Lang ersehnte Belantis-Fahrt konnte endlich stattfinden

Am Mittwochmorgen, dem 15. September, war es endlich wieder einmal soweit: Die Auszeichnungsfahrt für die engagiertesten Schüler des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau in Ostdeutschlands größten Freizeitpark Belantis ging in die siebente Runde.

Da es leider im letzten Jahr coronabedingt nicht möglich war, den Ausflug durchzuführen, waren die Listen der von den Klassen- und Fachlehrern vorgeschlagenen Schüler für ausgezeichnete schulische Leistungen sowie hohes soziales Engagement sehr lang. Ein ganzes Jahr lang ersehnten die Kinder und Jugendlichen des Schuljahres 2019/2020 das Event herbei. Da auch für das Schuljahr 2020/2021 viele Namensvorschläge eingereicht wurden, war guter Rat teuer. 61 Teilnehmer können aufgrund der Busgröße mitfahren. Es waren allerdings 93 Schüler der Klassen 6 bis 12, die es verdient hatten, jene Wertschätzung zu erfahren. Unsere Schulleitung und unser Förderverein ermöglichten es uns jedoch, dass alle an der Auszeichnungsfahrt teilnehmen und wir in 2 Bussen die Reise antreten konnten. Begleitet haben uns Frau Dargazanli, Frau Dr. Hönicke, Herr Sachs und Herr Dammerow.

Schon zu Beginn fühlten wir uns sehr wohl, und ein wenig Stolz erfüllte wohl jeden von uns, als unser Schulleiter Herr Nowack uns sehr für unsere Leistungen lobte, uns herzlich für unser Engagement dankte und allen einen wunderschönen erlebnisreichen Tag in Belantis wünschte.     

Im Freizeitpark angekommen, stürzten sich bereits die ersten Waghalsigen auf den Huracan, die wahrhaft durchschüttelnste Achterbahn. Diejenigen allerdings, die sich erst einmal langsam an den Adrenalinstoß gewöhnen wollten, entschieden sich für die Pyramide oder für eine andere der vielen Attraktionen.

Nach den ersten Erlebnissen, die für manche Schüler die Erkenntnis brachten, die Schiffsschaukel vielleicht doch nur einmal zu benutzen, ging es zu den unterschiedlichsten Imbissständen. Unser kostenfreies Eintrittsticket enthielt auch einen Verzehrgutschein, den wir natürlich genüsslich umsetzten. Um dem Essen in unserem Magen eine Chance zu geben, dehnten wir unsere kleine Mittagspause ein wenig aus, bevor wir dann den restlichen Park erkundeten.

Doch auch dieser wunderbare Tag musste enden: so kam es, dass man sich vor der Abfahrt noch ein letztes Mal auf den Huracan traute, bevor es mit einem zwar lauthals pochenden, aber glücklich zufriedenen Herzen zurück nach Torgau ging.

Wir möchten uns im Namen aller Schüler recht herzlich bei unserer Schulleitung, unseren Lehrern und insbesondere unserem Förderverein bedanken. Er war es wiederum, der uns diese Auszeichnungsfahrt finanzierte.

Hanna Baloun, Klasse 12: „Ausgewählt zu sein, bedeutet vor allem Anerkennung für die erbrachten Leistungen und gleichsam eine hohe Wertschätzung zu erfahren. Eine wunderschöne Würdigung der Schülerleistung und ein riesen Ansturm für viele, im nächsten Jahr dabei sein zu dürfen.“

Anne Hoffmann, Klasse 7: „Ich finde es toll, dass es an unserer Schule so etwas gibt. Danke.“

Joschka Wetzer: „Es war mein 1. Mal in Belantis und es war sehr cool.“     

Lina Jung, Klasse 12: „Alle Schüler, egal ob 6. oder 12. Klasse, verstanden sich untereinander super. Ich bin sehr glücklich, dabei gewesen zu sein.“

Abigail Leonard, Klasse 9: „Ich verbinde mit jener Auszeichnung eine hohe, bedeutsame Anerkennung und dieses erfüllt mich mit Stolz.“

Marlene Pechmann: „Mir hat es sehr gut gefallen, vor allem weil wir gesponsert eine Auszeit mit unseren Freunden genießen konnten.“

Margarine und Mücke Magda

Vor rund einer Woche fand in der Wintergrüne der alljährliche Poetry Slam statt. Dieses Jahr hatte er 5 Teilnehmer:innen, darunter 4 von unserer Schule. Im Vorfeld berichteten wir schon von dem vorbereitenden Workshop. Dessen Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Jede:r Teilnehmer:in trug 2 Texte vor und 4 Zuschauer:innen durften mithilfe von Kärtchen Punkte vergeben. Diese Punkte wurden zusammengezählt und am Ende der Preis in Form eines Blumenstraußes und eines Kinogutscheins, durch Beate Senftleben, der Initiatorin, vergeben.

Jüngste Teilnehmerin war Mathilda Pechmann. Sie beschwerte sich in ihrem ersten Vortag auf lustige Art und Weise über den Schulunterricht, wogegen sie im zweiten auf das Schreiben und die Kreativität an sich einging.

Ihre Schwester, Elisa Pechmann, ging etwas in die Tiefe mit einem nachdenklichen Gedicht und einer fiktiven Erzählung über eine schreckliche erste Fahrstunde.

Nils Haß beklagte sich über die unumgehbaren Cookiebanner auf Websiten und über das generell hohe Alter von Wählenden und Politiker:innen. Dabei bezog er seine Erfahrungen als Erstwähler und Mitgründer des Jugendforums, das schon viele Konfrontationen mit dem Stadtrat erlebt hat, mit ein.

Constantin Kämmer der nach eigener Aussage nicht freiwillig teilnahm, sondern auf Zwang von Frau Senftleben, versetzte sich in einem liedartigen Gedicht in die Mücke Magda, die zwar nicht besonders schlau ist, sich aber dafür sehr viele Gedanken über die Menschen und deren Handy macht, das ihnen scheinbar an der Hand gewachsen ist. Sein zweiter Text ging mehr in die Tiefe, darin philosophierte er über das Leben.

Den ersten Platz holte dieses Jahr Joelle Majatschek. In ihren Texten sprach sie darüber, warum man Margarine nur von oben abstreichen sollte, statt einfach reinzustechen, und was an der Biologie so spannend ist, dass sie das Fach in Zukunft studieren will.

Clara Liegau, 12. Klasse

Bücherwürmer im Sommerfeeling

10-jähriges Jubiläum feierte dieses Jahr der Lesesommer in unserer Stadtbibliothek. Auch diesen Sommer lasen ca. 40 Kinder und Jugendliche mindestens drei Bücher aus dem Arsenal der Bibliothek und konnten dadurch eine Auszeichnung verdienen. Dazu wurden 25 Gutscheine für die Schwimmhalle verlost und es gab für jede*n einen Gutschein für den Bücherwald.

Die beiden, die dieses Jahr die meisten Bücher lasen, waren Jette Hausburg mit 40 und Caspar-Ausgustin Otto mit 35 Büchern.

Bei der Feier im Hinterhof der Bibliothek war für Getränke und Pizza gesorgt. Um die Veranstaltung einzuleiten, sang das Ensemble `21 unserer Schule zwei Lieder für die Anwesenden.

Clara Liegau, 12. Klasse

Poetry Slam in der Wintergrüne

Poetry Slam – Teilnehmer*innen schreiben einen Text jeglicher Form und tragen ihn vor einem Publikum vor, welches einen Gewinner küren kann.

In der Wintergrüne findet am Samstag, dem 02.10., um 20 Uhr wiederholt ein solcher Wettbewerb statt. In Vorbereitung dafür fand am 22. und 23. 09. ein Workshop mit dem bekannten Slammer Dominik Barthels statt, in dem er den Anwesenden durch kreative Schreibübungen die Kunst der verschiedenen Varianten des Poetry Slams beibrachte.

Egal, ob ein Gedicht oder eine Lebensgeschichte, Witziges oder Ernstes, Emotionales oder Sarkastisches…beim Poetry Slam ist innerhalb der vorgegebenen Zeit alles erlaubt. Teilnehmer können erfahrene Schreiber sein oder solche, die sich eventuell auch nur ausprobieren – das ist kein Problem.

Es werden für die Veranstaltung immer noch Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen gesucht, anmelden könnt ihr euch unter Info@wintergruene.de oder ihr schreibt uns eine Nachricht auf Instagram -> @jowax.torgau.

Clara Liegau, 12. Klasse

Fridays For Future 24.09.2021

Ferienexperiment

Ihr wisst noch nicht, was ihr in den Ferien tun wollt, habt Lust, Gleichaltrige kennen zu lernen, oder wollt einfach etwas unternehmen und dabei etwas dazulernen?

Unsere Schulsozialarbeiterin Frau Stehle veranstaltet verschiedene Aktivitäten an 2 Wochen in den Sommerferien: in der ersten (26.7.-30.7.) und fünften (23.8.-27.8.) Woche.

Die erste Woche, in der Schüler*innen aus unserer Schule zusammen Schüler*innen aus anderen Schulen Dinge unternehmen, wird wie folgt ablaufen:

26.7. ab 9:30 am Strandbad (Spiele: Volleyball, Slackline)

27.7. Basteln, Kunst, Steine bemalen (9:30-14:30 Uhr)

28.7. Besuch beim Imker oder Basteln im Kap

29.7. Klettern im Hochseilgarten und Kanu fahren – Kosten: 12,50€

30.7. Baden im Freibad Mehderitzsch

Treffpunkt in dieser Woche ist meist das Kap um 9:30, die Teilnahme ist kostenlos, außer anders erwähnt. Es ist nicht nötig, Essen mitzubringen, für Verpflegung wird gesorgt.

Die fünfte Woche wird zum Großteil im JWG selbst ablaufen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf schulnahen Dingen. Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus:

23.8. Experiment Foto (14-16 Uhr)

24.8. Experiment Chemie (12-14 Uhr)

25.8. Experiment Flughafen – Besuch des Flughafens in Leipzig mit Führung (9-14:30 Uhr)

26.8. Experiment Nähen (9-13 Uhr)

27.8. Experiment Backen – Wandern um den Großen Teich, dann Brot backen am Biberhof (9-13 Uhr)

Wie auch in der ersten Woche ist Verpflegung vorhanden, der Treffpunkt jeden Tag ist an der Schule. Die Ausnahmen bestehen dabei bei Mittwoch (Treffpunkt am Bahnhof) und Freitag. Es kostet nichts, außer anders erwähnt.

Wer sich für das Feriencamp interessiert, kann sich bei Frau Stehle melden, im Raum der Schulsozialarbeiterin oder unter 0152 53129543, und sich in der Teilnehmerliste eintragen. Es ist keine Anzahl an Teilnahmen verpflichtend, man kann sich für alles einschreiben, wofür man sich interessiert. Jedoch gibt es eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern, also seid schnell und tragt euch ein!

Ich schenk dir eine Geschichte

Einen ersten Höhepunkt im neuen Schuljahr, ein „Abenteuer in der Megaworld“, erlebten die Schüler der Klasse 6c im Rahmen des Deutschunterrichts. Der Weltkindertag am 20. September war der Anlass, den seit vielen Jahren von der Stiftung Lesen durchgeführten Welttag des Buches vom April nachzuholen, der wegen der Corona-Pandemie verschoben worden war. Auch stürmten die Lesehungrigen in diesem Jahr nicht den Torgauer Bücherwald, sondern führten die Aktion in ihrem Klassenzimmer durch. Die Mitarbeiterinnen der Buchhandlung hatten alles gut vorbereitet und das Material zur Verfügung gestellt, sodass alle Schüler ihren Büchergutschein einlösen und kurz darauf ihr Abenteuerbuch in den Händen halten konnten. Einige Schüler begannen sofort mit dem Lesen der spannenden Geschichte und hatten sichtlich Spaß an der gemeinsamen Lektüre auf dem Schulhof.

Kaum zu bremsen waren sie, als es darum ging, bei einem Quiz verschiedene Aufgaben zu lösen und ein Lösungswort zu ermitteln, welches natürlich einen thematischen Bezug zum Kinderbuch von Sven Gerhardt, „Abenteuer in der Megaworld“, hatte. Unter den eingereichten Teilnehmerformularen findet zeitnah eine Verlosung statt – durchgeführt durch die Buchhandlung Bücherwald.

Schüler und Lehrer bedanken sich bei allen Unterstützern dieser tollen Aktion.

Klasse 6c

Krakaufahrt 2020

Wie jedes Jahr zum Fächerverbindenden Unterricht fuhren einige SchülerInnen der 10. Klassen dieses Jahr vom 9. bis zum 12. März nach Krakau, um unter anderen das KZ Auschwitz zu besuchen und vor allem mehr über das Land Polen zu erfahren. Vorbereitet wurden wir zwei Wochen vorher, als wir uns im Ethikunterricht den Film Schindlers Liste anschauten und einen Vortag zur Geschichte Polens hörten und mehr über Dinge wie den Trompeter der Marienkirche lernten, die wir später auch in der Stadttour sahen.

Montag morgens ging es um 8 Uhr in Torgau los und nach ca. 10 Stunden Fahrzeit erreichten wir die Jugendherberge in der Innenstadt Krakaus. Danach wurden die Zimmer bezogen, jeweils 2-3 SchülerInnen in einem Raum, und wir durften am Abend die Stadt erkunden.

Am nächsten Tag fuhren wir in das Judenviertel in Krakau, durch das wir eine Führung bekamen und mehr über die Stadt und die Judenverfolgung in Polen lernten. Dort besuchten wir unter anderem eine Synagoge und sahen einige von Juden geführte Geschäfte, z.B. einen Buchladen, in dem besonders Bücher mit dem Thema Zweiter Weltkrieg verkauft wurden. Nach einer Essenspause ging die Führung weiter zum Königsschloss Wawel, wo wir eine schöne Aussicht über die Stadt hatten und dann die Wawel-Kathedrale besichtigten, die Kirche, in welcher August der Starke gekrönt wurde und in der polnische Könige und andere wichtige Persönlichkeiten begraben liegen. Zum Abschluss gingen wir auf den Markt und hörten den Trompeter der Marienkirche spielen. Diese Tradition entstand aus der Sage eines Trompeters, der die Stadt vor Angreifern warnte und dabei durch einen Pfeil starb. Die an einer Stelle abgeschnittene Melodie wird einmal in der Stunde in alle Richtungen vom Turm gespielt.

Den letzten Tag verbrachten wir im KZ Auschwitz und danach in Auschwitz-Birkenau. Zusammen starben in beiden Lagern in den Jahren 1940 bis 1945 über 2,5 Mio. Juden, Sinti und Roma, politische Feinde der Nazis und unschuldige, meist polnische Bürger. Während des Besuchs haben mehr über die Opfer in den Lagern und die Dinge, die dort geschehen sind, erfahren. Wir besuchten Gebäudekomplexe, in denen die Opfer leben mussten, Exekutionsräume und die Wand des Todes und die Stellen, an denen Krematorien standen. In manchen Gebäuden waren Bilder von Opfern, die z.B. gerade am Bahnhof ankamen und abgemagerten Menschen ausgestellt, in anderen zurückgelassene Gegenstände wie Töpfe und Prothesen. Sogar in einer Urne gesammelte Asche war in einem Gebäude ausgestellt.

Danach nahmen wir an diversen Workshops teil, um einzelne Themen noch zu vertiefen. In meinem ging es um die Verfolgung von Sinti und Roma und ihre Schicksale. In den anderen beiden ging es um die Aufgaben der Soldaten und anderer Menschen und um die Menschenexperimente von Josef Mengele.

Am Abend erreichte uns die Nachricht, dass wir am nächsten Tag aufgrund von Covid-19 und den darauffolgenden Schließungen aller öffentlicher Einrichtungen in Polen außerplanmäßig nach Hause fahren würden. Niemand war darüber begeistert, trotzdem ging es darauf schon am Donnerstag um 9 Uhr wieder zurück nach Torgau.

Clara Liegau, 10a