Margarine und Mücke Magda

Vor rund einer Woche fand in der Wintergrüne der alljährliche Poetry Slam statt. Dieses Jahr hatte er 5 Teilnehmer:innen, darunter 4 von unserer Schule. Im Vorfeld berichteten wir schon von dem vorbereitenden Workshop. Dessen Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Jede:r Teilnehmer:in trug 2 Texte vor und 4 Zuschauer:innen durften mithilfe von Kärtchen Punkte vergeben. Diese Punkte wurden zusammengezählt und am Ende der Preis in Form eines Blumenstraußes und eines Kinogutscheins, durch Beate Senftleben, der Initiatorin, vergeben.

Jüngste Teilnehmerin war Mathilda Pechmann. Sie beschwerte sich in ihrem ersten Vortag auf lustige Art und Weise über den Schulunterricht, wogegen sie im zweiten auf das Schreiben und die Kreativität an sich einging.

Ihre Schwester, Elisa Pechmann, ging etwas in die Tiefe mit einem nachdenklichen Gedicht und einer fiktiven Erzählung über eine schreckliche erste Fahrstunde.

Nils Haß beklagte sich über die unumgehbaren Cookiebanner auf Websiten und über das generell hohe Alter von Wählenden und Politiker:innen. Dabei bezog er seine Erfahrungen als Erstwähler und Mitgründer des Jugendforums, das schon viele Konfrontationen mit dem Stadtrat erlebt hat, mit ein.

Constantin Kämmer der nach eigener Aussage nicht freiwillig teilnahm, sondern auf Zwang von Frau Senftleben, versetzte sich in einem liedartigen Gedicht in die Mücke Magda, die zwar nicht besonders schlau ist, sich aber dafür sehr viele Gedanken über die Menschen und deren Handy macht, das ihnen scheinbar an der Hand gewachsen ist. Sein zweiter Text ging mehr in die Tiefe, darin philosophierte er über das Leben.

Den ersten Platz holte dieses Jahr Joelle Majatschek. In ihren Texten sprach sie darüber, warum man Margarine nur von oben abstreichen sollte, statt einfach reinzustechen, und was an der Biologie so spannend ist, dass sie das Fach in Zukunft studieren will.

Clara Liegau, 12. Klasse

Bücherwürmer im Sommerfeeling

10-jähriges Jubiläum feierte dieses Jahr der Lesesommer in unserer Stadtbibliothek. Auch diesen Sommer lasen ca. 40 Kinder und Jugendliche mindestens drei Bücher aus dem Arsenal der Bibliothek und konnten dadurch eine Auszeichnung verdienen. Dazu wurden 25 Gutscheine für die Schwimmhalle verlost und es gab für jede*n einen Gutschein für den Bücherwald.

Die beiden, die dieses Jahr die meisten Bücher lasen, waren Jette Hausburg mit 40 und Caspar-Ausgustin Otto mit 35 Büchern.

Bei der Feier im Hinterhof der Bibliothek war für Getränke und Pizza gesorgt. Um die Veranstaltung einzuleiten, sang das Ensemble `21 unserer Schule zwei Lieder für die Anwesenden.

Clara Liegau, 12. Klasse

Poetry Slam in der Wintergrüne

Poetry Slam – Teilnehmer*innen schreiben einen Text jeglicher Form und tragen ihn vor einem Publikum vor, welches einen Gewinner küren kann.

In der Wintergrüne findet am Samstag, dem 02.10., um 20 Uhr wiederholt ein solcher Wettbewerb statt. In Vorbereitung dafür fand am 22. und 23. 09. ein Workshop mit dem bekannten Slammer Dominik Barthels statt, in dem er den Anwesenden durch kreative Schreibübungen die Kunst der verschiedenen Varianten des Poetry Slams beibrachte.

Egal, ob ein Gedicht oder eine Lebensgeschichte, Witziges oder Ernstes, Emotionales oder Sarkastisches…beim Poetry Slam ist innerhalb der vorgegebenen Zeit alles erlaubt. Teilnehmer können erfahrene Schreiber sein oder solche, die sich eventuell auch nur ausprobieren – das ist kein Problem.

Es werden für die Veranstaltung immer noch Teilnehmer*innen und Zuschauer*innen gesucht, anmelden könnt ihr euch unter Info@wintergruene.de oder ihr schreibt uns eine Nachricht auf Instagram -> @jowax.torgau.

Clara Liegau, 12. Klasse

Fridays For Future 24.09.2021

Lost Places – Der ehemalige Schulclub

Als es in unserer Schule vor 2 Wochen wieder losging war einer der ersten Gänge für alle Klassen das Abholen der neuen Bücher. Mit Bücherstapeln beladen kamen wir aus dem altbekannten Archiv im Keller, wo wir sie abholen müssen. Vielleicht hat sich der eine oder andere ja beim Warten gefragt, ob der Raum schon immer als Bücherablage genutzt wurde. Die Antwort auf diese Frage lautet ganz klar: Nein! Denn in vergangenen Zeiten wurde dieser Raum als Schulclub genutzt.

Im Rahmen unseres Projektes “Lost Places” haben wir unsere ehemalige stellvertretende Schulleiterin Frau Heinecke zum früheren Schulclub interviewt.

Wann der Schulclub zu diesem wurde, ist nicht mehr sicher zu sagen. Allerdings gab es ihn bereits 1976. Die Schüler und Lehrer ergriffen selbst Initiative und jeder steuerte etwas zu dessen Einrichtung bei. Ob nun Gläser, Holz oder Tapete, alles wurde gebraucht und dankbar angenommen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass dies zu DDR-Zeiten stattfand, also in einer Mangelwirtschaft.
Wie Frau Heinecke so schön sagte, dies sei ein perfektes Beispiel dafür, dass man auch aus nichts etwas machen könne.

Der Schulclub war für die Schüler nur von außen betretbar, lediglich die Lehrer hatten Zugang von innen. Mit dem Umbau der Schule ist der äußere Eingang zu den Räumlichkeiten verschwunden – und mit ihm auch der gesamte Schulclub. Wer eine gute Vorstellungskraft besitzt, kann sich vielleicht schon denken, wo der Eingang lag: dort, wo sich der heutige Fahrradkäfig befindet.
Wie ihr vermutlich sehen konntet, ist der Raum ziemlich geräumig und bot so Platz für ganze Klassen. Es gab sogar eine Bar – jedoch keinen Alkohol. Auch Rauchen war selbstverständlich verboten. Außerdem existierte im Keller ein Lagerraum, in dem Getränke für gegebene Anlässe aufbewahrt wurden.

Im Gegensatz zum heutigen Schulclub wurde dieser nur für besondere Anlässe genutzt. So zum Beispiel Abschlussfeiern, Wettbewerbe, manchmal auch Elternabende, verschiedene Lehrerfeiern und Buchlesungen. Im Gedächtnis geblieben sind unter anderem die russischen Theatervorführungen für die sowjetischen Soldaten, welche früher in Torgau stationiert waren.
Für jene war dies ein sehr besonderes und schönes Erlebnis.
Eine Voraussetzung für die Nutzung des Schulclubs war die Anwesenheit eines Lehrers.
Ein weiterer Unterschied ist, dass der Schulclub nur für die oberen Jahrgänge offen stand und nicht für Alltägliches, wie Hausaufgaben, genutzt wurde.

Die Schüler standen hinter “ihrem” Schulclub, denn die elften Klassen renovierten diesen mehrfach. Es war sozusagen ihr Werk und somit auch ihre Verantwortung. Die Schüler kümmerten sich um die Sauberhaltung, Dekoration und Getränke. Dadurch entstanden ein schönes Ambiente und eine angenehme, zwanglose Wohlfühlatmosphäre. Der Club wurde somit begeistert und häufig genutzt.

Funfact: Viele unserer (ehemaligen) Lehrer feierten als Lehrer und zum Teil sogar noch als Schüler mit.

Eventuell fragt ihr euch nun, warum er, trotz seiner großen Beliebtheit, nicht mehr existiert.
Der Hauptgrund dafür ist der Umbau unserer Schule nach der Wende. Das Augenmerk lag währenddessen auf anderen Punkten. Aus bautechnischen Gründen ist er also weggefallen.

Geblieben sind dafür viele nostalgische Erinnerungen an schöne Erlebnisse bei allen, die ihre Zeit in diesem besonderen Raum genießen konnten.
Frau Heinecke beweist uns mit ihren Worten, dass der Schulclub nie in Vergessenheit geraten wird.

Nora Paul und Lea Ziegenhorn, 11. Klasse

Chor + Ensemble ’21

Ihr wolltet schon immer einmal zusammen mit anderen in einem Chor singen oder eure Stimme schulen? Dafür gibt es jeden Dienstag wieder die Möglichkeit. Um 13:30 probt der Schulchor unter Tobias Orcheszko und Herr Friedrich in der Aula.

Wenn klassische Musik nichts für euch ist, folgt danach um 15:00 das neu gegründete Gesangsensemble unter der Leitung von Herr Friedrich. Dort werden eher Lieder in Richtung Pop und Pop-Rock performt.

Ihr seid noch zu jung, um diesen beiden Möglichkeiten beizuwohnen? Kein Problem! Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Jugendchor unter der Leitung von Frau Konrad. Weitere Informationen dazu folgen noch.

Ihr habt noch Fragen zu den Angeboten? Meldet euch bei uns und wir beantworten sie euch gerne.

Instagram->@jowax.torgau

Lost Places – Der Speicher

Jeder von uns ist sicherlich schon einmal durch die Schule gewandert und hat sich bei der einen oder anderen Tür gefragt, was sich wohl dahinter befindet beziehungsweise wie dieser Raum genutzt wird. Aus verschiedenen Gründen stehen einige Räume leer und sind so in Vergessenheit geraten.

Eine dieser Räumlichkeiten ist der Speicher im Altgebäude. Es ist ein großer Raum mit einem schönen Ambiente. Deshalb ist es keine Überraschung, dass dieser Boden vor einigen Jahren für Theateraufführungen des künstlerischen Profils genutzt wurde.

Beispielsweise gab es eine für Kinder verfasste Aufführung des Stückes ,,Faust”. Der Speicher bot genug Platz für alle Zuschauer. Dadurch war es möglich, mehr Publikum zu begeistern. So konnten nicht nur die Eltern, sondern auch die Mitschüler aus der eigenen Klassenstufe und die unteren Jahrgänge der Grundschulen die Darbietung genießen. Der Altbaucharme versetzte das Spiel in seine ursprüngliche Zeit zurück.

Die Putzaktionen, die nötig waren, um die Räumlichkeiten nutzen zu können, kann sich vermutlich jeder, auch ohne explizite Beschreibung, vorstellen. Aber alle PRK-Schüler*innen packten mit an und hatten auch Spaß beim Putzen.

Leider ist der Speicher heute offiziell nicht mehr nutzbar, da es eine sehr strikte Brandschutzverordnung gibt, deren Vorschriften von dem Raum nicht erfüllt werden.

Eventuell wird eine Nutzung in ferner Zukunft wieder möglich sein. Bis dahin bleibt jedoch nur die Erinnerung an die Existenz des Speichers und ehemalige Theateraufführungen.

Nora Paul, 10. Klasse

Jugendforum Torgau

Nach vielen Hindernissen und langer Bildungsphase hat sich das Jugendforum Torgau in diesem Frühling neu gegründet und seine ersten Projekte gestartet. Es umfasst bisher 8 aktive Mitglieder, darunter einige auch von unserer Schule.

Das Jugendforum wurde gegründet, um politische Arbeit von und für Jugendliche in Torgau durchzuführen. Sie wollen damit vor allem der Jugend eine Bühne geben, ihnen mehr Möglichkeiten zum Mitwirken geben und in die Politik mit einbringen. Wichtige Themen, die das umfassen, sind auch die Politverdrossenheit und die Abwanderung nach dem Abschluss der Schule in Großstädte.

In ihm selbst können sich Jugendliche im Alter von 10 bis 25 Jahren und diejenigen, die sich für Torgau interessieren, einbringen. Unterstützt werden sie unter anderem von der Leiterin des Jugendteams, Christina Gaulitz, und dem Jugendforum Nordsachsen.

Obwohl das Jugendforum getrennt von der Stadt agiert, versicherten einige Stadträt:innen, darunter unter anderem auch unser Schulleiter Herr Nowack und die Bürgermeisterin Frau Barth, den Jugendlichen Unterstützung bei ihren Projekten. Zu diesen gibt es schon einige Ideen: einen erneuten Markt der Parteien, Müllsammelaktionen, Workshops, Vorträge und Spendenaktionen.

Das bisher laufende Projekt besteht aus einer Reihe von Polit-Interviews mit Stadträten und Vertretern verschiedener Parteien in Torgau. Auf ihrem YouTube Kanal „Jugendforum Torgau“ findet man bisher das 30-minütige Interview mit einem Vertreter der Linken, Michael Bagusat-Sehrt. In Planung sind weitere mit der Bürgermeisterin Romina Barth, Herrn Nowack, der für die FDP im Stadtrat sitzt, Edwin Bendrin und Mändy Jäckel.

Diese Interviews sollen den Stadtrat näherbringen und unbekanntere Politiker:innen oder Parteien vorstellen. Sie umfassen vor allem deren politische Arbeit und ihr Privatleben, mit Fokus auf einem bestimmen Hobby oder einer besonderen Verpflichtung. So trafen die Jugendlichen sich mit Herrn Nowack auf einem Fußballplatz. Gleichzeitig finden die Gespräche an markanten Orten Torgaus statt. Bei genug Interesse ist es auch geplant, Live-Streams für Nachfragen mit den bereits interviewten Politiker:innen zu machen.

Obwohl Corona bedingt bisher keine Wahlen stattfinden konnten, suchen die Mitglieder jederzeit neue Jugendliche für ihre Reihen. Sobald es wieder möglich ist und es sich genug gefunden haben, werden die Wahlen an allen weiterführenden Schulen im Kreis Torgau durchgeführt.

Wenn Du Interesse bekommen hast, dich auch zu bewerben, schau doch auf der Instagram-Seite @jufo_torgau vorbei oder sprich den Schulsprecher Nils Haß darauf an.

Clara Liegau, 11. Klasse

Generation like

Wenn Schüler ihre Handys im Unterricht benutzen dürfen, ist die Begeisterung generell groß, und nun sollten sie sogar einen ganzen Unterrichtsblock damit arbeiten und über ihr Lieblingsthema reden. Grit Mannagottera – Beraterin bei der AOK – war in die Schule gekommen, um mit den Schülern der Klasse 6e über deren Nutzung ihres Smartphones, aber auch die damit verbundenen Gefahren zu reden.

Nach einem Erfahrungsaustausch über häufig genutzte Apps, die Dauer der täglichen Nutzung sowie eine Einschätzung der eigenen Suchtgefahr sprach Frau Mannagottera über die Datenschutzgrundverordnung, über Altersbeschränkungen und Tricks der Anbieter, aber auch Gefahren, die mit der Nutzung vermeintlich harmloser bzw. sicherer Anwendungen verbunden sind. Interessiert verfolgten die Schüler ihre Tipps im Umgang mit sozialen Netzwerken, sprachen dabei immer wieder über eigene Erfahrungen beim Online-Sein oder das Verschicken von Bildern und Verhaltensregeln im Klassenchat. Frau Mannagottera warnte eindringlich vor der allzu sorglosen Preisgabe persönlicher Daten, aber auch einem stundenlangen unkritischen Gebrauch der digitalen Medien.

Ausgestattet mit verschiedenen Materialien und Sicherheitshinweisen gaben die Schüler ein durchweg positives Fazit:

Finja S.:                ich fand es ganz gut, weil wir mal über das Thema Whatsapp geredet haben und jetzt auch vorsichtiger damit umgehen.

Emilia:                  Ich finde es sehr gut, dass so etwas durchgeführt wird, weil damit die Kinder auch erstmal verstehen, was sie falsch oder richtig machen und wie sie damit umgehen sollen.

Theresa:              Es hat viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt über Gefahren im Internet. Ich pass jetzt mehr auf, was ich wo schreibe.

Karl:                      Die Veranstaltung war sehr gut, weil wir über Apps geredet haben.

Emely:                  Mir hat es sehr gut gefallen, weil ich viel mehr gelernt habe und ich gar nicht wusste, dass manche Apps so gefährlich sein können. Es war auch sehr interessant zu hören, was manche so auf ihrem Handy benutzen. Es war ein toller Block.

Jody:                     Die Informationen waren mir sehr wichtig, da ich jetzt auch meinen Eltern helfen kann, sich besser zu schützen. Und ich habe mir auch schon das Buch durchgelesen, es stehen viele und gute Infos drin.

Sophie:                Es war sehr interessant, mal zu hören, wie viel Zeit wir in unserem Leben mit sozialen Netzwerken verschwenden. Allerdings werde ich nicht bestimmte Apps löschen, weil die 2020 zu unserem Leben dazugehören.

Jannis:                  Es war echt cool, weil wir jetzt auch mehr geschützt sind.

Klasse 6e