Ferienexperiment

Ihr wisst noch nicht, was ihr in den Ferien tun wollt, habt Lust, Gleichaltrige kennen zu lernen, oder wollt einfach etwas unternehmen und dabei etwas dazulernen?

Unsere Schulsozialarbeiterin Frau Stehle veranstaltet verschiedene Aktivitäten an 2 Wochen in den Sommerferien: in der ersten (26.7.-30.7.) und fünften (23.8.-27.8.) Woche.

Die erste Woche, in der Schüler*innen aus unserer Schule zusammen Schüler*innen aus anderen Schulen Dinge unternehmen, wird wie folgt ablaufen:

26.7. ab 9:30 am Strandbad (Spiele: Volleyball, Slackline)

27.7. Basteln, Kunst, Steine bemalen (9:30-14:30 Uhr)

28.7. Besuch beim Imker oder Basteln im Kap

29.7. Klettern im Hochseilgarten und Kanu fahren – Kosten: 12,50€

30.7. Baden im Freibad Mehderitzsch

Treffpunkt in dieser Woche ist meist das Kap um 9:30, die Teilnahme ist kostenlos, außer anders erwähnt. Es ist nicht nötig, Essen mitzubringen, für Verpflegung wird gesorgt.

Die fünfte Woche wird zum Großteil im JWG selbst ablaufen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf schulnahen Dingen. Das vorläufige Programm sieht wie folgt aus:

23.8. Experiment Foto (14-16 Uhr)

24.8. Experiment Chemie (12-14 Uhr)

25.8. Experiment Flughafen – Besuch des Flughafens in Leipzig mit Führung (9-14:30 Uhr)

26.8. Experiment Nähen (9-13 Uhr)

27.8. Experiment Backen – Wandern um den Großen Teich, dann Brot backen am Biberhof (9-13 Uhr)

Wie auch in der ersten Woche ist Verpflegung vorhanden, der Treffpunkt jeden Tag ist an der Schule. Die Ausnahmen bestehen dabei bei Mittwoch (Treffpunkt am Bahnhof) und Freitag. Es kostet nichts, außer anders erwähnt.

Wer sich für das Feriencamp interessiert, kann sich bei Frau Stehle melden, im Raum der Schulsozialarbeiterin oder unter 0152 53129543, und sich in der Teilnehmerliste eintragen. Es ist keine Anzahl an Teilnahmen verpflichtend, man kann sich für alles einschreiben, wofür man sich interessiert. Jedoch gibt es eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern, also seid schnell und tragt euch ein!

Lost Places – Der Speicher

Jeder von uns ist sicherlich schon einmal durch die Schule gewandert und hat sich bei der einen oder anderen Tür gefragt, was sich wohl dahinter befindet beziehungsweise wie dieser Raum genutzt wird. Aus verschiedenen Gründen stehen einige Räume leer und sind so in Vergessenheit geraten.

Eine dieser Räumlichkeiten ist der Speicher im Altgebäude. Es ist ein großer Raum mit einem schönen Ambiente. Deshalb ist es keine Überraschung, dass dieser Boden vor einigen Jahren für Theateraufführungen des künstlerischen Profils genutzt wurde.

Beispielsweise gab es eine für Kinder verfasste Aufführung des Stückes ,,Faust”. Der Speicher bot genug Platz für alle Zuschauer. Dadurch war es möglich, mehr Publikum zu begeistern. So konnten nicht nur die Eltern, sondern auch die Mitschüler aus der eigenen Klassenstufe und die unteren Jahrgänge der Grundschulen die Darbietung genießen. Der Altbaucharme versetzte das Spiel in seine ursprüngliche Zeit zurück.

Die Putzaktionen, die nötig waren, um die Räumlichkeiten nutzen zu können, kann sich vermutlich jeder, auch ohne explizite Beschreibung, vorstellen. Aber alle PRK-Schüler*innen packten mit an und hatten auch Spaß beim Putzen.

Leider ist der Speicher heute offiziell nicht mehr nutzbar, da es eine sehr strikte Brandschutzverordnung gibt, deren Vorschriften von dem Raum nicht erfüllt werden.

Eventuell wird eine Nutzung in ferner Zukunft wieder möglich sein. Bis dahin bleibt jedoch nur die Erinnerung an die Existenz des Speichers und ehemalige Theateraufführungen.

Jugendforum Torgau

Nach vielen Hindernissen und langer Bildungsphase hat sich das Jugendforum Torgau in diesem Frühling neu gegründet und seine ersten Projekte gestartet. Es umfasst bisher 8 aktive Mitglieder, darunter einige auch von unserer Schule.

Das Jugendforum wurde gegründet, um politische Arbeit von und für Jugendliche in Torgau durchzuführen. Sie wollen damit vor allem der Jugend eine Bühne geben, ihnen mehr Möglichkeiten zum Mitwirken geben und in die Politik mit einbringen. Wichtige Themen, die das umfassen, sind auch die Politverdrossenheit und die Abwanderung nach dem Abschluss der Schule in Großstädte.

In ihm selbst können sich Jugendliche im Alter von 10 bis 25 Jahren und diejenigen, die sich für Torgau interessieren, einbringen. Unterstützt werden sie unter anderem von der Leiterin des Jugendteams, Christina Gaulitz, und dem Jugendforum Nordsachsen.

Obwohl das Jugendforum getrennt von der Stadt agiert, versicherten einige Stadträt:innen, darunter unter anderem auch unser Schulleiter Herr Nowack und die Bürgermeisterin Frau Barth, den Jugendlichen Unterstützung bei ihren Projekten. Zu diesen gibt es schon einige Ideen: einen erneuten Markt der Parteien, Müllsammelaktionen, Workshops, Vorträge und Spendenaktionen.

Das bisher laufende Projekt besteht aus einer Reihe von Polit-Interviews mit Stadträten und Vertretern verschiedener Parteien in Torgau. Auf ihrem YouTube Kanal „Jugendforum Torgau“ findet man bisher das 30-minütige Interview mit einem Vertreter der Linken, Michael Bagusat-Sehrt. In Planung sind weitere mit der Bürgermeisterin Romina Barth, Herrn Nowack, der für die FDP im Stadtrat sitzt, Edwin Bendrin und Mändy Jäckel.

Diese Interviews sollen den Stadtrat näherbringen und unbekanntere Politiker:innen oder Parteien vorstellen. Sie umfassen vor allem deren politische Arbeit und ihr Privatleben, mit Fokus auf einem bestimmen Hobby oder einer besonderen Verpflichtung. So trafen die Jugendlichen sich mit Herrn Nowack auf einem Fußballplatz. Gleichzeitig finden die Gespräche an markanten Orten Torgaus statt. Bei genug Interesse ist es auch geplant, Live-Streams für Nachfragen mit den bereits interviewten Politiker:innen zu machen.

Obwohl Corona bedingt bisher keine Wahlen stattfinden konnten, suchen die Mitglieder jederzeit neue Jugendliche für ihre Reihen. Sobald es wieder möglich ist und es sich genug gefunden haben, werden die Wahlen an allen weiterführenden Schulen im Kreis Torgau durchgeführt.

Wenn Du Interesse bekommen hast, dich auch zu bewerben, schau doch auf der Instagram-Seite @jufo_torgau vorbei oder sprich den Schulsprecher Nils Haß darauf an.

Interview Sozialarbeiterin Doreen Stehle

Warum sind Sie Schulsozialarbeiterin geworden?

Bis zu welcher Klassenstufe ließ sich Schule immer noch gut als Lern- und Spielplatz vereinbaren? 3. Klasse? Jedenfalls nicht alle 12 Jahre!  Ich habe oft gedacht, dass ich es nicht schaffe und das ich nicht gut genug bin. Irgendwie hatte ich aber auch immer den Gedanken, dass es so schlecht ja gar nicht lief…..aber ich habe nie verstanden, wie jemand einen Durchschnitt von 1,1 haben konnte-> How? Aber doch wollte ich immer besser sein, als ich es war…..naja Ihr kennt das, dann ist der stressige Schulalltag da und keine Zeit um weiter zu grübeln. Später, nach dem Abitur habe ich gemerkt, dass es nicht eine `Klugheit` und einen Weg gibt, der zum Erfolg führt.

Ich habe durch ein Jahr in Israel gesehen, dass ich Gaben und Fähigkeiten habe, die sich erst richtig außerhalb des Systems Schule entwickeln konnten. Und ich habe vor allem nach der Schule gelernt:

JEDER MENSCH IST KLUG

Gelassenheit ist die Kunst, in der gegenwärtigen Situation schon den Abstand zu gewinnen, den sonst erst die Zeit schafft. Hans-Joachim Eckstein

Darum bin ich Schulsozialarbeiterin geworden. Lebensweisheit entwickelt sich erst mit und im Leben! Liegt schon im Wort! Dieses positive Bewusstsein für sich selbst will ich gern vermitteln, drauf bringen und Mut machen zum eignen Charakter, Wesen.

→ Außerdem ist mit dem Beruf Sozialarbeiter vieles möglich: ich habe als Diakonischer Begleiter in einer Gefährdetenhilfe, als Schuldnerberater, als Eingliederungshelfer, in der flexiblen Erziehungshilfe, im Jugendstrafvollzug, in der Berufsorientierung und als Tagesmutter (sowas wie eine  kleine Kindergartengruppe bei mir zu Hause betreut) gearbeitet.

Was wird Ihre Arbeit hier umfassen?

Jetzt, nach fast 3 Monaten, kann ich diese Frage schon viel besser beantworten, als am Anfang meiner Zeit am JWG. Grundsätzlich hilft ein Sozialarbeiter bei allen Sachen, die irgendwie klemmen. Zwischenmenschlich (also Stress mit Lehrern, unter Schülern, zu Hause), bei Lernproblemen (Lernräume im KaP- super Möglichkeit zurzeit), bei Fragen zum Beruf und zu Möglichkeiten nach der Schule.

Warum ist Ihr Beruf wichtig?

Weil genau die Dinge, die ich bei der Frage 2 geschrieben habe, irgendwie von alleine- quasi von selbst, nebenbei- gut bis sehr gut laufen sollen. Tun sie aber nicht. Bei den Wenigsten! Es gibt immer Ausnahmen. Ich mache Mut an den richtigen Stellen, um Hilfe zu fragen. Lösungen zu finden, Strukturen aufzubauen, Ideen zu sammeln. Selbst Hilfe zu geben, wo es geht- auch im Kleinen. Davon leben wir: von der Freundlichkeit im Alltag, die mir ein anderer zukommen lässt; das Lächeln; die Info, die mir weiterhilft; der Lehrer der sich irgendeine Mühe besonders macht, weil er MIR weiterhelfen möchte; der Mitschüler, der wahrnimmt das mir was schwer fällt oder besonders gut gelungen ist……usw…..usw.

Natürlich leben wir von den Erfolgen, der guten Note, aber eben auch wesentlich von diesem zwischenmenschlichen Positiven

Was haben Sie für Erfahrungen bisher gemacht? Fällt es Schülern leicht, sich zu öffnen?

Ich habe am JWG bisher gute Erfahrungen gemacht. Ich freue mich sehr, dass die Lernräume ins Laufen kommen und ich freue mich sehr über jeden Schüler/Lehrer/Hausmeister/Elternteil, der mitdenkt und sich irgendwie engagiert.

Und: Schüler öffnen sich, wenn sie Engagement spüren, wahres Interesse und nicht nur einen Menschen, der seinen Job abreißt…das hoffe ich, dass ich das vermittle. Mir ist sehr wichtig, dass sich jeder, mit dem ich zu tun habe, merkt, dass ich ihn ernst nehme und mich bemühe, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Wie man so sagt: Hilfe zur Selbsthilfe.

Sie hatten ja erwähnt, dass sie selbst einmal Schülerin am JWG waren. Warum sind Sie zurückgekommen?

Ehrlich gesagt war ich nach dem ABI superfroh, dass die Schule fertig ist. Nie mehr Vokabeltests, Klassenarbeiten, der Druck vor Aufgaben, die ich nicht so gut kann- und den Lehrer, mit dem ich nicht klarkam, brauchte ich auch nicht mehr sehen. Ich konnte endlich das im Leben angehen, was ich mir selbst aussuchen würde. Und genau das, was ich aufgezählt habe sind die Gründe, warum ich zurückgekommen bin- in anderer Rollenbesetzung. Das hängt eng mit der ersten Frage zusammen.

Was ist Ihr Eindruck von der Schule, den Schülern und den Lehrern? Was hat sich hier verändert, seit Sie Schülerin waren?

Es hat sich eine Menge verändert, seit ich 1994 Abi gemacht habe! Wir hatten mehr Papier :-), weniger PC und Internet (gar nicht sozusagen). Ich weiß noch, wie ich kurz bevor ich aus meinem Auslandsjahr wiederkam eine Freundin, die schon im Studium war mir sagte, dass wir ja dann per Email schreiben könnten. Das würde ganz schnell gehen und man könne gleich dem anderen antworten und habe super schnell die Antwort habe….ich wusste nicht, was eine E-Mail ist…..

Es gab nur das alte Schulgebäude. Im Mai haben wir Abi gemacht und im Juni wurde mit dem Anbau begonnen…..

Gab es damals an unserer Schule auch schon Ansprechpartner, wie Sie es jetzt sind?

Nein.

Was war ihr früherer Berufswunsch?

Ich wollte immer irgendwas mit Menschen machen. Oft habe ich nach meiner Erzieherausbildung gedacht, das ich besser ein Handwerk gelernt hätte- irgendwas mit Holz oder in die Richtung Fotographie…damit kann man im sozialen Bereich immer was anfangen.

Was war Ihr beruflicher Werdegang und an welchen Schulen waren Sie vorher?

Nach dem Abi war ich ein Jahr in Israel (Auslandsaufenthalt empfehle ich jedem!), dann habe ich Erzieherin gelernt, danach Sozialpädagogik/Sozialarbeit auf Diplom studiert und während dessen und natürlich danach im Sozialen gearbeitet. Mit Kindern im Kindergarten, mit Behinderten, mit Straffälligen und Gefangenen. Mit Menschen, die wieder in den Beruf reinfinden mussten, mit Kindern im Alter von 8-13 Jahren, mit Teenies, mit Mamies und ihren Kleinkindern. Mit Schülern in der Grundschule……..aber mit Schülern am Gymnasium, dass ist so in der Form neu für mich :-).

Wir haben auch jüngere Schüler gefragt, ob sie Fragen an Sie haben:

 Mögen Sie es, mit Kindern zu arbeiten?
Ja, sehr. Ich find‘s cool, wie lebendig, spontan, oft unbekümmert, ideenreich und klug Kinder und Jugendliche sind! Jeder ist klug – das geht im System manchmal unter. Die Welt steht offen! Viel Kraft und Erforscherdrang, Lust auf das Leben und Kreativität! Unbequeme Fragen, Handlungen hinterfragen und nicht einfach akzeptieren- glauben, Erkenntnisse sammeln, Neues entwickeln und die Älteren, die bereit dazu sind, jung halten. Kinder, die den Respekt vor Älteren nicht verloren haben und kombiniert mit neu Erlerntem in die Welt raus gehen, können viel bewirken. Das finde ich cool!

Und macht es Sie manchmal selbst emotional, über diese Probleme zu reden?
Ja, es macht mich emotional. Am liebsten würde ich dann sofort die perfekte Lösung parat haben und das alle Beteiligten miteinander klarkommen. Aber was ich gelernt habe und immer noch lerne, dass Diamanten unter hohem Druck entstehen. Wenn es (große) Probleme im Leben gibt (noch nicht einmal immer selbstverschuldet), kann ich entweder dran kaputt gehen oder gefestigter- wie eben ein Diamant- daraus hervorgehen. In unserer Familie ist auch einiges gar nicht leicht- aber es geht weiter- wie, das liegt auch an mir!

„Kommt her zu mir alle, die Ihr Euch abmüht und unter Eurer Last leidet! Ich werde Euch Ruhe geben.“  (aus der Bibel-> Matthäus 11, 28)
Das hilft mir sehr!

Was haben Sie für Hobbys?
Meinen Mann und Simson, Liora und Kirill (meine 3 Kids), Lesen, kochen, Fahrrad fahren, Gemüsegarten, Hühner, Katzen, draußen sein und mit meinen Kids arbeiten und spielen, basteln, nähen, Neues ausprobieren, interessante Menschen kennen lernen, neuere Geschichte, Politik, fremde Länder, Israel, fremde Sprachen, Missionarsgeschichten

Was ist ihr Lieblingstier?
Katze

Haben Sie Haustiere?

Ja, Meerschweinchen, Kaninchen, bald Hühner, bald 2 Kätzchen

Unser Kater ist leider vor 3 Wochen gestorben 🙁 und wir warten sehr auf die 2 neuen Kätzchen

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Spinatpizza mit Gorgonzola, Mante (russische Teigtaschen gefüllt mich Hackfleisch und Zwiebeln, mein Mann ist Russlanddeutscher und kommt ursprünglich aus Kasachstan 🙂 )

 Ihre Lieblingsfarbe?

Grün/ Türkis

Danke für das Interview. Wir freuen uns sehr auf Ihre Arbeit in der Schule und hoffen auf Erfolge. 🙂

Interview Frau Neuber

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich kann mich daran erinnern, in der Grundschule mal ein Bild von mir als Schriftstellerin gemalt zu haben – das wird der erste meiner diversen Berufswünsche gewesen sein. Aber in dieser Hinsicht habe ich mich an lokalen Lesebühnen meiner Heimatstadt erstmal genug ausgetobt.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Klar denk ich manchmal, dass ich wohl noch träumen muss … Spaß beiseite! Für mich bietet dieser Beruf genau die richtige Mitte zwischen Stetigkeit und Veränderung. Über den Zeitraum von mehreren Jahren oft mit denselben Menschen zusammenzuarbeiten, das ist heute nicht mehr typisch in der Berufswelt. Dabei gleichzeitig eure Entwicklung beobachten zu können, gibt mir die Veränderung, die ich in meinem Beruf brauche – von den unterschiedlichen Herausforderungen, die einem neben dem Unterricht begegnen, mal ganz abgesehen.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Offensichtlich interessieren mich Menschen. Wie sie von Innen funktionieren (Biologie), wie sie als Gemeinschaft funktionieren können (Ethik) – und wie sie als Persönlichkeit wachsen (Stichwort: Traumberuf Lehrer).

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

So verrückt es klingt: Vor dem Studium für eine kleine Weile etwas Anderes zu machen. Mir ist im Laufe des Studiums aufgefallen, wie viele in den ersten Semestern nach dem 1. Schulpraktikum abgebrochen haben – und einige Hochschulen haben tatsächlich schon ein fachfremdes Pflichtpraktikum vor Studienbeginn eingeführt. Dieser Beruf verdient und braucht es, dass man sich sehr sicher damit und dabei ist.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich würde mich im Französisch-Unterricht mehr darum bemühen, dass ich auch tatsächlich sprechen kann – und mich nicht immer um die Sprechübungen drücken. Außerdem hätte ich aus heutiger Sicht auch Spanisch belegt, weil ich das Land mittlerweile wirklich oft besucht hab und sehr mag.

Was war früher besser? Was schlechter?

Da noch nicht so viel Zeit zurückliegt, lassen sich da ehrlich gesagt kaum Unterschiede feststellen. Mir fällt höchstens ein, dass wahrscheinlich fast jedes Spiel auf einem Smartphone besser ist als eine Runde Snake auf Nokia-Tastenhandys.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Ich habe besonders mit meiner Theatergruppe zu viele lustige Momente verlebt um einen aussuchen, und als klassisch peinliches Erlebnis fällt mir wieder nur etwas aus meiner Grundschulzeit ein: Ich hatte meinen Badeanzug für den Schwimmunterricht vergessen. Darum musste ich einen aus der Fundkammer nutzen, der pink und mit vielen bunten Schleifen verziert war. Aber: zum Glück gab es ja, wie gesagt, noch keine Smartphones.

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Dass es für Kollegen ein Ort zum Bleiben und für Schüler*innen ein Ort zum Entfalten ist, soweit eine Schule das sein kann.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Als Anfängerin habe ich ja noch eine Menge Berufsleben vor mir. Daher wünsche ich mir, dass mit allen Herausforderungen, die mir begegnen, Lehrerin sein auch in Zukunft so viel Freude bringt wie heute.

Interview Frau Elborg

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Als Kind war ich von meiner Grundschullehrerin sehr begeistert. Ich habe ihr Briefe geschrieben und die Clowns-Puppe unserer Klasse, mit der sie uns Geschichten vorspielte, vergöttert. Deshalb wollte ich zu dieser Zeit Grundschullehrerin werden.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Lehrer ist für mich ein sehr vielseitiger und anspruchsvoller Beruf. Das menschliche Miteinander und die kreative Arbeit sowie die Freude an gemeinsamen Erfolgen und Ergebnissen begeistert mich besonders. Aber zugegeben: Ohne die Musik wäre der Beruf für mich nur halb so schön. Das gemeinsame Singen und Musizieren ist für mich unersetzlich. Daher kann ich Lehrersein und Musikersein als Traumberuf gar nicht trennen (und würde vielleicht sogar die Musik vorziehen als den Lehrer). Aber das ist ja gar nicht die Frage.

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Das Besondere an meiner Fächerwahl ist, dass man an wenigen Hochschulen und Universitäten das sogenannte „Doppelfach“ in einem Fach absolvieren kann. Das heißt, man hat „nur“ ein Fach, dieses aber sehr vielseitig und umfangreich und daher eher „doppelt“ als „nur“. Ich habe das Musikstudium sehr genossen, da ich immer schon gern gesungen und musiziert habe. Mein Hobby zum Beruf zu machen war also auch dem Wunsch geschuldet, auch nach der Schulzeit so viel Musik wie möglich machen zu können.

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Probiert euch aus! Wenn ihr Freude an der Zusammenarbeit mit Menschen habt und euch für bestimmte Themengebiete interessiert, dann nutzt Gelegenheiten, in denen ihr mal „Lehrer“ spielen dürft: Situationen also, in denen ihr herausfinden könnt, ob ihr euch in der Rolle als der Erklärende und Anleitende wohlfühlt.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich war ein Schüler, der für eine Arbeit sehr gut lernen, eine sehr gute Note schreiben und dann nach einer Woche den Großteil wieder vergessen konnte. In einigen Fächern fiel mir diese Art des Lernens später auf die Füße. Ich hätte gern nachhaltiger und mit mehr Zeit gelernt.

Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Ein peinlicher Moment meiner Schullaufbahn? Da gab es wohl einige. In der Grundschule kann ich mich noch sehr genau an den Tag erinnern, als ich ausversehen mit Hausschuhen zur Schule kam.

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Ich fühle mich am JWG bisher sehr wohl. Die Schüler sind freundlich und offen. Seit ich an der Schule bin, hat sich auch bereits viel getan und entwickelt. Neue Lehrer bringen neue Ideen. Neue Umstände wie zum Beispiel die Pandemie verlangen kreativen Umgang mit Ressourcen und Weiterentwicklung von Lernmöglichkeiten. Mit solchen Veränderungen geht man am JWG zum Großteil sehr flexibel um und hilft sich gegenseitig. Das ist ein gutes Gefühl.

Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?

Der Wunsch, dass es im Beruf nie langweilig oder öde wird, hat sich bisher stets erfüllt. In Zeiten von Wechselunterricht etc. wünscht sich ein junger Lehrer am ein oder anderen Tag aber vielleicht doch auch einfach etwas Normalität. Das betrifft den Musikbereich im Besonderen. Dass Singen wieder selbstverständlich und ohne schlechtes Gewissen zum Schulalltag dazu gehört, hoffe ich sehr.

Weiterhin wünsche ich mir jetzt und für die Zukunft, viele musikalische Projekte – sei es im oder außerhalb des Unterrichtes – umsetzen und miterleben zu können, da solche Auftritte und Anlässe den Arbeitsalltag unglaublich bereichern und motivieren, Neues auszuprobieren.

Interview Frau Roehm

Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?

Ich weiß noch, dass ich in der Grundschule mal so genervt von den Hausaufgaben war, dass ich den Wunsch geäußert habe Lehrerin zu werden, um auch Hausaufgaben aufgeben zu können.

Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?

Diese Frage wurde uns angehenden Lehrkräften zu Beginn des Studiums auch gestellt. Meine Antwort war: „Ich möchte meinem Vater zeigen, dass es auch gute Lehrkräfte gibt.“

Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!

Mathematik ist das schönste Fach der Welt, alles baut aufeinander auf, Aufgaben lassen sich gut durch Logik lösen und in Physik wird die Mathematik praktisch angewendet. Im Laufe des Studiums habe ich gemerkt, dass mir auch Informatik sehr viel Spaß macht und habe es deshalb als drittes Fach dazugenommen.

Welche Tipps würden Sie Schüler*innen geben, die Lehrer werden wollen?

Zum einen: Im Lehramtsstudium sind die Fachwissenschaften nur die halbe Miete. Die zweite Säule der Ausbildung besteht in der Beschäftigung mit didaktischen und pädagogischen Fragen und Inhalten, denn in der Schule steht die Vermittlung von Wissen im Mittelpunkt.

Zum anderen: Der Arbeitstag in der Schule fängt früh an. Wer morgens nicht in Hochform ist, wird es als Lehrkraft nicht so leicht haben.

Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit:

Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?

Ich war an einem altsprachlichen Gymnasium und würde mir deshalb genau überlegen, ob ich nochmal Latein und Alt-Griechisch lernen möchte. Der Lernaufwand für diese Fächer war sehr hoch, aber immerhin habe ich dadurch eine hohe Frustrationstoleranz aufgebaut.

Was war früher besser? Was schlechter?

Während meiner Schulzeit haben das Internet, das www und die sozialen Medien ihren Siegeszug angetreten und die Gesellschaft verändert. In meiner Schule war davon wenig zu bemerken, außer vielleicht, dass Referate zunehmend mit Hilfe von Präsentationssoftware visualisiert werden sollten. Tafelbilder oder Plakate waren irgendwann „out“.

Angestoßen durch die Corona-Pandemie findet der Unterricht mittlerweile teilweise selbst in Deutschland als Videokonferenz statt und wir verwenden Lernplattformen – das war bis vor einem Jahr undenkbar. Da hat sich in kurzer Zeit Wesentliches verändert. Ich halte diese Veränderung für notwendig und gehe davon aus, dass moderner Unterricht auch in Zukunft diese neuen Möglichkeiten nutzen wird.

Nach einem Jahr Corona, Schulschließungen und Distanzlernen lese und höre ich aber auch mit Staunen, wie sehr Eltern und SchülerInnen aller Altersstufen die Schule vermissen und sich darauf freuen, dass sie endlich wieder zur Schule gehen können. Persönliche Begegnungen sind und bleiben wesentlich, das haben die vergangenen Monate gezeigt und bestätigt. Ich freue mich darauf, alle meine Klassen hoffentlich bald auch persönlich kennenzulernen.

Was war Ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?

Das war der erste Schultag an der High School während meines Auslandsjahres in den USA. Damals war das ein richtiger Horrortag, aber rückblickend ist es einfach eine lustige Anekdote:

Morgens suchte ich den Unterrichtsraum für die erste Stunde. Das Schulgelände war riesig, ca. 2.500 SchülerInnen besuchten diese High School. Ich hatte zwar einen Geländeplan, fand mich aber trotzdem nicht zurecht und habe schließlich einen Lehrer nach dem Weg gefragt. Auf die letzte Minute habe ich den richtigen Raum gefunden und konnte meinen Augen kaum trauen, als ich festgestellt habe, dass ich in der letzten Stunde ausgerechnet bei dem Lehrer Physik habe, den ich nach dem Weg gefragt hatte.

Natürlich konnte er sich noch an mich erinnern und hat mich nach dem Unterricht in ein längeres Gespräch verwickelt. Das war nett gemeint, aber als ich endlich gehen konnte, war der Schulbus bereits abgefahren – ein ganz schönes Pech, weil die Schulbusse nur jeweils einmal am Tag zur Schule und wieder nach Hause fahren. Zum Glück war noch ein Bus da, der diejenigen SchülerInnen nach Hause gebracht hat, die in den übrigen Bussen keinen Platz gefunden hatten. Die Busfahrerin hat netterweise auch mich mitgenommen und während der Busfahrt konnte ich mir schonmal überlegen, wie ich meiner Gastmutter von diesem Tag erzähle…

Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?

Das Referendariat habe ich in Borna absolviert. Meine Erfahrung war: Niemand kennt Borna. Seit ich erzähle, dass ich jetzt in Torgau arbeite, ernte ich in meinem Bekanntenkreis einen bunten Strauß an Reaktionen:

„Da gibt es doch ein Renaissance-Schloss.“

„Haben sich da am Ende des 2. Weltkriegs nicht Russen und Amerikaner getroffen?“

„Torgau ist eine Stadt der Reformation, hier waren Martin Luther und Katharina von Bora.“

„Auf dem Elberadweg kommt man auch in Torgau vorbei.“

Zu Torgau fällt fast jedem etwas ein. Allerdings stellt sich auch die Frage, wer denn eigentlich dieser Johann Walter war, nach dem die Schule benannt ist. Und ich selber habe am Tag meiner Vorstellung hier erfahren, dass der Informatikunterricht in der ehemaligen Klosterkirche stattfindet.

Alles in allem: Ich habe den Eindruck, dass ich an einem ausgesprochen interessanten Ort gelandet bin und freue mich darauf, die Schule, die Stadt und ihre Geschichte sowie die schöne Umgebung nach und nach kennenzulernen.

Welche Wüsche haben Sie, Ihren Beruf betreffen?

Mein Wunsch ist, meinen SchülerInnen zu vermitteln, dass es sich lohnt sich mit den MINT-Fächern zu beschäftigen und dass man sich gut mit ihnen anfreunden kann. Das ist nicht so schwer, wie man denkt, und macht sogar Spaß!