Das künstlerische Profil Klasse 10 inszenierte das Theaterstück „Andorra“.
„Ich muss reich werden!“ – „Warum musst du reich werden?“ – „Weil ich anders bin!“ Diesen Schlagabtausch aus Max Frischs zeitlosem Klassiker „Andorra“ lieferten sich zwei Schauspieler des künstlerischen Profils der 10. Klassen in ihrer diesjährigen Theateraufführung. Es ist der junge Andri (gespielt von Alwin Höcke), der seinem Ziehvater (gespielt von August Keil) gerade erklärt, was die Andorraner von ihm erwarten, nämlich das „Anderssein“, das im Originaltext eigentlich „Judsein“ heißt. In dem von den Schülerinnen und Schülern bearbeiteten Stück zwingen die Vorurteile der Mitmenschen Andri solange zum Anderssein, bis er dieses als sein Schicksal annimmt.
In weniger als fünf Monaten haben die 21 Schülerinnen und Schüler des PKü 10 dieses Stück erfolgreich auf die Bühne gebracht. Neun Schauspielerinnen und Schauspieler standen dabei im Vordergrund und haben nicht nur fleißig ihre Texte gebüffelt, sondern auch gelernt, sich auf einer Bühne zu bewegen, ihre Rollen zu füllen – und im Notfalle zu improvisieren. Doch zu einem bühnenreifen Theaterstück gehören mehr: Bühnenausstatter und Kostümbildner sorgten für selbstgebastelte Requisiten, passende Kostüme, Werbematerial und ein filmisches Intro, Techniker sorgten für Ton, Licht, Geräusche und einen Stop-Motion-Film – und Regisseure behielten während der gesamten Zeit sowohl das große Ganze als auch kleinste Details im Blick.
Die rundum gelungene Premiere des Stückes am 28. Januar 2026 in unserer Aula war ein großer Erfolg – doch ein vielleicht noch größerer Erfolg ist es, dass jeder und jede Einzelne rund um diese Aufführung in seiner ganz persönlichen Rolle zum Gelingen beigetragen hat.
Herr Sachs







