LUTHER in MIR – Eine Hommage

Uraufführung der neuen Theaterinszenierung des Johann-Walter-Gymnasiums Torgau anlässlich des Katharina-Tages 2015

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Eine Hommage der Persönlichkeit des Martin Luther und gleichsam eine Huldigung der Thematik der Aufführung gleichnamigen Titels im Jahr 2013 – diese Gedanken führten zur Namensgebung unserer neuen Inszenierung. Auch vor 2 Jahren spielten die Schüler  unterschiedlichster Jahrgangsstufen gemeinsam mit den Mitwirkenden der Torgauer Lebenshilfe e.V. anlässlich des Katharina-Tages. Viele, viele Zuschauer konnten wir in der Schlosskirche begrüßen.

Der Thematik „LUTHER in MIR“ lag die Idee zugrunde, das Handeln des Martin Luther auf unser modernes Zeitalter zu projizieren. Differenzierteste Assoziationen mit unserem Heute integrierten wir in unsere Inszenierung. Nach den beiden Aufführungen in Torgau erstellten die Schüler die Homepage www.luther-in-mir.de, die im November 2014 von der Jury der VISIONALE LEIPZIG mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde.

Zum gleichen Zeitpunkt begannen Anne Landschreiber und Alicia Wiemann das Sujet für die Theaterinszenierung „LUTHER in MIR – Eine Hommage“ in einer Besonderen Lernleistung der gymnasialen Oberstufe mit Abiturprüfungswertigkeit zu erarbeiten.

Nunmehr sind 93 Jugendliche in die Umsetzung  des Theaterskripts involviert. Sie filmen Rückblenden,  Gegenwartssequenzen, erstellen Audiofeature und Bilderfolgen, choreografieren Szenen des Disputes und Konfliktes und proben, proben, proben. Ob in Schauspielgruppen, im Orchester oder in der Band. Denn es handelt sich wiederum um ein Musik-Theater-Projekt, mit den differenziertesten Facetten, die die Kunst bietet: Schauspiel, Pantomime, Poetry-Slam, audiovisuelle und auditive Sequenzen, Tanz, Vokal-Ensemble, Chor, Band, Orchester.

Ausgehend von tragenden historischen Phänomenen, widmet sich die Inszenierung der Auseinandersetzung mit wichtigen Themenbereichen des 20. Jahrhunderts und der Jetztzeit.

So geht es in dem ersten Akt – „95 Wahrheiten über den Ablasshandel“ – um Luther, der gegen sich selbst und dieses fatale System kämpft. Um hier den modernen Bezug einzubringen, haben wir uns für eine audiovisuelle Sequenz, die ein kurzes Statement  bekannter Persönlichkeiten der Region über die heutige Signifikanz von Luthers Gedanken zeigt, und ein  pantomimisches Spiel mit der Aussage „Kampf gegen Autoritäten“ entschieden. Auf diese Weise wird dies in allen Akten fortgesetzt.

Im II. Akt, „Vernunft triumphiert über Gewalt“, bewirkt der Animationsfilm „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer“ eine Verbindung zu den beginnenden Aufständen der Reformationszeit, auch hier begehren die Menschen gegen die Missstände der Gesellschaft auf. Dem historischen Bild der „Zwei-Reiche-Lehre“ Luthers entspricht die Audiosequenz „Provikar Dr. Carl Lampert“, welche offenbart, wie gegen Ende des Zweiten Weltkrieges um das persönliche Seelenheil gerungen werden musste, bis zur letzten Konsequenz.

Eine weitere Assoziation ist nach dem dritten Akt „Katharinas Plan zur Flucht“ integriert: Ein Auftritt unserer Schulband mit dem Lied „Ordinary Love“, in dem insbesondere Weltoffenheit und Toleranz thematisiert werden. Akt IV – „Luthers  Aufruf zum friedlichen Widerstand“ – spiegelt sich in der modernen Parallele der Darstellung des gewaltfreien Widerstands durch das Feature „Michael Gartenschläger: Kampf gegen Mauer und Stacheldraht“ wider.

Unser abschließendes Bild geht über die Gegenwart hinaus. In Anlehnung an die Ideale Luthers und Johann Walters, verbinden sich hier die beiden Phänomene „Musik“ und „Freiheit“. In jenem Rahmen performt Pauline Wölflick, Schülerin der 10. Klasse, ihren selbstverfassten Poetry-Slam „Lebensmusik“.

Luthers leidenschaftliches Ins-Spiel-Bringen tangiert alle Szenen und gilt für uns als Inspiration der Auseinandersetzung. Gerade für junge Menschen offenbart sich in diesem Zusammenwirken nuancierter Künste eine wunderbare  Plattform des offenen nachhaltigen Dialoges. Und hierfür bedarf es vieler kompetenter Partner. Denn auch dieses Musik-Theater-Projekt ist erneut  eine Gemeinschaftsproduktion des  Johann-Walter-Gymnasiums, der Kreismusikschule „Heinrich Schütz“, der „Lebenshilfe“ Torgau e.V. sowie des „Evangelischen Jugendbildungsprojektes wintergrüne“.

Die audiovisuellen Feature sind in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Informationszentrum Torgau entstanden.

 

Wir alle möchten Sie sehr herzlich zu unserer Uraufführung der Theaterinszenierung „LUTHER in MIR – Eine  Hommage“ am Sonnabend, dem 04. Juli 2015, 17.00 Uhr in die Aula des Johann-Walter-Gymnasiums einladen. (zur Szenenabfolge // Darsteller)

 

Dr. Gabriele Hönicke

Fachleiterin JWG

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