Grillen mit Politikern


Am Mittwoch, dem 21.08., veranstaltete die Kulturbastion Torgau ein Politiker-Grillen. Zu der Aktion waren U-18-jährige und Landtagswahlkandidaten eingeladen, jeweils einer der Parteien die Linke, die Grünen, die Freie Wählergemeinschaft, die SPD, die FDP, die CDU und die AfD. Jugendliche und Politiker konnten miteinander reden und diskutieren, während sie das Abendessen zubereiteten. Ziel war es, die politische Bildung und Beteiligung der Nicht-Wähler zu stärken.
Wir nutzten diese Gelegenheit, um die Vertreter der Parteien über Themen zu befragen, die unser Schulsystem betreffen, darunter der Lehrermangel, die Digitalisierung von Schulen, die Vor- und Nachteile von Gesamtschulen und Kopfnoten sowie die Integration von Flüchtlingen an Schulen. Dabei hatten wir persönlich viel Spaß, fanden die Gespräche sehr interessant und hätten gern noch mehr Themen angeschnitten, wenn die Zeit gereicht hätte.
Die Zusammenfassung aller Interviews sowie ein Foto einer Tafel im KAP, auf der die Statements der Politiker zu weiteren Fragen aufgehängt waren, könnt ihr hier ansehen.

Gudrun Petzold – AfD
Lehrermangel: Es seien in den letzten Jahren zu viele Lehrer entlassen wurden. Man solle den Beruf mehr wertschätzen, seine Ausbildung unterstützen, die Infrastruktur ausbauen und die Qualität der Gymnasiasten verbessern, um neue Lehrer zu gewinnen, doch das Problem sei so schnell nicht zu lösen.
Digitalisierung: Digitalisierung solle an Schulen gefördert werden, da sie Teil der Zukunft sei, dennoch solle man vorsichtig sein aufgrund von Gesundheitsschäden durch vermehrte Mikrowellenbelastung.
Gesamtschulen: Frau Petzold ist gegen Gesamtschulen, da sie eine Differenzierung der Intelligenz für sinnvoll erachtet.
Kopfnoten: Soziale Kompetenzen müssten weiterhin bewertet werden, allerdings seien schriftliche Einschätzungen eventuell vorteilhafter als Noten.
Flüchtlingsintegration: Das Erlernen der Sprache und das vertraut machen mit deutschen Traditionen und Werten sei vonnöten.

Denise Wendt – Freie Wähler
Lehrermangel: Lösungen seien die Verbeamtung der Lehrer und das Schaffen finanzieller Anreize.
Digitalisierung: Die Digitalisierung müsse an Schulen vorangebracht werden, indem interaktive Tafeln bereitgestellt (an Grundschulen sollten weiterhin Kreidetafeln existieren) und Handys verantwortungsvoll als Hilfsmittel eingesetzt werden.
Gesamtschulen: Frau Wendt ist für differenzierte Schulen, da sie eine bessere Einschätzung des Potenzials ermöglichen würden. Allerdings solle die Grundschulzeit auf sechs Jahre verlängert werden.
Kopfnoten: Kopfnoten seien kein schlechtes Prinzip, denn sie schaffen Anreize, doch schriftliche Einschätzungen seien besser.
Flüchtlingsintegration: Die Einstellung auf andere Kulturen sowie das Erlernen der deutschen Sprache seien Voraussetzung, dabei solle mehr auf Teamwork und Unterstützung durch Klassenkameraden geachtet werden.

Volkmar Winkler – SPD
Lehrermangel: Schuld sei der Sparzwang der schwarzgelben Regierung, Geld sei für Investitionen gespart und zu wenig Abschlüsse anerkannt wurden. Lösungen seien Verbeamtung, Verdreifachen der Ausbildungskapazitäten und vorüber gehend das Einstellen von Seiteneinsteigern. Herr Winkler ist jedoch optimistisch: In 3-4 Jahren wird der Lehrermangel seiner Meinung nach nicht mehr existent sein, nur die Lage im ländlichen Raum sei komplizierter aufgrund der Mentalität und des aufregenderem Lebens, das die Großstadt bietet.
Digitalisierung: Digitalisierung sei bedeutend für die Zukunft, z. B. bei der Entbürokratisierung, deshalb solle sie auch Bestandteil der Schule sein. Nordsachsen sei dabei übrigens Vorreiter. Bund und Land sollen den Breitbandausbau finanzieren, Lehrer müssten offener gegenüber Computer und Handys werden. Außerdem solle das Handy nicht grundsätzlich verboten sein (außer bei Prüfungen), ein disziplinierter Umgang sei wichtig und möglich.
Gesamtschulen: Gemeinsames Lernen sei positiv, allerdings sei die Einschätzung ob „intelligente“ oder fachliche Richtung später leichter durch differenzierte Schulen.
Kopfnoten: Kopfnoten sollen bleiben, da der Arbeitgeber den Bewerber dadurch leichter einschätzen kann.
Flüchtlingsintegration: Sie könne vorangetrieben werden, indem man Schulsozialarbeit fördert, Integration finanziell stützt und Flüchtlingen Sprache und Bildung näher bringt.

Michael Bagusat-Sehrt – Die Linke
Lehrermangel: Der Lehrermangel sei absehbar und zeitiger zu bekämpfen gewesen. Nötig seien nun Anreize, Lehrer zu werden, durch Beamtentum, Sicherheit bei Übernahme, höherem Gehalt, Entscheidungsfreiheit beim Einsatzort, gleiche Bezahlung bei Grundschule und Oberschule, weniger Pendeln der Lehrer.
Digitalisierung: Herr Bagusat-Sehrt ist für die Digitalisierung. Recherche im Internet sei nicht schlechter oder anders als im Buch und zudem noch informativer. Der Umgang mit dem Internet müsse gelernt werden, da er später abverlangt wird. Und wenn Schüler für ihre Hausaufgaben googeln sollen, müsse die Möglichkeit gestellt und nicht vorausgesetzt werden, z.B. durch Tablets und WLAN, beides müsse fester Bestandteil des Schulalltags sein.
Gesamtschulen: Gesamtschulen seien notwendig für die Chancengleichheit, differenzierte Schulsysteme dagegen seien unverantwortlich, da sie schon im Kindesalter in doof und schlau aufteilen würden.
Kopfnoten: Kopfnoten seien zu subjektiv, bei schriftlichen Einschätzungen stehe der Mensch mehr im Vordergrund.
Flüchtlingsintegration: Integration sei absolut wichtig, deshalb müsse der Anteil an Flüchtlingen und Ausländern in den Klassen wesentlich größer sein, ideal sei eine bunte Mischung an Kulturen und Herkunft. Integration müsse von vornerein erfolgen für eine frühe Sensibilisierung mit anderen Kulturen.

Bernd Merbitz – CDU
Lehrermangel: Hier wurden große Fehler gemacht bzgl. der Anerkennung des Studiums. Der Lehrermangel sei plötzlich da gewesen und müsse jetzt kompensiert werden durch eine Landlehrerquote und Lehramtsstudienplätze.
Digitalisierung: Bis 2022 sollen alle Schulen digitalisiert sein, dann gebe es ein Tablet für jeden Schüler, interaktive Tafeln und Fortbildung der Lehrer im Bereich Informatik.
Gesamtschulen: Über das Thema solle gesprochen werden, indem es einen Schulgipfel gibt, bei dem Schüler und Lehrer Mitspracherecht erhalten. Herr Merbitz selber ist gegen Gesamtschulen und glaubt nicht, dass das Schulsystem so schnell geändert werden kann.
Kopfnoten: Bei einer persönlichen, schriftlichen Einschätzung sei die Persönlichkeit besser einschätzbar.
Flüchtlingsintegration: Der aktuelle Zustand sei schlecht, es müsse viel mehr Geld investiert werden, hervorzuheben sei das Aneignen der Sprachkenntnisse.

Philipp Hartewig – FDP
Lehrermangel: Der Lehrermangel sei zu spät erkannt worden, Ursachen seien die Abschaffung des Lehramtstudiums in Chemnitz und der Krankenstand. Mit einem Budgetrecht könnten Schulen den Krankenstand ausgleichen, Seiteneinstieg habe den Nachtteil, dass viele Steiteneinstieger wieder aufgehört hätten und zum Teil besser bezahlt wurden als Lehrer.
Digitalisierung: Bis 2022 sollen Schulen mit Tablet und Cloudsystemen ausgestatten werden. Lernvideos sollen zertifiziert werden und der Umgang mit Computern Pflichtteil der Lehramtsausbildung sein. Vorteile der Digitalisierung seien das spannendere Näherbringen des Stoffs, das individuelle Lernen und die unterhaltsamere Gestaltung z. B. durch Gaming for Cation.
Gesamtschulen: Nach bis zu sechs Jahren gemeinsamen Lernens solle spezifizierter, individueller Unterricht erfolgen, also keine Gesamtschulen.
Kopfnoten: Herr Hartewig ist sich zu diesem Thema etwas unschlüssig, Kopfnoten hätten nur wenig Auswirkung, seien aber subjektiv, vielleicht wären schriftliche Einschätzungen besser.
Flüchtlingsintegration: Die Flüchtlingsintegration an Schulen kann Herr Hartewig nur schwer einschätzen.

Barbara Scheller – Bündnis 90/Die Grünen
Lehrermangel: Der Lehrermangel sei seit 15 Jahren stark vernachlässigt worden, zur Bekämpfung müssten alle Schulämter aushelfen.
Digitalisierung: Die Digitalisierung an Schulen sei super nötig, da an Universitäten erwartet werde, topfit im Umgang mit Computern zu sein. Sie solle fächerübergreifend sein und müsse gestellt werden. Auf Computer sollte man an Schulen immer zugreifen können.
Gesamtschulen: Aufgrund eigener positiver Erfahrungen ist Frau Scheller für Gesamtschulen bis zur 8. Klasse. Sie findet zudem, dass die soziale Kompetenz durch Vermischung von Stärken und Schwächen gestärkt wird.
Kopfnoten: Kopfnoten seien eine Verkürzungsform der verbalen Einschätzung, welche vorteilhafter wäre.
Flüchtlingsintegration: Dabei könne der Fokus mehr auf das Elternhaus gelegt werden. Außerdem müsse jeder Migrant auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres seinen Schulabschluss machen können, weil er sonst oft nur Chancen auf niedere Arbeit habe.

„Mama, ich schlafe heute im Gymnasium“

Pizza essen, einer Autorin Fragen stellen, ihr beim Vorlesen ihrer Fantasy-Literatur ganz nah sein und ihr interessiert zuhören, selbst aus ihren Büchern gemeinsam mit anderen Kindern vorlesen und schließlich im kuscheligen Schlafsack auf der Empore der Aula des Johann-Walter-Gymnasiums schlafen.
In dieser Reihenfolge erlebten 45 Schüler der Klassen 5 und 7 des Gymnasiums und 19 Kinder der 3. Klasse der Grundschule Weidenhain eine ereignisreiche Lesenacht in Vorbereitung des Buchsommers.
Spannend war es auch, welche Bücher sich die Schüler vor dem Einschlafen gegenseitig vorstellten. Vom Comic über Animal Fantasy (die Hauptfiguren sind Tiere) bis hin zu Krimis – die Vielfalt war groß. Leidenschaft zum Lesen und auch ein wenig Stolz auf die mitgebrachten Werke prägte die heimelige Atmosphäre. War es doch bei leisem Gewitterregen etwas ganz Besonderes, in den Gemäuern des alten Klosters unter dem riesigen Kirchendach zu schlafen.

Dr. Gabriele Hönicke

Pour Notre-Dame de Paris

Als wir davon hörten, dass die Notre-Dame in Flammen stand, waren wir sehr geschockt. Im Französischunterricht sind wir dann auf das Thema gekommen und überlegten, was wir tun könnten. Da kam unserem Mitschüler Rasmus die Idee, dass wir doch einen Kuchenbasar veranstalten könnten. In der darauffolgenden Französischstunde teilte uns Frau Stephan mit, dass sie eine Person in Frankreich kennt, die direkten Kontakt zur Notre-Dame-Gemeinde hat. Sie hatte schon Verbindung aufgenommen. Wir setzten unsere Idee also um, machten uns nun Gedanken über zahlreiche Kuchensorten und bastelten außerdem Werbeposter für unseren Basar. Dann war der Tag schon gekommen! Dank der vielen Kuchenesser nahmen wir 105 Euro ein, die wir der Notre-Dame-Gemeinde von Paris spendeten.
Charlotte Dankert, 6c
Elea Rentzsch, 6b

Madame,
C‘est avec tristesse et accablement que nous avons vu, le 15avril 2019, Notre-Dame en feu.
Ma classe voudrait contribuer à l’aide internationale.
Les élèves ont vendu des gâteaux qu’ils ont préparés eux-mêmes, et ils voudraient faire don de la somme collectée à cette occasion à la paroisse-cathédrale Notre-Dame de Paris.
En espérant que nous pouvons soutenir un peu votre travail en paroisse, je vous transmets, Madame, les meilleures salutations de Torgau en Saxe/Allemagne.
K. Stephan

Sehr geehrte Frau Stutz,
traurig und erschüttert sahen wir am 15. April 2019 den Brand von Notre-Dame.
Meine Klasse möchte sich an der internationalen Hilfe beteiligen.
Die Schüler haben einen Kuchenbasar organisiert und möchten das erarbeitete Geld an die Notre-Dame-Gemeinde in Paris spenden.
In der Hoffnung, Sie damit ein wenig unterstützen zu können, sende ich Ihnen herzliche Grüße aus Torgau in Sachsen/Deutschland.
K. Stephan

Madame,
Nous vous remercions pour votre message qui nous va droit au cœur. Nous sommes vraiment très touchés que vos élèves aient organisé une vente de gâteaux afin de soutenir la Cathédrale Notre-Dame. Merci pour votre générosité !
S. Stutz

Sehr geehrte Frau Stephan,
Wir bedanken uns für ihre Mail, die uns tief berührt. Dass Ihre Schüler einen Kuchenbasar organisiert haben, um die Kathedrale Notre-Dame zu unterstützen, bewegt uns wirklich sehr. Wir danken für diese Großzügigkeit!
S. Stutz

Fridays for Future


15. März, 12:30 Uhr, Richard-Wagner-Platz, Leipzig. Leichter Nieselregen. Angespannte Stimmung. Unzählige Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene haben sich zu einer großen Menge (2500 Menschen) versammelt, alle mit demselben Ziel: Gegen die unverantwortliche Klimapolitik zu protestieren und die Erde zu Retten. Auf ihren Schildern steht Beispielsweise: „Act now or swim later“, „Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit“ oder „Oma, was ist ein Schneemann?“. Die Botschaft ist klar: Wir müssen handeln. Und zwar JETZT.
Die Demonstration begann mit zahlreichen Reden, bei denen verschiedene Leute ihre Meinung zum Thema Klimaschutz äußerten, danach bewegte sich die Menge über den Ring zum Augustusplatz, wo eine Zwischenkundgebung stattfand, und schließlich durch die Innenstadt (Grimmaische Straße) zum Simsonplatz vor das Bundesverwaltungsgericht. Wir von der JOWAX haben es hautnah erlebt und waren tief berührt, weil so viele Menschen sich für diese wichtige Sache engagiert haben. Mich hat es besonders beeindruckt, wie jung die Demonstranten teilweise waren, viele von ihnen noch Grundschüler. Es gibt keinen Planeten B, sagen sie. Die Kleinsten von uns haben also etwas verstanden, was die meisten Erwachsenen immer noch nicht realisieren wollen (Trump bestes Beispiel). Das sollte man sich mal vor Augen führen!
Aus den Aussagen der anwesenden Schüler kann man schließen, dass ihr Vorhaben auf sehr unterschiedliche Reaktionen stieß. Bei einigen wurde für die gesamte Schule eher Unterrichtsschluss gemacht, um den Schülern die Teilnahme an der Demo zu ermöglichen. Andere wiederrum mussten in Unwissenheit ihrer Eltern streiken, da diese die Aktion nicht unterstützen wollten. Wieder einmal bekam FridaysForFuture Kritik durch die Aussage, den Schülern gehe es nur darum, die Schule zu schwänzen. Wären sie an diesem Freitag da gewesen, wüssten sie, dass das nicht der Fall sein kann, denn die Schüler haben die Demonstration mit viel Mühe vorbereitet und ihre klar formulierten, auf gut recherchierten Tatsachen beruhenden Meinungen, Reden und Plakate bewiesen ihr politisches Interesse. Den Leuten ist es ernst.
Anders verhielten sich Mitglieder der Organisationen SciensistForFuture und ParentsForFuture, die ebenfalls auf dem Streik vertreten waren. Sie finden, der Klimaschutz betrifft nicht nur Jugendliche, sondern uns alle, weshalb sich auch Erwachsene für ihn einsetzen müssen. Exakt auf den Punkt getroffen. Der Klimawandel ist eines der wenigen Dinge, die die ganze Welt etwas angehen und gegen die wir alle gemeinsam vorgehen müssen. Greta Thunberg und alle anderen engagierten Umweltschützer innerhalb und außerhalb von FridaysForFuture sind uns dabei das beste Vorbild.

Elisa Pechmann

Gemeinsam für die Zukunft


Erinnert ihr euch noch an die Weihnachtstage, an denen ihr fröhlich durch den frisch gefallenen Schnee gestiefelt seid? Inzwischen ist das nur noch eine Illusion, ein sehnsuchtsvoller Wunsch. Schuld daran trägt der Klimawandel, der inzwischen jeden von uns betrifft, gegen den aber auch jeder etwas tun kann. Ausgelöst wird er durch den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid, zur Folge hat er Wüstenausbreitung, Gletscher- und Polareisschmelze, Sturmfluten und daraus resultierende Armut, Zerstörung und Schäden am Ökosystem. Insgesamt hat man das Gefühl, unser Planet ist eine Pizza in der Mikrowelle. Lohnt es sich also, dagegen zu kämpfen? Zweifellos! Denn unsere Erde ist ein Wunder, das wir schätzen und bewahren müssen. Aus diesem Grund sammeln sich zahlreiche couragierte Schüler, denen die Zukunft am Herzen liegt, jeden Freitag unter dem Motto „Fridays for Future“ auf der Straße, um gegen die verantwortungslose Klimapolitik und für einen schnellen Kohleausstieg zu demonstrieren – diese Woche sogar international! Auch viele Schüler unserer Schule wollen sich dabei engagieren, deshalb haben wir alles, was ihr wissen müsst einmal zusammen getragen.
Fridays for Future – Was ist das?
Angefangen hat alles mit der Schwedin Greta Thunberg, die seit dem 20. August 2018 jeden Freitag bei Wind und Wetter vor den Schwedischen Reichstag statt zur Schule gegangen ist und selbstbewusst ihr Pappkartonschild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“) in die Höhe gehalten hat. Ihr selbstloser Einsatz für eine konsequente Klimapolitik, die Einhaltung des Übereinkommens von Paris und die Abschaffung von Kohlekraftwerken bekam weltweite Aufmerksamkeit und machte sie zum Vorbild einer ganzen Generation von Schülern, die sich ihren Schulstreiks im Namen des Umweltschutzes anschlossen und die Initiative „Fridays for Future“ mit begründeten, auch hier in Deutschland.
Bei „Fridays for Future“ handelt es sich also um Demonstrationen während der Unterrichtszeit, durch die der Klimawandel aufgehalten werden soll. Kritik erntete die Aktion von Leuten, die meinten, es handele sich nur um eine Möglichkeit, nicht zur Schule gehen zu müssen, statt um ein ernstes Anliegen der Jugendlichen. Beweist, dass dem nicht so ist – schließlich ist es unsere Zukunft.
Ziele und Erfolge
Obwohl der Klimawandel uns Jugendliche wohl am meisten betreffen wird, haben wir doch am wenigsten Einfluss auf ihn. Deshalb aufgeben? Auf keinen Fall! Die „Fridays for Future“-Initiative hat weltweit riesige Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen gerichtet und gezeigt, wie wichtig unserer Generation die Zukunft ist.
Wie steht Herr Nowak zu diesem Thema?
Grundsätzlich ist unser Schulleiter der Initiative sehr aufgeschlossen gegenüber und findet es unterstützenswert, wenn Schüler sich für den Klimaschutz einsetzen. Als Schuldirektor ist er zwar der Meinung, dass Demonstrationen außerhalb der Unterrichtszeit auch eine Möglichkeit wären, doch ob die Schüler teilnehmen dürfen oder nicht, überlässt er den jeweiligen Klassenlehrern und Tutoren. Wenn ihr also mitdemonstrieren wollt, könnt ihr bei diesen eine Freistellung beantragen (mit Unterschrift der Eltern, wenn ihr unter 18 seid), ansonsten ist es ein unentschuldigter Fehltag auf dem Zeugnis.
Nächstes Ereignis – Internationaler Schulstreik
Am Freitag, dem 15.03., ist internationaler Schulstreik der „Fridays for Future“-Initiative. Bei uns in Deutschland wird unter anderem in Leipzig 12:30 am Richard-Wagner-Platz demonstriert. Wir von der Schülerzeitung werden da sein und sind gespannt, wen von euch wir sehen werden.

Tag der offenen Tür – Tag der Entscheidung?

Weltreise, Zeitreise, Bildungsreise. Dies alles konnte man am Tag der offenen Tür des Johann-Walter-Gymnasiums, dem 09.02.2019, erleben. Unsere Schule ließ an diesem Tag die zukünftigen Schüler und interessierten Eltern in den Schulalltag blicken.
Ist das JWG das Richtige für mich? Sind die Menschen hier gut drauf? Welche Ausstattung haben die Klassenräume? Was macht man eigentlich in Physik? Und würde ich mich hier wohlfühlen? Mit diesen und weiteren Fragen im Kopf strömten zum Tag der offenen Tür viele neugierige Schüler mit ihren Eltern und Freunden bei uns ein. Beim Betreten des Foyers wurde man von Schülern, dem Elternrat und dem Förderverein in Empfang genommen, mit Filmsequenzen aus dem Schulleben inspiriert und mit Programmheft und Insider-Tipps ausgerüstet. Bunte Linien auf dem Fußboden führten zu allen Highlights, die unsere Schule zu bieten hat. Beispielsweise die Chemie-Show, bei der es ziemlich aufregend zuging, der Geschichte-Leistungskurs, wo nach wie vor buchstäblich Geschichte geschrieben wird, oder die Schulband, der zukünftigen Spitze der deutschen Radiocharts. Auf kreative und liebevolle Weise haben sich alle Fächer und Initiativen unseres Hauses präsentiert, auch wir als Schülerzeitung „JOWAX“ waren dabei.
Und war es für die Schüler nun wert, sogar am Wochenende eine Schule zu besuchen? Wir denken, wir können das guten Gewissens bejahen und sagen, dass es allen sehr viel Freude bereitet hat, sowohl den Besuchern als auch den Gastgebern. Doch bei all dem Spaß war dieser Tag für die jungen Gäste Teil eines ernsten Schrittes und einer wichtigen Entscheidung für ihr zukünftiges Leben. Wir hoffen, dass wir ihnen hierbei eine Hilfe sein konnten und dass wir das eine oder andere Gesicht bald wieder bei uns sehen werden.
Auch im Schulalltag spiegelt sich jene Vielfältigkeit wider, denn die Schule bietet eine Bandbreite an kreativen und innovativen Angeboten und Aufgaben für unsere Schüler. Schon ab der fünften Klasse haben junge, musikalisch begeisterte Menschen die Chance, diverse Musikinstrumente wie Geige, Querflöte oder Klarinette u. Ä. zu erlernen. Die Sprachen werden an unserer Schule mit dem Fremdsprachenunterricht in Französisch, Spanisch und Russisch ab Klasse 6 gefördert. Und ab Klasse 8 ist es für jeden Schüler möglich, sich entweder für das naturwissenschaftliche oder musisch-künstlerische Profil zu entscheiden oder sogar die 3. Fremdsprache Latein zu erlernen.
Das Johann-Walter-Gymnasium stellt aus unserer Sicht einen idealen Ort für das Lernen und die Weiterbildung junger Menschen dar. Dabei steht nicht nur eine rein schulische Ausbildung im Zentrum. Durch Theaterprojekte, Chor, Gesangsensembles, Band, sportliche Angebote, Foto-AG, Robotik-AG, und z. B. Workshops zum Erlernen des Filmschnittes werden auch spätere Softskills für den Arbeitsmarkt entwickelt.
Dass Schule mehr sein kann als stures Auswendiglernen, zeigt unsere Schule jeden Tag aufs Neue.
Hanna Friederike Jung, Klasse 11, Elisa Pechmann, Klasse 9

Weitere kleine Feedbacks
Der Tag der offenen Tür des Gymnasiums ist jedes Mal ein wunderschönes Erlebnis, als Schüler unsere Schule zu repräsentieren und allen Besuchern zu zeigen, wie toll es ist, ein Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein.
Anna Käseberg, Klasse 11

Für mich war es auch dieses Jahr wieder ein gelungener Tag mit einer unglaublichen Vielschichtigkeit an Themen, die es zu entdecken gab, und einem Kulturprogramm, das auch mein Herz höher schlagen ließ, denn (auch) ich hatte Tränen in den Augen als es zum für mich letzten Liedes des Vokalensembles „Con anima“ kam.
Hannah Bodach, Klasse 12

Beim Tag der offenen Tür am 09.02.2019 im Johann-Walter-Gymnasium war die Foto-AG voll im Einsatz. Schon am Tag zuvor haben wir einen Raum in ein Fotostudio umgewandelt. Um genügend Leute auf die Familienfotos aufmerksam zu machen, verteilten Abigail Shirin Leonhardt und Sophie Zwingmann aus der 6. Klasse Flyer. Dabei trug Abigail einen Rucksack von PIX mit der Leuchtschrift „Foto-AG Raum 215“. Lisa Dimter, Vivien Manual und Deborah Wolfram aus der 12. Klasse, haben die Familien fotografiert und auch gleich die Bilder vor Ort ausgedruckt, in 13×18. Die Schüler aus der Foto-AG haben auch ihre eigenen Werke (Fotos) präsentiert. 96 fantastische Bilder wurden in vier Fotovorhängen ausgestellt und es lagen auch Fotoalben von den Mitgliedern aus. Jannes Richter und Philipp Niemz aus der 7. Klasse sind im Schulhaus unterwegs gewesen und haben Fotos von den Veranstaltungen für eine Fotoreportage gemacht. Elias Rost aus der 11. Klasse führte Schulinterviews mit Lehrern, Eltern und Schülern. Er hat Fragen zum Tag der offenen Tür formuliert und die Meinungen der Befragten aufgezeichnet. Die Chemieshows hat Cora Vanessa Stokowsky aus der 11. Klasse dokumentiert, um daraus dann eine Reportage zu erstellen. Der Leiter unserer Foto-AG heißt Georg Milling und er hatte auch eine wichtige Aufgabe, nämlich Fragen der Eltern der zukünftigen Fünftklässler im Bereich GTA zu beantworten und auch neue Schüler für die Fotografie zu begeistern. Hoffentlich wird die Foto-AG noch lange existieren. Für uns war der Tag der offenen Tür im Johann-Walter-Gymnasium ein großer Erfolg.
Abigail Shirin Leonhardt, Klasse 6

Schulsozialarbeit

Die Redakteure der JOWAX baten die neue Schulsozialarbeiterin, Frau Plato, sich vorzustellen und einige Fragen zu beantworten.
Frau Plato – unsere neue Schulsozialarbeiterin – stellt sich vor:
Mein Name ist Katja Plato.
Ich habe mein Studium 2012 als Sozialpädagogin an der Berufsakademie Breitenbrunn absolviert. Seitdem arbeitete ich als Erzieherin in diversen stationären Kinder- und Jugendeinrichtungen mit emotional-sozial benachteiligten Klienten.
Ich würde mich als aufgeschlossene, geduldige Person beschreiben, die für jeden Spaß zu haben ist. In meiner Freizeit spiele ich Saxophon und lese sehr gerne, wenn es die Zeit zulässt. Vor allem habe ich immer ein offenes Ohr für andere.
Seit Mitte des Schuljahres 2018/19 wirke ich aktiv als Schulsozialpädagogin am JWG mit. Ich bin immer von Montag bis Freitag in der Zeit von 8-14 Uhr erreichbar im Raum 122. Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen in der
– Beratung von Schülern, Eltern, Lehrern
– Vermittlung bei Konflikten
– Beratung bei Prüfungsängsten oder gesundheitlichen Problemen
– Netzwerkarbeit

… oder wenn man einfach nur jemanden zum Quatschen braucht.
Meine E-Mail-Adresse: katja.plato@faw.de
Ein Gespräch mit mir ist immer freiwillig und vertraulich. Auf Wunsch auch anonym.
Meine Motivation, an das JWG zu kommen, erschließt sich daraus, dass ich sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeite. In der Schulsozialarbeit gibt es so viele Möglichkeiten, sich zu entfalten und einzubringen, z.B. bei Projekten.
Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit, darauf, die Schüler und die Lehrerschaft kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen zu arbeiten. Ich habe mich dem Schülerrat vorgestellt, demnächst auch dem Elternrat. Außerdem engagiere ich mich beim Projekt „Schule gegen Rassismus“. In Klassenstufe 5 und 6 hospitiere ich, um mir ein Bild der Klassen zu verschaffen.
Ich möchte die Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten, sie unterstützen und sie in ihren Kompetenzen fördern. Mein Wunsch neben der stationären Arbeit im Heim war es schon immer, als Schulsozialpädagoge tätig zu werden. Deshalb nahm ich die Gelegenheit, am JWG arbeiten zu können, gerne wahr.
Katja Plato

Tag der offenen Tür

Ob reich oder pleite, zusammen oder allein, jung oder alt – man lernt nie aus! Deshalb seid ihr alle herzlich eingeladen, uns am 09.02.19 von 09 Uhr bis 12 Uhr zum Tag der offenen Tür des Johann-Walter-Gymnasiums zu besuchen. Anstatt sich an Erfahrungen aus zweiter Hand zu orientieren, könnt ihr selbst in den Alltag unsere Schule eintauchen und eigene Eindrücke bekommen. In unseren zwei Schulgebäuden werden unsere Schüler in den entsprechenden Bereichen jede Fachrichtung vorstellen, wofür auch ihr als Unterstützung gebraucht werdet! Lasst uns gemeinsam das Johann-Walter-Gymnasium mit all seinen Facetten und Eigenschaften kennen lernen und vor allem ganz viel Spaß haben!
Wir freuen uns auf jeden von euch!

Une interview avec notre assistante de langue Camille Les journalistes : Les élèves du cours de français de la classe 7 et Mme Brüggemann


Voilà Camille et notre cours de français.
Depuis octobre 2018 Camille, une assistante de langue, nous soutient dans notre cours de français. Elle nous aide à prononcer le français et elle nous apporte un petit bout de France à Torgau. 😊 Nous avons interviewé Camille pour vous.
1. Ça va ?
Ça va très bien. 😊
2. Tu as quel âge ?
J’ai 24 ans.
3. Où est-ce que tu habites ?
J’habite à Leipzig.
4. Est-ce que tu as des sœurs et frères ?
J’ai deux sœurs. Nous sommes des triplées. Mes sœurs s’appellent Loïse et Fanny.
5. Qu’est-ce que sont tes hobbies ?
J’écris des histoires, je joue de la guitare et je dessine.
6. Est-ce que tu aimes le sport ?
J’aime la danse et la gymnastique.
7. Est-ce que tu aimes le handball ?
Oui, je l’aime bien.
8. Qu’est-ce que tu aimes faire ?
J’aime lire, dessiner et écouter de la musique.
9. Est-ce que tu aimes l’Allemagne ?
Oui, j’aime l’Allemagne beaucoup parce que mes cousins sont à moitié allemands et français.
10. Est-ce que tu aimes notre lycée ?
Oui, je l’aime beaucoup. C’est un peu compliqué de trouver les salles.
11. Qu’est-ce que sont tes matières préférées ?
Mes matières préférées sont le français et l’histoire.
12. Quelle est ta couleur préférée ?
Ma couleur préférée est le vert.
13. Est-ce que tu aimes les chats ?
J’aime les chats. J’ai deux chats chez moi.
14. Qu’est-ce que tu préfères la pizza ou le kebab ?
Je préfère la pizza au kebab. Mais les kebabs sont très bons en Allemagne. Ils sont meilleurs qu’en France.
15. Merci beaucoup pour l’interview avec toi. Nous sommes très contents que tu sois là. 😊
Avec plaisir. J’espère passer une très bonne année avec vous. 😊

Ein Interview mit unserer Fremdsprachenassistentin Camille
Eine Übersetzung von Charlotte Zeisig
Seit Oktober 2018 unterstützt uns Camille, eine Fremdsprachenassistentin, im Französischunterricht. Sie hilft uns bei der Aussprache und bringt ein bisschen Frankreich nach Torgau. 😊
Wir haben Camille für euch interviewt.
1. Wie geht es dir?
Mir geht es sehr gut. 😊
2. Wie alt bist du?
Ich bin 24 Jahre alt.
3. Wo wohnst du?
Ich wohne in Leipzig.
4. Hast du Geschwister?
Ja, ich habe noch 2 Schwestern. Wir sind Drillinge. Sie heißen Loïse und Fanny.
5. Was sind deine Hobbies?
Ich spiele Gitarre, schreibe Geschichten und zeichne.
6. Magst du Sport?
Ich mag Tanzen und Gymnastik.
7. Magst du Handball?
Ja, ich mag Handball.
8. Was machst du gerne?
Ich lese viel, zeichne und höre Musik.

9. Magst du Deutschland?
Ja ich mag Deutschland sehr, weil meine Cousins Halbdeutsche sind.
10. Magst du das Johann-Walter-Gymnasium?
Ja, ich mag es sehr. Es ist etwas kompliziert, die Klassenräume zu finden.
11. Was sind deine Lieblingsfächer?
Meine Lieblingsfächer sind Französisch und Geschichte.
12. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Meine Lieblingsfarbe ist grün.
13. Magst du Katzen?
Ja, ich liebe Katzen. Ich habe zwei Katzen zu Hause.
14. Was magst du lieber: Pizza oder Döner?
Ich mag lieber Pizza als Döner. Aber die Döner sind sehr lecker in Deutschland. Sie sind besser als in Frankreich.
15. Vielen Dank für das Interview mit dir. Wir sind sehr froh, dass du da bist. 😊
Mit Vergnügen. Ich hoffe, dass ich ein tolles Jahr mit euch verbringe. 😊

Vorlesewettbewerb


Ein Lob auf diese Leseleistung
Wie jedes Jahr wetteiferten am 29.11.2018 neun fleißige SchülerInnen des Johann-Walter-Gymnasiums darum, den Schulausscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs zu gewinnen. Diese SechstklässlerInnen konnten sich bereits gegen ihre MitschülerInnen innerhalb der Klassenentscheide durchsetzen und traten nun als Finalisten gegeneinander an. Als Austragungsort des Wettbewerbs wurde die Stadtbibliothek Torgau gewählt, die das passende Ambiente bot. Umgeben von all den Klassikern und Neuheiten der Kinderbuchbranche stellten die Jungen und Mädchen ihre Bücher vor, brachten die geschriebenen Worte zum Klingen und schafften eine spannungsgeladene Atmosphäre. Dabei mussten sie ihre Leseleistung nicht nur anhand einer vorbereiteten Textstelle, sondern auch für einen Fremdtext vor der Jury, bestehend aus drei Fachlehrern, vier Zehntklässlern und der Bibliotheksleiterin Frau Eilenberger, unter Beweis stellen. Durch die Vergabe von Punkten in festgesetzten Kategorien wurden in einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen die Sieger ermittelt: So erreichten Armin Kulas (6a) den 3. Platz, Quynh Vu Thi (6a) den 2. Platz und Merle Leutnitz (6a) den 1. Platz. Alle Sieger wurden für ihre vorbildliche Lesefertigkeit mit einem Büchergutschein ausgezeichnet. Der erstplatzierten Merle Leutnitz wird außerdem die Ehre zuteil, das Johann-Walter-Gymnasium im Kreisausscheid am 28.02.2019 zu vertreten. Dabei wünschen wir ihr viel Glück!
Anja Lietz, Referendarin, JWG