Interview mit den Schulassistentinnen Frau Heldt und Frau Sukale

1. Was genau sind Ihre Aufgaben als Schulassistenten?

Wir unterstützen Kinder anderer Nationalitäten – aktuell überwiegend aus der Ukraine – dabei, im Schulalltag anzukommen, und führen diese an unsere Regeln und Strukturen heran.

2. Wie unterstützen Sie die Kinder im Schulalltag?

Wir begleiten sie im DaZ- und Regelunterricht, stehen ihnen bei schwierigen Themen zur Seite und helfen dabei, den Schulalltag zu strukturieren.

3. Welche Probleme haben die Kinder zunächst am häufigsten?

Die größten Hürden sind die Sprachbarriere und die Anpassung an das deutsche System. Viele bringen zudem durch den Krieg in ihrem Land und langem online-Unterricht große Lücken in der Schulbildung mit.

4. Wie helfen Sie bei Sprach- bzw. Verständigungsproblemen?

Wir versuchen, Unterrichtsinhalte einfach zu erklären, manchmal mithilfe von Händen und Füßen, manchmal auch mit Übersetzer.

Wir motivieren die Kinder, täglich Deutsch zu sprechen und zuhause deutsche Bücher zu lesen.

5. Wie gelingt eine Integration in die jeweilige Klasse?

Das braucht Geduld. Weil die Sprachbarriere hoch ist, bleiben die Kinder häufig unter sich. Eine echte Integration gelingt nur, wenn aktiv Brücken gebaut werden.

6. Was können Mitschülerinnen und Mitschüler tun, um zu helfen?

Geht offen auf die neuen Mitschüler zu und nehmt sie herzlich in eurer Mitte auf! Ladet sie in den Pausen oder bei Gruppenarbeiten ein, das baut Berührungsängste ab.

7. Was ist für Sie die größte Herausforderung?

Die Balance zu finden. Die Kinder einerseits konsequent an Grenzen und Regeln heranzuführen und sie gleichzeitig sensibel bei der Sprache und ihren schwierigen Lebensumständen zu unterstützen.

8. Gab es eine Situation, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Jeder Moment, in dem die Sprachbarriere kurz vergessen ist: sei es durch ein neu gelerntes Wort oder ein gemeinsames Lachen in der Klasse.

9. Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Freude?

Zu sehen, wie die Kinder trotz ihrer schweren Startbedingungen kleine Fortschritte machen und man ihnen den Alltag erleichtern kann.

10. Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Kinder?

Dass sie die Sprachbarriere schnell überwinden, feste Freundschaften schließen und sich an den Schulen sicher, verstanden und integriert fühlen.

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