glastechnologie, Technische Universität Bergakademie Freiberg), Dr. Christian Friebe (Spezialist für Klima- und Energiepolitik bei der Thüga AG, einem Netzwerk von über 100 kommunalen Energieversorgern in Deutschland), Fabrice Abbott (Werkleiter der Flachglas Torgau GmbH), Sebastian Schmidt (Geschäftsführer der INTERPANE Glasgesellschaft mbH in Belgern-Schildau) und Wolfgang Räbiger (Glas-Senior und Geschäftsführer a.D.).

Neu war für viele Teilnehmer:innen dabei das Wissen, dass die Glasindustrie sehr viel Energie verbraucht und in den nächsten Jahren angestrebt wird, den Energieverbrauch um Massen zu reduzieren. Dazu werden verschiedene Konzepte entwickelt, wie andere Techniken zum Schmelzen des Glases und eine bessere Nutzung der Abwärme beim Kühlen.

Jedoch schlussfolgerten die Expert:innen auch, dass Glas der Werkstoff der Zukunft im Bezug auf den Klimawandel ist: Es ist sehr gut recyclebar und funktioniert als Dämmstoff.

Clara Liegau, Nils Haß

Gedenkstunde zum Holocaust

77 Jahre ist es her, dass in Deutschland das wohl schlimmste Verbrechen unserer Geschichte aufhörte: der Holocaust. Er bezeichnet den 1941 beginnenden nationalsozialistischen Völkermord von rund 6 Millionen Juden, welcher erst am 8. Mai 1945 mit der vollständigen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete.

Schätzungsweise fielen dem Nationalsozialismus insgesamt 17 Millionen Menschen zum Opfer und auch diesen widmete unser Gymnasium am 1. Februar 2022 eine Gedenkstunde. Diese war an den internationalen Holocaust-Gedenktag, welcher jährlich am 27. Januar stattfindet, um an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Soldaten zu erinnern, angelehnt.

Nach einem musikalischen Einstieg übernahm unser Schulleiter Peter Nowack das Wort. Er gemahnte alle Teilnehmer – unsere Elft- und Zwölftklässler – an die damaligen Geschehnisse. Die Torgauer Oberbürgermeisterin Romina Barth knüpfte anschließend an seine Rede an und appellierte, eine Wiederholung dieser Ereignisse auf jeden Fall zu verhindern. Die Schüler Emily Wittig und Elias Obst erklärten, dass der Holocaust selbst für unsere Generation noch eine große Bedeutung habe und dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte deshalb nicht in Vergessenheit geraten dürfe. Elisabeth Kohlhaas – Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums Torgau – rekurrierte an das Gesagte ihrer Vorredner und machte noch einmal auf die Aktualität des Themas aufmerksam. Zudem berichtete sie von einem Gespräch mit einem Torgauer Überlebenden, dem die Flucht gelungen war.

Um den Beginn der Judenverfolgung im Nationalsozialismus zu veranschaulichen, trugen Linus Jäger und Emil Schiemann einen fiktiven Briefwechsel zwischen einem deutschen Befürworter des Nazi-Regimes und einem Juden, die einst Freunde waren, vor.

Den Abschluss machten die drei Cellisten Charlotte Pagels, Albert König sowie Joschka Wetzer, welche ein Stück von Ina Bär erklingen ließen. Und auch wenn die Gedenkstunde damit endete, begleiteten die Worte der Redner alle Teilnehmer vermutlich noch den restlichen Tag.

Nora Paul

Auf in die Sterne!

Am 11. Januar fuhr die 10c nach Eilenburg in die Sternwarte, um sich den Sternenhimmel erklären zu lassen. Von 12 bis 14 Uhr lernten die Schüler*innen nicht nur etwas über die verschiedenen Varianten der Sternenbilder, sondern auch etwas über die Planeten und generell unser Sonnensystem.

Nick Berndt

Bildquelle: https://www.sternwarte-nordsachsen.de/