Interview mit Frau Tempel
1. Was war Ihr Berufswunsch als Kind bzw. Jugendlicher?
Als Kind habe ich eine sehr interessante Doku über die Galapagos-Inseln geschaut und wollte daraufhin an diesem Ort Tierforscherin werden. Später war mein Lebensmittelpunkt das Judo, und ich habe begonnen, als Kindertrainerin zu arbeiten. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass sich der Wunsch entwickelt hat, Lehrerin zu werden.
2. Ist Lehrer für Sie ein Traumberuf? Aus welchen Gründen?
Lehrerin zu sein ist mein Traumberuf. In der Unterrichtsplanung kann ich kreativ werden, Neues entdecken und kontinuierlich dazulernen. Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen erfüllt mich, weil ich sie für Dinge begeistern darf, die mich selbst begeistern. Zudem trage ich Verantwortung dafür, einen positiven Beitrag zu dem für die Schüler*innen so prägenden Abschnitt Schule zu leisten – und genau das motiviert mich jeden Tag aufs Neue.
3. Begründen Sie kurz Ihre Fächerwahl!
Sport begleitet mich seit meiner Kindheit und ist bis heute fester Bestandteil meines Alltags. Was ich am Sport liebe, ist die Möglichkeit, eigene Grenzen auszutesten, jeden Tag ein Stück besser zu werden und die Gemeinschaft, die daraus entsteht. Die positiven Erfahrungen möchte ich nun an die Lernenden weitergeben.Auf der Suche nach einem weiteren Fach für das Lehramtsstudium bin ich auf die Studieninhalte des Fachs Biologie gestoßen. Sie weckten sofort meine Neugier, und ich beschloss, mich der Herausforderung zu stellen. Während des Studiums habe ich erkannt, dass Biologie viel mehr bedeutet als bloßes Auswendiglernen. Durch die vielfältigen Einblicke in verschiedene Teildisziplinen haben sich immer mehr Zusammenhänge erschlossen, und ich durfte ein tieferes Verständnis für den eigenen Körper und das Leben, das uns umgibt, entwickeln — dieses Verständnis möchte ich vermitteln.
4. Welche Tipps würden Sie Schüler\*innen geben, die Lehrer werden wollen?
Mir hat es geholfen, vor dem Antritt des Lehramtsstudiums viele Praxiserfahrungen zu sammeln. Sei es beispielsweise in Form von Praktika oder ehrenamtlicher Tätigkeit im Verein. Dort merkt man schnell, was es bedeutet, mit Kindern bzw. Jugendlichen zu arbeiten. Wenn euch das Spaß macht, Energie gibt und motiviert, dann könnt ihr euch sicher sein, dass ihr die wichtigste Grundvoraussetzung in euch tragt. Vielfältige Erfahrungen in verschiedenen Altersstufen und Fächern helfen zudem bei der Entscheidung, für welche Schulart und Fächer ihr euch ausbilden lassen wollt.
5. Blicken Sie für uns zurück auf Ihre eigene Schulzeit: Was würden Sie aus heutiger Sicht anders machen?
Aus heutiger Sicht würde ich bei kleinen Rückschlägen oder Zweifeln den Blickwinkel erweitern und statt einzelner Details das Gesamtbild betrachten. Dadurch erscheinen scheinbar unlösbare Probleme meist deutlich kleiner. Statt Verzweiflung entsteht so die Möglichkeit, die Situation realistisch zu reflektieren und daraus zu lernen.Was war ihr lustigster bzw. peinlichster Moment als Schüler?Mein peinlichster Moment waren meine 2 Notenpunkte im 1500m Sport-Abitur. Ausdauer gehörte noch nie zu meinen Stärken!
6.Welchen Eindruck haben Sie vom JWG?
Das JWG hat sich ziemlich schnell zu einem Wohlfühlort für mich entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler sowie das Kollegium sind sehr aufgeschlossen, kommunikativ und herzlich. Mich beeindrucken Traditionen wie der Frühlingsball oder der Weihnachtstag. Das schweißt die Schulgemeinschaft merklich zusammen.
7. Welche Wünsche haben Sie, Ihren Beruf betreffend?
Ich wünsche mir, für immer die Freude am Lehrerberuf zu behalten, denn diese ist mein größter Antrieb. Dabei will ich meine Erfahrungen ausbauen, indem ich in unterschiedlichen Klassenstufen, Unterrichtssituationen und Funktionen agiere. Gleichzeitig möchte ich von der Vielfalt der Persönlichkeiten lernen, um individuelle Lernwege zu ermöglichen, flexibel zu reagieren und eine inklusivere Lernumgebung zu schaffen.


