Vom 25. Januar bis 1. Februar 2026 erlebten wir eine aufregende Woche mit zehn französischen Schülern und Schülerinnen und zwei französischen Lehrkräften. Das Motto der Woche war „Kunst gemeinsam erleben“, und wir hatten dabei eine Menge Spaß!

Die Vorbereitungen liefen bereits seit Wochen und so waren wir dann am Flughafen auch alle super aufgeregt: Können wir alle unsere Ideen und Pläne umsetzen? Haben wir auch nichts vergessen? Werden wir uns überhaupt verstehen? … Wir konnten es kaum erwarten, unsere Gäste endlich zu begrüßen. Trotz der Sprachbarrieren fanden wir schließlich alle irgendwie einen Weg, uns gut zu verständigen – manchmal mit einem Kauderwelsch aus verschiedenen Sprachen, manchmal mit Mimik, Gestik oder einfach nur einem freundlichen, liebevollen Lächeln! 

Wir spielten mit unseren Austauschschülern auch verschiedene Brettspiele, bei denen die Vermittlung der einzelnen Regeln sich ziemlich kompliziert gestaltete. Während wir „Mensch ärger dich nicht“ spielten, fielen uns große Unterschiede auf, da die Regeln in Frankreich doch durchaus andere sind. Mit großem Gelächter und nach 20 Minuten Diskussion räumten wir das Spiel wieder weg und suchten uns dann doch ein einfacheres Spiel. Wir entschieden uns für „Dopple“ und einigten uns darauf, das Spiel auf Französisch zu spielen. Für die Franzosen war es ein Leichtes, für uns nicht ganz. Bevor wir die gleichen Symbole gefunden und übersetzt hatten, waren unsere Austauschschüler schon längst bei der nächsten Karte. Das war ganz schön frustrierend, aber jetzt können wir zumindest alle Symbole auch auf Französisch. 

In dieser spannenden Woche schufen wir gemeinsame Kunstwerke für uns selbst und unsere „Wäscheleine“, auf der wir all unsere Eindrücke, Errungenschaften, Anekdoten, aber auch Bedenken sammelten. Außerdem erkundeten wir das Museum der bildenden Künste in Leipzig, zeichneten Meisterwerke nach, die uns unser Austauschpartner beschrieb; besuchten die Alten Meister in Dresden und Lucas Cranach im Renaissance-Schloss Torgau. Besonders cool war auch der Upcycling-Workshop in der Kleinen Galerie, wo wir aus alten Materialien Neues schufen.

In unserer Freizeit gingen wir am Dienstag mit den Austauschschülern auf dem Augustusplatz Schlittschuhfahren. Der eine konnte es besser, der andere weniger. Um denen zu helfen, die es noch nicht konnten, hielten wir uns alle an den Händen und fuhren in einer langen Schlange über die Eisbahn. Wir hatten dort so viel Spaß, dass wir traurig waren, als wir wieder nach Hause fahren mussten. Am Donnertag zeigten wir den Franzosen in Dresden ein deutsches Croissant-Restaurant, in dem wir uns auch unser Mittagessen kauften. Laut ihnen waren es sehr gute Croissants!

Am Ende der Woche präsentierten wir unsere Ergebnisse beim Tag der offenen Tür.

Samstagabend trafen wir uns in Weidenhain, um dort Fasching mit den Austauschschülern zu feiern. Sie wurden am Anfang des Abends sogar vom Vorsitzenden des Vereins auf Französisch begrüßt. Nach dem Programm, das für den Abend vorbereitet wurde, tanzten wir bis spät in die Nacht. Eine Besonderheit war, dass dieses Jahr zum ersten Mal französische Songs gespielt wurden, worüber sich unsere Austauschschüler riesig freuten.

Die Verabschiedung war emotional, aber wir freuen uns jetzt schon riesig auf die nächste gemeinsame Woche, dann in Nizza, Anfang April. Der Austausch hat uns neben neuen Bekanntschaften und Freundschaften auch viele neue kreative Ideen und Erinnerungen für den Rest unseres Lebens gebracht!

Wir bedanken uns herzlich bei den Lehrern, die schon seit Monaten an der Planung des Austausches arbeiten und die Ausflüge begleiteten.

Die viele Arbeit hat sich gelohnt! Der Austausch war phänomenal!    

In diesem Sinne: Vive la créativité! (Ein Hoch auf die Kreativität!)

Clara Schröder, Frau Weis

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