Abenteuer Reden!

„Reden ist ein Abenteuer, Reden bedeutet auch, Glück zu haben“ – mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende der Rhetorikschreiber deutscher Sprache das 12. Jugendredeforum am 8. November 2014 im sächsischen Landtag Dresden.

Immer mehr Jugendliche finden den Mut, ihre Redetalente öffentlich unter Beweis zu stellen. So nahmen dieses Jahr insgesamt 36 Teilnehmer aus Schulen Brandenburgs, Sachsens und Thüringens teil. Von unserer Schule traten die Wettstreiter Sebastian Bürger (Sek. 2) und Dominic Lübke (Sek. 2) an.

Die Wettbewerber stellten sich nach einem reichhaltigen Frühstück dem ersten Durchgang des Wettstreits. Dieser bestand aus sechs Diskussionsrunden, bei welchen jeweils dieselbe Anzahl an Schülerinnen und Schülern zu einem Thema, welche sie nur kurze Zeit zuvor mitgeteilt bekamen, 15 Minuten debattierten. In einem separaten Raum konnte man sich in der Gruppe vorbereiten. Am Ende einer jeden Runde verteilte die Jury, welche aus kompetenten Fachleuten zusammengestellt war, Punkte an die Bestreiter des Wettbewerbs. Mindestens drei rückten nach jedem Turnus weiter. Die Themen reichten von „Streik – Grundrecht oder Ballast“ bis hin zur Diskussion über Asylpolitik oder der kritischen Betrachtung der Partei AfD.

Dabei konnten sowohl Schüler aus den eigenen Lehranstalten als auch Interessenten zuschauen und applaudieren. Es wurden jederzeit alle Teilnehmer fair und kräftig von allen Zuschauern unterstützt. Anwesend war auch die Presse aus Leipzig – stets bemüht, die besten Schnappschüsse zu ergattern – sowie ein Landtagsabgeordneter der Afd und Linken.

Nach den Diskussionsrunden standen die Wettbewerber für die Einzelreden fest, doch davor wurde noch ein feierliches Mittagessen, begleitet von brillanter Livemusik aus den 1960er Jahren von der Wurzener Schülerband „East Wing“, veranstaltet. Währenddessen zogen die Kandidatinnen und Kandidaten Lose, um die Reihenfolge der Redner festzulegen.

In der Endrunde erhielten die 22 verbliebenen Wettstreitenden – fünf Minuten vor ihrem Auftritt – den Gegenstand ihrer Rede, auch dieses hatte viel mit Glück zu tun. Denn das Spektrum spannte sich von „Edward Snowden – Volksheld oder Verräter“ bis hin zu weniger glücklichen Themen wie „Alles klar? – Wer vertritt die Interessen der Jugend?“ oder „Haben Promis ein Recht auf Privatsphäre?“. Jeder hatte die Chance, innerhalb von drei unheimlich kurzen, bei manchen auch langen Minuten, seinen Standpunkt darzulegen und diesen zu verteidigen.

Es folgte eine weitere Pause, in der die Klausur der Jury tagte, um den oder die Gewinnerin zu ermitteln. Erneut gab es Livemusik und ausreichend Verpflegung, woran sich alle sehr erfreuten.

Am Ende wurden die ersten drei Plätze verkündet: Den 1. Rang belegte Dennis-Dominik Rosmus vom Elsterschloss-Gymnasium Elsterwerda, die 2. Position Leon Blankenstein vom Goethe-Gymnasium Bischofswerda und die 3. Platzierung Ann-Sophie Paschke vom Humboldt-Gymnasium. Sie erhielten einen Blumenstrauß und Sachgeschenke, Dennis-Dominik zusätzlich einen in diesem Jahr erstmalig vergebenen gläsernen Pokal. Alle anderen wurden ebenfalls für ihre Teilnahme mit einer Urkunde, einer Rose und vielen Präsenten gewürdigt.

Bei der Abschlussrede gingen viele Danksagungen an den Landtag, denn ohne die Vorbereitung wäre dieser erfolgreiche Tag, der jedem Beteiligten eine große Freude bereitet hat, nicht möglich gewesen. Der Vorsitzende der Rhetorikschreiber deutscher Sprache gab allen Kandidaten noch einige hilfreiche Ratschläge mit auf den Weg und bedankte sich für den Mut der Rednerinnen und Redner. Nach vielem Händeschütteln und reichlichem Applaus verabschiedete man sich in den Abend und ein erlebnisreicher  und vor allem aufregender Tag ging zu Ende. Schließlich ist Reden ein Abenteuer.

Dominic Lübke, Jahrgang 12

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